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ROUNDUP: Salzgitter bestätigt Aufwärtstrend - Gewinn im ersten Halbjahr

28.07.2015 um 15:37 Uhr

SALZGITTER (dpa-AFX) - Der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller Salzgitter lässt seine lange Krise weiter hinter sich. Im zweiten Quartal setzte der Konzern seinen Aufwärtstrend fort, wie das Unternehmen am Dienstag überraschend mitteilte. In der ersten Jahreshälfte erwirtschafteten die Niedersachsen nach vorläufigen Berechnungen einen Vorsteuergewinn von 80,2 Millionen Euro. Vor einem Jahr stand an dieser Stelle noch ein Verlust von 4,2 Millionen Euro. Der Umsatz blieb mit 4,5 Milliarden Euro fast stabil.

Salzgitter-Aktien bauten nach Vorlage der Eckdaten ihre Tagesgewinne wieder aus. Am Nachmittag notierten die Papiere des Stahlkochers drei Prozent im Plus. Allerdings hatten sie sich bereits im vorherigen Tagesverlauf gut entwickelt. Ein Händler sah in den Zahlen keine größere Überraschung. Der Aufwärtstrend bei Salzgitter spiegelt sich schon seit einiger Zeit im Aktienkurs wider. Die Papiere zählen im bisherigen Jahresverlauf mit einem Plus von mehr als 37 Prozent zu den besten MDax-Werten .

Nur wegen der schon seit langem geplanten Sanierung eines Großhochofens im Werk Salzgitter verzichtete der Vorstand auf einer neuerliche Erhöhung der Prognose. Das Management erwartet weiter einen Vorsteuergewinn im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich. Schon zu Jahresbeginn hatten sich die Niedersachsen wieder deutlich in die schwarzen Zahlen gekämpft und damals ihren Ausblick erhöht.

Nach früheren Angaben wird die Grundüberholung des Hochofens das Ergebnis mit rund 80 Millionen Euro in der zweiten Jahreshälfte belasten. Die Anlage wird mindestens 90 Tage lang stillstehen.

Die Rückkehr in die Gewinnzone verdankt Salzgitter vor allem eigenen Anstrengungen. Der Gewinnbeitrag aus der 25-Prozent-Beteiligung am Kupferhersteller Aurubis ging im Vergleich zum Vorjahr sogar um fast 20 Millionen auf 15 Millionen Euro zurück. Dagegen trug das harte Sparprogramm der vergangenen Jahre in den ersten sechs Monaten den Angaben zufolge mit 33 Millionen Euro zur Trendwende bei. Weitere Details zur Halbjahresbilanz will der Konzern am 13. August vorlegen.

Salzgitter kämpft seit langem mit dem durch die hohen Überkapazitäten in Europa ausgelösten Preisdruck in der Branche. Deshalb endete auch das vergangene Jahr mit einem Fehlbetrag von fast 32 Millionen Euro. Damit konnte der Konzern aber zumindest seinen Verlust begrenzen. 2013 war auch wegen hoher Abschreibungen ein Fehlbetrag von 490 Millionen Euro angefallen. Aktuell machen den Stahlunternehmen in Europa massiv gestiegene Billig-Importe aus China zu schaffen, so dass die Stahlpreise trotz der leichten wirtschaftlichen Erholung unter Druck bleiben./enl/jha/she

SALZGITTER AG O.N. Chart
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