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Kreise: Qualcomm will sich aus Server-Geschäft zurückziehen

08.05.2018 um 10:27 Uhr

PEKING (dpa-AFX) - Der US-Chipkonzern Qualcomm will sich offenbar im Zuge des Sparkurses aus dem hochpreisigen Geschäft mit Servern für Datenzentren zurückziehen. Der Bereich soll entweder geschlossen oder verkauft werden, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am späten Montagabend unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. Das wäre vor allem ein herber Rückschlag für den Chip-Designer ARM, der derzeit versucht, auch mit Unterstützung von Qualcomm in das von Intel dominierte Segment vorzustoßen.

In dem Segment werden speziell gefertigte Chips zum Teil für mehrere tausend Dollar an Kunden wie Google oder Amazon verkauft. Die Softbank-Tochter ARM will stärker in den Bereich rein, um etwas unabhängiger vom Massengeschäft wie mit Chips für Handys oder andere Konsumgüter zu werden. Qualcomm hatte im vergangenen Jahr erstmals einen Chip speziell für große Server verkauft.

Bei der Ankündigung warb Qualcomm noch heftig für die Vorzüge im Vergleich zu Intel-Produkten. Seitdem ist es aber ruhig geworden. Jetzt scheint sich Qualcomm als Teil seines Sparkurses wieder ganz aus dem Bereich zurückzuziehen. Das Unternehmen hatte im Januar angekündigt, die jährlichen Kosten um eine Milliarde Dollar zu drücken - das war Teil der Strategie, um den als feindlich eingestuften Übernahmeversuch durch den Konkurrenten Broadcom abzuwehren.

Dieser scheiterte aber letztlich ohnehin an Sicherheitsbedenken der US-Regierung. Qualcomm wiederum versucht derzeit, den niederländischen Konkurrenten NXP zu übernehmen. Hier gibt es vor allem Probleme in China. Dort kämpfen viele Unternehmen gegen den von Qualcomm angepeilten Zusammenschluss, da sie befürchten, dass der US-Konzern im Geschäft mit mobilem Bezahlen und autonomem Fahren zu mächtig wird.

Qualcomm hat für die geplante Übernahme bereits grünes Licht von acht Ländern bekommen. Lediglich die Freigabe aus China steht noch aus. Zudem müssen die Anleger noch überzeugt werden. Da viele NXP-Investoren vom ersten Angebot nicht überzeugt waren, hatte Qualcomm die Offerte im Februar von 110 auf 127,50 Dollar erhöht. Mit dem neuen Gebot wird NXP mit insgesamt rund 44 Milliarden Dollar bewertet.

Die NXP-Aktie selbst notiert nach einem Kursrutsch infolge der Zahlen zum ersten Quartal mit knapp 100 Dollar deutlich unter dem von Qualcomm in Aussicht gestellten Preis. Offenbar haben viele Investoren Zweifel daran, dass die Transaktion in China genehmigt wird./zb/mis/jha/

Arm Holdings Chart
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