Softbank mischt durch Boston Dynamics-Übernahme bei Robotik ganz vorne mit - Weshalb der japanische Technologiekonzern eine der Interessantesten Storys im Technologiesegment bietet!

09.06.2017 um 16:31 Uhr

Das japanische Industriekonglomerat Softbank machte heute mit einer spektakulären Übernahme von sich reden:Mit dem Kauf von Boston Dynamics rücken die Japaner zu einem der weltweit führenden Anbieter im Bereich Robotertechnologie auf. Damit hat man sich eine starke Ausgangsposition in diesem Zukunftsmarkt gesichert und sollte von diesem Zukunftstrend überdurchschnittlich stark profitieren. Auch sonst ist das Industriekonglomerat, das unter der Ägide von CEO Masayoshi Son zu einem der führenden Technologiekonzerne der Welt aufgestiegen ist, gut aufgestellt und will sich im Zuge der mittelfristigen Strategie auf Wachstumsfelder rund um aussichtsreiche Technologietrends konzentrieren. Auch die fundamentale Bewertung (KGV 16/17: 11,9) erscheint sehr moderat und macht Softbank zu einem interessanten Kandidaten für eine Aufnahme in unser Musterdepot! 

Bosten Dynamics-Übernahme markiert Meilenstein für Softbank!
Mit einem Paukenschlag konnte gestern nach Börsenschluss der japanische Technologiekonzern Softbank aufwarten. So einigte man sich über den Kauf der Robotik--Unternehmen Boston Dynamics und Schaft des US-Konzerns Alphabet. Der Zukauf mit dem sich Softbank in diesem Segment weiter verstärkt beweist strategischen Weitblick. Denn die fleißigen Helfer werden mittlerweile in immer mehr Bereichen eingesetzt und leisten nicht nur bei der Produktion wertvolle Dienste. Auch im Haushalt werden Roboter-Lösungen (z.b. für Reinigungsaufgaben) eingesetzt. Daneben erobern Roboter auch im Service, als Berater im Verkauf oder in vielen anderen Bereichen immer stärker integriert. Boston Dynamics hatte in der Vergangenheit mit spektakulären Roboter-Lösungen für Aufsehen gesorgt. Unter anderem sind die Boston-Dynamics-Modelle wie „Atlas“,"Spot Mini", "Spot" oder "Handle" in der Lage, Lasten mit einem Gewicht von bis zu 150 KG zu transportieren, schneller als ein Mensch zu laufen, oder mit Sprüngen Hindernisse von bis zu einem Meter Höhe zu überwinden. Dies macht die Roboter-Lösungen von Boston Dynamics interessant für das US-Militär, aber auch für Anwendungen im industriellen Bereich. 

Softbank ergänzt mit Boston Dynamics-Übernahme Service-Robotik-Segment!
Die Übernahme von Boston Dynamics und Shaft sorgt bei der Robotiksparte von Softbank für die passende Ergänzung der Aktivitäten rund um den Service-Robotik-Bereich. Hier sorgte Softbank in der Vergangenheit mit humanoiden Robotern wie "Pepper" für Aufsehen. Der knapp 1,20 Meter große "Pepper" verfügt über eine ausgefeilte  Sensorik und Kameratechnik und ist nicht nur in der Lage, sich ohne Probleme fortzubewegen, sondern auch menschliche Emotionen zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren. Damit gehört Pepper einer neuen Generation so genannter humanoider Roboter an, die auch in der Lage sind, nicht nur sprachlich sondern auch auf emotionaler Ebene mit Menschen zu interagieren. Pepper wird daher mit Vorliebe als Verkaufsassistent und Produkt-Promoter in Supermärkten eingesetzt, Das Multitalent, mit dem man sich in mehr als 20 Sprachen austauschen kann, eignet sich daneben als Empfangsdame, Personal Assistent oder gibt Touristen wertvolle Tipps, welche Sehenswürdigkeiten man bei der Rundreise unbedingt gesehen haben muss. Wer detaillierte Informationen wünscht, dem gibt Pepper via dem in Brusthöhe integrierten Tablet-Bildschirm bereitwillig Auskunft. 

