Merck KGaA
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AKTIEN IM FOKUS: Rekordhochs nach Optimismus von Sartorius und Tochter Stedim


FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein weiteres sehr starkes Quartal und erneut angehobene Jahresziele haben am Dienstag den Vorzugsaktien des Pharmazulieferers Sartorius ein neues Rekordhoch beschert. Die Papiere des Corona-Krisengewinners kletterten bis auf 380,80 Euro, bevor ihnen die Luft ausging. Gegen Mittag gehörten sie mit plus 2,7 Prozent bei 383,60 Euro noch immer zu den Favoriten im MDax . Seit Monaten bereits reiht sich ein Höchststand an den nächsten, denn die Geschäfte mit der Pharmabranche florieren.

Die Produkte von Sartorius und ihrer an der Euronext notierten Tochter Sartorius Stedim Biotech werden unter anderem für die Herstellung von Impfstoffen sowie von antiviralen Medikamenten nachgefragt.

Allein im bisherigen Jahresverlauf hat sich der Kurs der Sartorius-Vorzugsaktie bereits verdoppelt. Nach der Shop Apotheke und Hellofresh ist sie damit drittstärkster Wert im Index der mittelgroßen Werte. Sollte die Deutsche Börse nun auch noch wie avisiert den Leitindex Dax im kommenden März um 10 auf 40 Mitglieder aufstocken, gilt der Pharmazulieferer und Laborausrüster als einer der ganz heißen Aufstiegskandidaten. Das dürfte weitere Impulse geben.

Analyst Scott Bardo von der Privatbank Berenberg hob in einer ersten Reaktion zum Quartalsbericht hervor, dass Sartorius bereits zum dritten Mal in diesem Jahr seine Ziele angehoben hat. Beim Umsatzwachstum trauen sich die Göttinger nun das oberen Ende oder sogar etwas mehr als die zuletzt anvisierte Spanne von 22 bis 26 Prozent zu. Zudem legten sie die Latte für die bereinigte operative Marge um einen Prozentpunkt höher auf 29,5 Prozent.

Vor allem die Sparte Bioprocess Solutions, die eine breite Palette von Technologien zur Herstellung von Biopharmazeutika anbietet und laut Bardo "vor allem Stedim ist", sei mit einem Wachstum von 44 Prozent sehr stark gewesen. Auch der Auftragseingang in diesem Bereich sei beeindruckend, und das auch im Vergleich zum sehr starken vorangegangenen Halbjahr, lobte er. Die mittelfristigen Ziele beider Unternehmen sähen inzwischen zunehmend konservativ aus. Und "trotz ihrer bereits hoch bewerteten Aktien, liefern Sartorius und Stedim weiterhin entsprechendes Wachstum und stützten damit diese Prämien."

Der Berenberg-Analyst bevorzugt allerdings die an der Euronext notierte Stedim-Aktie, die er zum Kauf mit einem Kursziel von 342 Euro empfiehlt. Sie sei günstiger und noch stärker auf das zunehmend schneller wachsende Geschäft ausgerichtet als Sartorius, schrieb er. Sartorius selbst bewertet er mit "Hold" und einem Kursziel von 331 Euro.

Die Aktie der französischen Tochter Sartorius Stedim Biotech hatte an diesem Morgen ebenfalls überraschend starke Quartalszahlen vorgelegt und ihre Jahresziele angehoben. Für sie ging es zuletzt in Paris um 5,5 Prozent auf 321,80 Euro nach oben, womit sich ihr Plus seit Jahresbeginn auf rund 120 Prozent beläuft. Ihr Rekordhoch erreichte sie an diesem Morgen bei 333,60 Euro.

JPMorgan-Analyst Richard Vosser sprach mit Blick auf beide Unternehmen in einer ersten Reaktion ebenfalls von "sehr starken Resultaten". Zu Sartorius konkretisierte er: Zwar habe er damit gerechnet, dass die Göttinger ihren Ausblick nochmals in die Höhe schrauben, gleichwohl dürften die Markterwartungen hinsichtlich des operativen Ergebnisses nun weiter steigen. Mit Blick auf das starke Auftragswachstum in der Biopharmasparte Stedim sieht Vosser zudem einen guten Nährboden für das Wachstum "mindestens in den kommenden beiden Quartalen".

Ein Händler nahm die Sartorius-Zahlen zudem für Rückschlüsse auf den Pharmahersteller Merck KGaA zum Anlass, dessen Aktien im leichteren Dax immerhin um moderate 0,3 Prozent zulegten. Er rechnet nun auch mit einer positiven Geschäftsentwicklung in der Life Science-Sparte von Merck, erinnerte allerdings zugleich auch an die Kapazitätsengpässe der Darmstädter.

Zudem dürfte das Wachstum der Merck-Sparte Process Solution im dritten Quartal stark um rund 20 Prozent gewachsen sein, wenn es auch an das von Sartorius nicht heranreichen werde. Zuversichtlicher ist er vor allem mit Blick auf das neue Jahr: Vom ersten Quartal 2021 an, wenn die Kapazitäten erweitert worden seien, dürfte das starke Auftragswachstum sich dann auch in einem noch stärkeren Wachstum niederschlagen./ck/ag/stk






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