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WDH/ROUNDUP 2: Bundesregierung gegen generelle Ausweitung teurer Erdkabel

15.07.2015 um 19:04 Uhr

(Der erste Absatz wurde geändert. Damit wird klargestellt, dass nur im Bundesbedarfsgesetz vorrangig erdverkabelt werden kann. Aber beim EnLAG wird in den Ländern auch weiterhin nicht erdverkabelt.)

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung ist beim Ausbau der Stromnetze in Deutschland gegen eine generell stärkere Nutzung teurer Erdkabel. Einen entsprechenden Vorstoß der Länder lehnt die Bundesregierung ab. Damit zeichnet sich ab, dass der beim Energiegipfel Anfang Juli erzielte Kompromiss bei den neuen Gleichstromtrassen vor allem Bayern nützt, wie aus einer am Mittwoch in Berlin bekanntgewordenen Gegenäußerung zum Vorschlag des Bundesrates beim Energieleitungsausbau-Gesetz (EnLAG) hervorgeht. Nur im Bundesbedarfsgesetz kann erdverkabelt werden - auf Druck Bayerns. Beim EnLAG wird auch weiterhin nicht erdverkabelt.

"Die Bundesregierung lehnt eine generelle Ausweitung der Erdverkabelungsmöglichkeiten für Einführungen in die für den Betrieb von Energieleitungen notwendigen Anlagen, insbesondere Umspannanlagen und Netzverknüpfungspunkte, ab." Aus Sicht der Bundesregierung erscheine es nicht zielführend, die Option zur Erdverkabelung per se auszuweiten.

Die Parteispitzen von CDU, CSU und SPD hatten sich am 2. Juli auch auf einen Kompromiss beim Ausbau der Stromnetze verständigt. Um Bayerns Ministerpräsidenten und CSU-Chef Horst Seehofer entgegenzukommen, sollen bei den großen neuen Nord-Süd-Stromautobahnen stärker bestehende Trassen genutzt werden. Auch sollen teure Erdkabel vorrangig verlegt werden.

Seehofer zeigte sich daraufhin "rundum zufrieden": "Da kann ich sagen, dass sämtliche Monstertrassen vom Tisch sind." Netzbetreiber befürchten Verzögerungen und weitere Milliarden./sl/tb/DP/jha

RWE AG ST O.N. Chart
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