Softbank will sich stärker im US-Mobilfunkmarkt positionieren - Starke Marktposition bei Mobilfunk und Internet
Auch in anderen Bereichen ist Softbank seit langer Zeit als einer der führenden Anbieter aktiv. So gilt das Konglomerat im Bereich Mobilfunk- und Internet-Access-Angeboten auf dem Heimatmarkt (vor allem dank Yahoo Japan) als führende Adresse, was dem Konzern eine stabile Ergebnisbasis sichert. In den USA ist man dank seiner mehr als 80%-Beteiligung an Sprint ebenfalls präsent und will sich mit der Komplett-Übernahme offensichtlich weiter am Konsolidierungsprozess beteiligen. Softbank hatte bislang eine Komplett-Übernahme von Sprint aufgrund kartellrechtlicher Hürden nicht realisieren können. Die Chancen, dass dieses Vorhaben nach dem Machtwechsel im Weißen Haus nun gelingen könnte, scheinen sich verbessert zu haben. Konzernchef Son hatte Anfang des Jahres bei US-Präsident Trump vorgesprochen und Investitionen in Höhe von 50 Mrd. USD angekündigt, falls man Grünes Licht erhalten sollte. Sollte das Vorhaben gelingen, könnte Softbank/Sprint möglicherweise auch eine Übernahme von T-Mobile US ins Auge fassen. Entsprechende Gerüchte gibt es schon seit Jahren. Im Bereich Telekommunikation und Internet bemüht man sich ohnehin, mit neuen Lösungen einen möglichst umfassenden Zugang zu erhalten. Hierzu passend hatte man 1. Mrd. USD in einem Beteiligung am Start-Up OneWeb getätigt, das sich auf die Entwicklung eines Satelliten-Netzwerks für einen weltweiten Breitbandzugang spezialisiert hat. 

Technologiefonds soll Softbank neue Zukunftsmärkte erschließen!
Softbank will sich künftig verstärkt auf Wachstumsfelder rund um neue Technologien fokussieren und so seine Marktposition in chancenreichen Segmenten erweitern. In diesem Zusammenhang hat der Konzern einen knapp 95 Mrd. USD schweren Technologiefonds aufgelegt, der weltweit in aussichtsreiche Unternehmen, die in Schlüsselfeldern aktiv sind, investiert. Für Aufsehen sorgte unter anderem die Übernahme des Chip-Designers ARM, mit der man sich in diesem Segment als einer der weltweit führenden Anbieter positioniert hat. Auch der Erwerb einer Beteiligung in Höhe von 4 Mrd. USD am US-Chiphersteller Nvidia passt gut zur Strategie von Softbank. Denn NVIDIA gilt neben Grafikkarten auch als Hardware-Spezialist für Data-Center, Big-Data- und andere Hardware-Lösungen für Artificial Intelligence, Deep Learning und Machine Learning. Damit sichert sich Softbank mit seiner Beteiligung einen wichtigen strategischen Partner, mit dem man gemeinsam neue Konzepte rund um KI-basierte Lösungen in unterschiedlichsten Segmenten realisieren kann. 

Ergebnisentwicklung zeigt weiter nach oben /Moderate Bewertung
Operativ ist Softbank vor allem dank der starken Entwicklung in den Bereichen Telekommunikation und Internet-Access-Angeboten auf dem Erfolgspfad. Hier generiert man nach wie vor den Löwenanteil seiner Erlöse. Im abgelaufenen Fiskaljahr konnte man bei einem leichten Umsatzplus von 0,2% auf 8,90 Bio. JPY beim operativen Ergebnis einen deutlichen Anstieg von 12,9% auf 1,025 Bio. JPY vorweisen. Neben den Internet- und Mobilfunkaktivitäten in Japan sorgte vor allem die US-Beteiligung an Sprint für das deutliche Ergebnisplus. Unter dem Strich kletterte der Nettogewinn um 164,11% auf 1,47 Bio. JPY, wobei man von positiven Einmaleffekten profitieren konnte. Die Marktkapitalisierung von Softbank erreichte zuletzt an der Heimatbörse 10.01 Bio. Japanische Yen. Daraus ergibt sich auf Basis der jüngsten Jahreszahlen ein KUV von 1,12, was für einen Technologiewert sehr moderat erscheint. Auch das KGV ist mit 11,94 sehr moderat. 

Fazit:
Softbank bietet aufgrund der soliden Aufstellung im Kerngeschäft rund um Internet/Mobilfunk sowie der aussichtsreichen Langfrist-Strategie im Technologiesegment eine interessante langfristige Wachstumsstory. Für den Wert spricht die moderate Bewertung (KUV 1,12/KGV: 11,9). Wir werden uns entsprechend im Realgeld-Depot positionieren. 

softbasdfasd

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