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ROUNDUP: VW weiter unter Eindruck der Dieselkrise - TagesgeschÀft lÀuft besser

27.10.2016 um 11:06 Uhr

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der Abgas-Skandal bei Volkswagen ist auch ein Jahr nach dem Beginn weiter in der Bilanz des Konzerns abzulesen. Europas grĂ¶ĂŸter Autobauer fuhr in den ersten neun Monaten 8,65 Milliarden Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern ein, wie er am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte. Damit liegt das Ergebnis zwar spĂŒrbar ĂŒber dem Niveau des Vorjahreszeitraums (3,34 Mrd Euro). Doch 2015 hatten im dritten Quartal auch schon milliardenschwere RĂŒckstellungen zur BewĂ€ltigung der Dieselkrise ins Kontor geschlagen.

Verglichen mit den ersten drei Quartalen aus 2014, als der Konzern noch auf Rekordfahrt war, wird der Abstand deutlich. Damals hatte VW im laufenden GeschÀft noch 9,4 Milliarden Euro verdient.

IM TAGESGESCHÄFT OPTIMISTISCHER

Der Konzern sieht sich im TagesgeschĂ€ft - also wenn unter anderem die Kosten fĂŒr die BewĂ€ltigung der Diesel-AffĂ€re herausgerechnet werden - etwas fester in der Spur zu seinen Jahreszielen als zuletzt noch. Im dritten Quartal stieg das bereinigte operative Ergebnis um ĂŒber ein Sechstel und ĂŒbertraf die Erwartungen von Experten deutlich.

FĂŒr das Gesamtjahr traut sich Finanzvorstand Frank Witter nun zu, die angepeilte Bandbreite von 5 bis 6 Prozent bei der bereinigten Umsatzrendite am oberen Ende zu erreichen. Branchenbeobachter hatten damit schon gerechnet. Die VW-Aktie lag am Vormittag leicht im Plus.

GUTER LAUF BEI VIELEN MARKEN MACHT ERGEBNISEINBRUCH BEI KERNMARKE WETT

Besser lief es bei dem Vielmarken-Konzern im bisherigen Jahresverlauf unter anderem bei Porsche, Skoda und Seat, aber auch beim Lkw-Bauer MAN und bei den leichteren Nutzfahrzeugen. Die RĂŒckgĂ€nge bei der gewinnschwachen Kernmarke VW Pkw konnte der Konzern so wettmachen.

Die Hausmarke mit dem VW-Emblem steht weiter unter erheblichem Druck. Sie fuhr im dritten Quartal vor Zinsen und Steuern lediglich 363 Millionen Euro als Ergebnis ein. Vor einem Jahr hatte das laufende GeschĂ€ft hier noch mehr als doppelt so viel eingespielt. Entsprechende Abstriche gab es jĂŒngst auch bei der Gewinnkraft: Nach neun Monaten blieben nur noch 1,60 Euro von 100 Euro Umsatz ĂŒbrig. Zuletzt hatten der Lieferboykott von Teileherstellern und eine defekte Blechpresse der Kernmarke zugesetzt.

KONZERNGEWINN NOCH NICHT WIEDER AUF VORKRISENNIVEAU

Auch der wichtige Markt China lieferte trotz steigender Verkaufszahlen nicht mehr die gewohnten BeitrĂ€ge ab. Mit knapp 3,6 Milliarden Euro aus den ersten neun Monaten lag der anteilige operative Gewinn aus den chinesischen Gemeinschaftsunternehmen um rund 5 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums. Das Bild hellte sich zuletzt jedoch trotz insgesamt negativer Tendenz auf: Zur Jahresmitte hatte der GewinnrĂŒckgang 14 Prozent betragen.

Der den AktionÀren zuzurechnende Konzerngewinn lag in den ersten neuen Monaten bei 5,74 Milliarden Euro. Zu Beginn des Abgas-Skandals im Herbst 2015 war er auf 3,8 Milliarden Euro eingebrochen. Per September 2014 hatte der Wert noch bei 8,5 Milliarden Euro gelegen.

Auch im dritten Quartal legten die Wolfsburger noch einmal mehr Geld fĂŒr die BewĂ€ltigung der Dieselkrise zur Seite. Insgesamt fielen weitere rund 400 Millionen Euro an "Vorsorgen im Zusammenhang mit der Dieselthematik" an, wie sich der Konzern ausdrĂŒckte./loh/men/DP/men

MAN SE ST O.N. Chart
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