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DGAP-Adhoc: SGL CARBON SE: SGL Carbon SE verabschiedet neuen Fünfjahresplan (deutsch)

05.12.2018 um 17:30 Uhr

SGL CARBON SE: SGL Carbon SE verabschiedet neuen Fünfjahresplan

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DGAP-Ad-hoc: SGL CARBON SE / Schlagwort(e): Prognoseänderung/Finanzierung
SGL CARBON SE: SGL Carbon SE verabschiedet neuen Fünfjahresplan

05.12.2018 / 17:29 CET/CEST
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SGL Carbon SE verabschiedet neuen Fünfjahresplan

* Zur Wahrnehmung von zusätzlichen Wachstumsopportunitäten werden höhere
Investitionen für organisches Wachstum im Geschäftsbereich Graphite
Materials & Systems (GMS) geplant

* Entsprechend liegen die Investitionen bis einschließlich 2021 deutlich
über dem Abschreibungsniveau

* Free Cashflow Ziel verschiebt sich um ein Jahr

* Mittelfristige Ziele für Konzernumsatz und Konzern-EBIT1 erhöht

* Zur Finanzierung der bestehenden Fälligkeiten und des Wachstums
verwenden wir eigene Mittel und planen eine neue Unternehmensanleihe

* Stärkeres organisches Wachstum erzielbar ohne neues Eigenkapital und bei
Einhaltung unserer Finanzziele für Eigenkapitalquote und
Verschuldungsquote

Wiesbaden, 5. Dezember 2018: Vorstand und Aufsichtsrat der SGL Carbon SE
haben in der heutigen Aufsichtsratssitzung den neuen Fünfjahresplan
diskutiert und beschlossen.

Durch das starke Mengenwachstum im Geschäftsbereich GMS in den letzten
Jahren stoßen wir vor allem in den Marktsegmenten Batterie & sonstige
Energie (insb. bei Vormaterialien für Lithium-Ionen-Batterien), LED und
Automobil & Transport an Kapazitätsgrenzen. Um hier kurzfristig zusätzliche
weitere Wachstumsopportunitäten ergreifen zu können, planen wir in den
Jahren 2019 bis 2021 ein um insgesamt etwa 80 Mio. EUR höheres
Investitionsniveau als bisher erwartet. Somit bleiben die Investitionen in
diesen Jahren deutlich über dem Abschreibungs-niveau, um erst ab 2022 wieder
auf bzw. unter Abschreibungsniveau zu liegen.

Aufgrund der höheren Investitionen sowie dem wachstumsbedingt höheren
Working Capital Bedarf wird sich das bisherige Ziel, ab 2020 einen
mindestens ausgeglichenen Free Cashflow zu generieren, um ein Jahr auf 2021
verschieben. Aus demselben Grund wird sich auch das ROCE (auf Basis EBIT)
Ziel von etwa 9% im Jahr 2020 um ein Jahr verschieben, da sich durch die
höheren Investitionen und den höheren Working Capital Bedarf zunächst das
gebundene Kapital erhöht, und sich das Wachstum erst mit Zeitverzögerung
auch auf das EBIT auswirkt.

Die zusätzlichen Investitionsausgaben für organisches Wachstum erhöhen
gleichzeitig unsere mittelfristigen Erwartungen bei Konzernumsatz und
-ergebnis. Beim Konzernumsatz liegt unser Ziel für das Jahr 2022 nun um
einen hohen zweistelligen Millionen EUR Betrag über unserem bisherigen Ziel
von 1,3 Mrd. EUR. Darüber hinaus wird im Jahr 2022 aufgrund des höheren
Umsatzes ein zusätzlicher EBIT-Beitrag in niedriger zweistelliger Millionen
EUR Höhe gegenüber der bisherigen Planung erwartet. Die EBIT-Marge im Jahr
2022 dürfte sich weiterhin im Rahmen des bisher kommunizierten Ziels von
mind. 10 % bewegen.

Während sich die bessere Geschäftsentwicklung vor allem im Geschäftsbereich
GMS abzeichnet, leidet der Geschäftsbereich Composites - Fibers & Materials
(CFM) unter der Schwäche im Geschäft mit Acrylfasern und der
Windenergieindustrie. Wir erwarten derzeit, dass sich dies auch im Jahr 2019
fortsetzen wird.

Dagegen gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass sich im
Geschäftsbereich CFM die Projekte in den Marktsegmenten Automobil, Luftfahrt
sowie Industrielle Anwendungen teilweise positiver als noch vor einem Jahr
erwartet entwickeln sollten, so dass mittelfristig der alte profitable
Wachstumspfad wieder erreicht werden kann, obwohl das Ergebnisniveau in den
Jahren 2018 und 2019 voraussichtlich niedriger sein wird als zuvor erwartet.
Diese Entwicklung wurde im Geschäftsjahr 2018 durch die deutliche bessere
Entwicklung im Geschäftsbereich GMS stark überkompensiert, so dass wir
insgesamt im Konzern ein signifikant besseres Ergebnis erwarten als noch zum
Anfang des Jahres antizipiert. Auch im Geschäftsjahr 2019 erwarten wir auf
Grundlage des aktuellen Geschäftsverlaufs, dass die positive Entwicklung bei
GMS die Schwäche im Wind- und Acrylfasergeschäft bei CFM kompensieren wird,
so dass wir insgesamt ein Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen in etwa auf dem
Niveau des Geschäftsjahres 2018 antizipieren und damit wie bisher von uns
erwartet.

Basis unserer Finanzierung für die kommenden Jahre, in denen auch
existierende Schulden, vor allem die Wandelanleihe 2015/2020 sowie die
Finanzierung des ehemaligen Joint Ventures SGL ACF durch die BMW Group
fällig werden, sind vorhandene Mittel sowie eine geplante
Unternehmensanleihe über bis zu 275 Mio. EUR. Der grundsätzliche Beschluss
zur Begebung einer Anleihe wurde heute seitens Vorstand und Aufsichtsrat
gefasst. Abhängig vom Marktumfeld könnte eine solche Begebung auch zeitnah
erfolgen.

Damit ist die geplante Erhöhung des Investitionsvolumens für Wachstumszwecke
aus heutiger Sicht ohne neue Eigenkapitalmaßnahmen möglich und bei
Einhaltung unserer Ziel-Finanzkennzahlen von einer Eigenkapitalquote von
mind. 30% sowie einer Verschuldungsquote auf Basis EBITDA von maximal 2,5.
Lediglich beim Verschuldungsgrad (Gearing) erwarten wir eine temporäre
Überschreitung des Ziels von etwa 0,5 in den Jahren 2019 und 2020, um ab
2021 auch wieder unsere Gearing Ziele einzuhalten.

Details zu dem neuen Investitionsprogramm sowie zur Prognose für das
Geschäftsjahr 2019 planen wir zur Bilanzpressekonferenz am 27. März 2019 zu
veröffentlichen.

1Die Verwendung von Kennzahlen in dieser Mitteilung erfolgt analog der
Definition im Geschäftsbericht 2017 abrufbar unter www.sglcarbon.de.

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abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene
Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise
als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen z. B. nicht vorhersehbare
Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld unserer
Hauptkundenindustrien, der Wettbewerbssituation, der Zins- und
Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken
und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen,
nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und
bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden
Kosteneinsparungsprogrammen. Die SGL Carbon übernimmt keine Verpflichtung
und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen
oder sonst zu aktualisieren.

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754717 05.12.2018 CET/CEST

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