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ROUNDUP: 5G-Mobilfunkauktion vorbei: Firmen bezahlen 6,55 Milliarden Euro

12.06.2019 um 18:57 Uhr

MAINZ (dpa-AFX) - Die l√§ngste Auktion von deutschen Mobilfunkfrequenzen ist beendet. Die vier Provider - die Deutsche Telekom , Vodafone , Telef√≥nica und Drillisch - bezahlen f√ľr die 5G-Frequenzbl√∂cke insgesamt rund 6,55 Milliarden Euro, wie die Bundesnetzagentur am Mittwoch mitteilte. Das ist mehr als erwartet - Fachleute hatten nur mit 3 bis 5 Milliarden Euro gerechnet. Mit dem Ende der Auktion wurde ein wichtiger Meilenstein zur Einf√ľhrung der f√ľnften Mobilfunkgeneration (5G) erreicht.

Bei der Mobilfunk-Auktion 2015 waren 5,08 Milliarden Euro erl√∂st worden. Ein Grund f√ľr den h√∂heren Wert: Diesmal nahmen vier und nicht wie 2015 nur drei Netzbetreiber teil. Der Neueinsteiger Drillisch erwies sich als zahlungsfreudiger Mitbieter. Das Geld geht an den Bund, der es in die Digitalisierung stecken will.

Am meisten zahlt die Deutsche Telekom, und zwar rund 2,17 Milliarden Euro. Vodafone zahlt 1,88 Milliarden Euro und Telefónica 1,42 Milliarden Euro. Drillisch muss 1,07 Milliarden Euro berappen - die Tochterfirma des rheinland-pfälzischen Konzerns United Internet hat bisher kein eigenes Netz, stattdessen nutzt sie bisher die Antennen der Konkurrenz. Versteigert wurden Blöcke im 2-Gigahertz- und im 3,6-Gigahertz-Frequenzbereich. Die 2-Gigahertz-Blöcke waren deutlich teurer, da man in diesem Frequenzbereich höhere Reichweiten erzielen kann. Diese Blöcke sind allerdings erst ab 2021 oder sogar erst ab 2026 nutzbar.

Der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, sprach nach dem Ende der Auktion von einem "Startschuss f√ľr 5G in Deutschland". "Ich freue mich, dass vier Unternehmen Frequenzen ersteigert haben und beim 5G-Netzausbau in Wettbewerb treten", erkl√§rte der Beh√∂rdenchef. "Die Frequenzen sollen nicht nur f√ľr den neuen Mobilfunkstandard 5G, sondern auch f√ľr eine bessere Mobilfunkabdeckung in Deutschland eingesetzt werden." Die Versteigerung war durchgef√ľhrt worden an dem Mainzer Technikstandort der Bonner Regulierungsbeh√∂rde.

Das Wettbieten war umk√§mpft: Mit XY Runden in mehr als 12 Wochen war es die l√§ngste Frequenzauktion in Deutschland, die jemals stattfand. Der bisherige H√∂chstwert ist von 2010, als die Versteigerung nach knapp sechs Wochen und 224 Runden vorbei war. Damals kamen aber nur 4,4 Milliarden Euro in die Staatskasse. Finanziell unerreicht ist die erste gro√üe Mobilfunkauktion aus dem Jahr 2000 f√ľr UTMS-Frequenzen (3G), als umgerechnet 50,8 Milliarden Euro erl√∂st wurden. Im Nachhinein war das zu viel, da die teils hoch verschuldeten Firmen danach nicht mehr genug Geld hatten f√ľr einen umfassenden Netzausbau. Funkl√∂cher von damals bestehen mancherorts bis heute.

Das K√ľrzel 5G steht f√ľr die 5. Mobilfunkgeneration. Der Standard ist der Nachfolger von 4G, auch LTE genannt. 5G ist wesentlich schneller im Download und verf√ľgt √ľber eine geringere Reaktionszeit (Latenz) - Daten werden praktisch in Echtzeit verarbeitet.

Dies ist immens wichtig f√ľr Zukunftstechnik f√ľr das autonome Fahren oder die Telemedizin - Ger√§te reagieren also praktisch ohne Verz√∂gerung auf Anweisungen. Dadurch bremst ein Auto schnell genug, wenn ein vorausfahrendes Fahrzeug in einer Kurve ins Rutschen kommt - und diese Info an den Verkehr hinter sich weitergibt. Zudem k√∂nnte ein Chirurg dank 5G aus der Ferne √ľbers Internet Operationen durchf√ľhren. Auch f√ľr die Industrie ist 5G wichtig, weil dadurch Maschinen vernetzt werden und Produktionsabl√§ufe effizienter werden./wdw/DP/jha

VODAFONE GROUP PLC Chart
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