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Aktien Frankfurt: Anleger weiter vorsichtig vor neuen Impulsen aus USA

22.01.2019 um 11:47 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Dienstag erneut nachgegeben. Er verlor gegen Mittag 0,4 Prozent auf 11 091,93 Punkte. Börsianer sprachen von Zurückhaltung vor der Startglocke an der Wall Street. Dort waren die Börsen am Vortag wegen eines Feiertags geschlossen. In New York dürfte der Dow Jones Industrial mit Verlusten in den Handel gehen.

Die Wall Street könnten nun also neue Akzente setzen, nicht zuletzt mit Quartalszahlen von Schwergewichten wie IBM , Travelers und Johnson & Johnson .

Nach der Kursrally vom Freitag scheint also schon wieder die Skepsis zu überwiegen. Viele Marktakteure warnen unverändert vor globalen konjunkturellen Risiken. "Der Weltwirtschaft geht langsam die Puste aus", sagte Analyst Salah Bouhmidi vom Broker DailyFX. Aktien schienen daher zumindest temporär nicht attraktiv zu sein.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg am Dienstag um 0,19 Prozent auf 23 396,19 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor hingegen knapp ein halbes Prozent.

Devisenstrategin Antje Praefcke von der Commerzbank wies mit Blick auf die Märkte darauf hin, dass die tiefe politische Zerstrittenheit in den USA und auch in Großbritannien "erhebliche Risiken" für die Wirtschaft und damit "teils dramatische negative Auswirkungen" für die eigene Bevölkerung habe.

Bei den Einzelwerten im Dax fielen Linde und Lufthansa mit Kursgewinnen auf. Linde stiegen um 1,62 Prozent. Der Hersteller von Industriegasen will für bis zu sechs Milliarden US-Dollar eigene Aktien zurückkaufen. Papiere der Lufthansa verteuerten sich um 2,3 Prozent, nachdem die Bank Morgan Stanley den Titel zum Kauf empfohlen hatte.

Anteile von Hugo Boss verteuerten sich nach einem robusten Umsatz des Modekonzerns im vierten Quartal als MDax-Spitzenreiter um 5,88 Prozent. Vor allem im Großhandel habe Hugo Boss stark abgeschnitten, sagte Analystin Elena Mariani von Morgan Stanley.

Der ohnehin arg strapazierte Kurs der Deutschen Bank verlor 3,2 Prozent. Er wurde belastet von eher schwachen Ergebnissen der schweizerischen UBS . Deren Aktien gerieten in Zürich unter Druck.

Aktien des Spezialchemiekonzerns Covestro fielen am Dax-Ende um 3,6 Prozent, belastet von einer Abstufung von "Kaufen" auf "Halten" durch die Commerzbank.

Eine Verkaufsempfehlung des Investmenthauses Mainfirst setzte die Papiere des Dünger- und Salzkonzerns K+S unter Druck. Sie büßten 3 Prozent ein und waren größter Kursverlierer im MDax. Eine Kaufempfehlung der Bank Societe Generale ließ den Kurs des Baudienstleisters Hochtief um 5 Prozent zulegen.

Für die Aktien des Konsumgüterkonzerns Henkel ging es um 1,4 Prozent abwärts nach einem Einbruch von fast 10 Prozent am Vortag. Hier belasteten negative Einschätzungen mehrerer Banken und Broker. Der Konzern hatte am Montag mit Prognosen für 2019 enttäuscht./bek/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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