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Arcam – Swedish Dynamite

05.02.2016 um 15:00 Uhr

Widmen wir uns heute einem interessanten Nebenwert. Arcam AB. Sollten Sie Probleme bei der Zuordnung haben, müssen Sie nicht an Ihrem Fachwissen zweifeln. Die Südschweden sind noch nicht in den Mainstream vorgedrungen. Allerdings könnten sie sich kurz vor dem Absprang befinden. Doch mehr dazu an späterer Stelle.

Quelle: finanzen.net

Arcam ist ein Hersteller von 3D-Druckern. Genauer gesagt von 3D-Metalldruckern. Zugegeben; die 3D-Druck-Branche hatte in den letzten Monaten einige Probleme und viele Titel haben scharf korrigiert. Arcam widersetzte sich jedoch diesem Trend weitestgehend und hält sich wacker am Markt.

Was die Schweden von der Konkurrenz unterscheidet sind glänzenden Zukunftsaussichten für den Metalldruck, sowie deren Vorreiterrolle in diesem Bereich. Das Unternehmen konzentriert sich dabei auf das sogenannte EBM-Verfahren. Hier wird mittels eines Elektronikstahls als Energiequelle die Herstellung von Teilen aus einem Metallpulverbett ermöglicht. Das hat folgende Vorteile: Zum einen lassen sich Bauteile in jeder beliebigen Form und Geometrie herstellen. Zum anderen weisen EBM-gefertigte Bauteile ein geringeres Gewicht und höhere Stabilität auf.

Besonders interessant sind solche Werkstücke für die Medizintechnik sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie. Arcam hat sich in beiden Schlüsselindustrien als Marktführer positioniert.

Turbinen und Implantate

Dabei bietet es spezielle Produktionssysteme für die unterschiedlichen Branchen an.

Mit dem Q10-System werden vor allem die Kunden aus der Medizintechnik bedient. Dies sind insbesondere Implantat-Spezialisten, wie die italienische Lima Corporate, welche schon länger auf die schwedischen Spezialanlagen setzt. Gefertigt werden beispielsweise Gelenkimplantate oder Endprothesen, welche durch spezielle Titanlegierungen besonders verträglich für den menschlichen Körper sind. Experten schätzen, dass sich das EBM-Verfahren in dieser Branche als Standard implementieren dürfte. Arcam hat, als führender Hersteller mit Kunden in Europa, Amerika und Asien, somit eine sehr gute Ausgangsposition.

Die größeren Q20-Systeme sind hingegen ideal für die Herstellung von Teilen und Komponenten in der Luft- und Raumfahrt. Kunden, wie der britische Aerospace-Konzern GKN, EADS oder Boeing stellen beispielsweise Turbinen-Teile mit den Systemen von Arcam her. Gerade in der Luftfahrtbranche machen sich Stabilitätssteigerungen und Gewichtsreduzierung bemerkbar.

Solide Zahlen und gute Aussichten

Auch die Zahlen der Schweden stimmen. Der Konzernumsatz stieg im letzten Jahr um 70% auf SEK 339,0 Mio. Der Nettogewinn kletterte von SEK 15,4 Mio. auf 57,1 Mio. und auch der Gewinn je Aktie konnte ordentlich zulegen, von SEK 0,96 auf 3,10.

Interessant ist vor allem, dass Arcam sich offensichtlich auf den Eingang einer großen Volumenorder vorbereitet und die Fertigungskapazitäten von derzeit 50 Q20-Systemen pro Jahr mittelfristig verdreifachen möchte. Hier ist immer wieder der Name General Electric zu lesen, welche die schwedische Technologie zur Herstellung der neuen Turbinengeneration GE9X einsetzen möchte. Auch Airbus hat angekündigt, mehr Flugzeugteile aus Alu, Titan und Edelstahl per 3D-Metalldruck herzustellen.

Arcam ist also ein sehr interessantes Unternehmen mit großem Entwicklungspotential. Diesen Titel sollte man im Auge behalten.

 

Quelle Titelbild: Fotolia   Urheber: psdesign1

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