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ROUNDUP: Lanxess erhöht Prognose - Konstruktive Gespräche zu Kautschukgeschäft

06.08.2015 um 08:35 Uhr

KÖLN (dpa-AFX) - Der ins Schlingern geratene Spezialchemiekonzern Lanxess hat nach einem starken Quartal seine Prognose für das laufende Jahr erneut angehoben. "Lanxess kommt zusehends zurück auf den richtigen Kurs", sagte Konzernchef Matthias Zachert am Donnerstag in Köln. Im zweiten Quartal sorgten eine robuste Nachfrage und Rückenwind durch die Euro-Schwäche für Schwung. Umsatz und Gewinn legten trotz Preisdruck kräftig zu. Die Neuausrichtung liege weiter voll im Plan. Mit Blick auf eine mögliche Allianz im Kautschukgeschäft befinde man sich "in sehr konstruktiven Gesprächen", sagte Zachert. Dabei dürfte es in der zweiten Jahreshälfte zu konkreten Ergebnissen kommen.

Für das laufende Jahr zeigte sich Zachert nach einem starken Quartal optimistischer. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen dürfte auf 840 bis 880 Millionen Euro klettern, nach 808 Millionen ein Jahr zuvor. Bisher lag die Latte je 20 Millionen niedriger. Der Umsatz legte im zweiten Quartal um 4,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zu. Ende Juli hatte Lanxess bereits unerwartet starke Eckdaten vorgelegt. Laut endgültigen Zahlen erhöhte sich das Ebitda vor Sondereinflüssen um 13 Prozent auf 270 Millionen Euro und der Gewinn schnellte um gut 58 Prozent auf 87 Millionen Euro in die Höhe. Die operative Marge erhöhte sich um 1 Prozentpunkt auf 12,8 Prozent.

Am Finanzmarkt kamen die Aussagen gut an. Die Aktien legten vorbörslich um knapp zwei Prozent zu. Die erhöhte Prognose komme aber nicht völlig unerwartet, schrieb DZ-Bank-Analyst Peter Spengler in einer Studie.

Mit Stellenstreichungen und einem Umbau der Produktion begegnet der Dax-Konzern mit zuletzt weltweit rund 16 300 Mitarbeitern seit dem Führungswechsel vor mehr als einem Jahr insbesondere der Schwäche im Kautschukgeschäft. Nach dem Abbau von weltweit rund 1000 Stellen in der Verwaltung im ersten Jahr setzte Zachert den Rotstift zuletzt auch in der Produktion an. Die hohe Abhängigkeit von der Auto- und Reifenindustrie hatte das Unternehmen unter Zugzwang gesetzt. Lange Zeit prägten zum Teil selbst geschaffene Überkapazitäten und sinkende Preise das Geschäft.

Zachert brach vor diesem Hintergrund mit einer Tradition und zeigte sich offen für Kooperationen. Derzeit überführe der Konzern das Kautschukgeschäft in eine eigenständige Einheit, erklärte er. "Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um das Kautschukgeschäft in eine Allianz einbringen zu können." Davon betroffen seien insgesamt 20 Produktionsstätten mit rund 3700 Mitarbeitern sowie unterstützenden Stabsfunktionen./jha/men/stb

LANXESS AG Chart
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