Anlagetrend Wearables: Under Armour (UA) tüftelt an der Technologie der „3D-Kleidung“!

22.07.2016 um 11:45 Uhr

Under Armour (UA)
 
Hallo Trader und Investoren,
 
heute gibt es ein Hauch Zukunft, an dem schon heute fleißig gearbeitet wird. Wie der Experte Seth McNew von The Motley Fool erfahren haben soll, bereitet das US-amerikanische Unternehmen Under Armour die Einführung einer neuen 3D-Scan und –Drucktechnologie für Kleidung auf den Markt vor, die alle Chancen hat, die aktuelle Textilindustrie grundlegend verändern zu können. Sollte es den Spezialisten von Under Armour tatsächlich gelingen, die Herstellung der „idealen Bekleidung“  auf Mausklick zu etablieren, so bekäme das Unternehmen gegenüber der Konkurrenz einen sehr starken Wettbewerbsvorteil, der von den anderen Marktteilnehmern nicht so schnell eingeholt werden könnte. Das erste Industriesegment, in dem sich die neue Kleidungsart mit der größten Wahrscheinlichkeit durchsetzen könnte, wäre zunächst die hochwertige und gleichzeitig funktionale Sportkleidung, die dank neuer Technologie perfektandie Anforderungen und Wünsche der Hochleistungssportler angepasst werden könnte.
 
Die Nachricht wird auch indirekt durch eine vorsichtige Ratiganhebung durch Analysten von Buckingham Research unterstützt. Am 20. Juli haben sie das Rating von Under Armour von „neutral“ auf „buy“ angehoben. Ein Kursziel gab es allerdings nicht.  
 
So wie es aussieht, wird sich Under Armour in seiner Entwicklung in vier technologische Richtungen bewegen. Vor allem ist es natürlich die 3D-Scan-Technologie des Klientenkörpers, die das eigentliche Fundament des ambitionierten Vorhabens bildet. Auf diese Weise wird ein 3D-Abbild der physischen Körperparameter erstellt, die auf Wunsch des Sportlers zusätzlich via 3D-Software angepasstwerden können. Im weiteren Schritt arbeitet das Unternehmen an einer schnellen Lösung zur Prototypenerstellung, die später auch zur Herstellung von richtigen und markttauglichen Kleidungsstücken benutzt werden könnte. Die dritte Technologierichtung befasst sich mit der kombinierten Herstellung von sowohl Kleidung als auch Schuhen aus verschiedenen Materialien. Und als letztes arbeitet das Unternehmen an der Erstellung eines geschlossenen Produktionssystems, das alle Schritte zusammenfasst und die Kapazität einer Massenfertigung erreichen könnte. Dies würde in der langfristigen Perspektive auch zur signifikanten Kostensenkung der Produkte führen. 
 
Das genaue Datum der Markteinführung von 3D-Kleidung ist noch nicht bekannt, allerdings hat das Unternehmen auf diesem Gebiet erste Erfahrungen sammeln dürfen. Im März 2016 brachte Under Armour als erstes Unternehmen Sportschuhe raus, die mithilfe der 3D-Drucktechnologie hergestellt wurden.
 
Sollten die Pläne von Under Armour erfolgreich umgesetzt werden, so wird auf dem Markt ein ganz neues, kommerzielles Segment entstehen, in dem das Unternehmen zunächst eine Vorreiterrolle übernehmen wird. Der anfängliche Ablauf würde ungefähr so aussehen:
Ein Sportler lässt seine aktuelle Körperverfassung einscannen und bekommt in sehr kurzer Zeit die perfekte Kleidung, die seiner momentanen körperlichen Verfassung entspricht. Warum ist das wichtig? Die allgemeine Tendenz im Hochleistungssport zeigt, dass der menschliche Körper immer stärker an seine Grenzen stößt. Und die Entscheidung über Sieg oder Niederlage lag in den letzten Jahrzehnten immer öfter in der hochtechnologischen Kleidungsgestaltung, wie es bspw. bei den neuartigen Schwimmanzügen der Fall ist. Damit dürften die Chancen für Under Armour gerade im professionelle Sport- und Premium-Segment durchaus gut stehen.
 
Zum Unternehmen selbst lässt sich sagen, dass es seit mehreren Jahren sowohl seine Umsätze als auch die Profitabilität kontinuierlich steigern kann, wie es auch in 2015 der Fall war.

  • Der Umsatz stieg um 28,50 % auf 3,96 Mrd. USD.
  • Das Nettoergebnis verbesserte sich um 11,79 % auf 232,57 Mrd. USD.
  • Das operative Ergebnis stieg ebenfalls um 15 % auf 408,5 Mio. USD.
  • Die aktuelle Marktkapitalisierung beträgt rund 18,41 Mrd. USD.
  • Die Eigenkapitalrentabilität beträgt immerhin 15,36 %. 

Der Aktienkurs sieht aktuell nicht besonders spektakulär aus,wobei die Aktie den Boden gefunden zu haben scheint. Positiv ist anzumerken, dass der Aktienkurs wieder über dem GD 50 notiert. Das Unternehmen sollte man allerdings aufgrund der Entwicklung einer möglichen und vielversprechenden 3D-Drucktechnologie weiter im Auge behalten. 

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