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Aktien Frankfurt: Dax-Anleger halten nach Rally die Füße still

19.06.2019 um 12:06 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich nach dem massiven Kurssprung des Dax am Mittwoch erst einmal etwas zurückgehalten: Der Leitindex bewegte sich im Handelsverlauf nur wenig und legte bis zum Mittag um 0,08 Prozent auf 12 341,69 Punkte zu.

Lockere geldpolitische Signale des EZB-Präsidenten Mario Draghi hatten am Dienstag geholfen, das Ruder herumzureißen und den anfangs schwächelnden Dax nach oben zu katapultieren. Draghi hatte eine weitere Lockerung in Aussicht gestellt, sollte sich der Wirtschaftsausblick nicht verbessern und die Inflation im Euroraum nicht anziehen.

In der Folge sackten die Renditen von Staatsanleihen deutlich ab - die der zehnjährigen Bundesanleihen auf ein Rekordtief und die ihrer US-Pendants auf den tiefsten Stand seit August 2017. Damit gibt es weiter gute Argumente für Aktieninvestments. Für viele Anleger fehlen schlicht die Alternativen.

Der MDax , in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, fiel zur Wochenmitte um 0,22 Prozent auf 25 548,84 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wiederum bewegte sich kaum vom Fleck.

Am Mittwoch steht nun die US-Notenbank im Fokus. Experten halten es für wahrscheinlich, dass die Fed verbal eine Zinswende vorbereiten wird. So rechnet Ökonomin Charlotte Heck-Parsch von der Landesbank BayernLB damit, dass die Notenbanker nicht mehr davon sprechen, dass sie mit Blick auf weitere Zinsentscheidungen "geduldig" bleiben.

Derweil lasse ein Blick auf die Kurse der weltweiten Indizes eigentlich nicht den Schluss zu, dass Anleger euphorisch sind, schrieb Marktanalyst Clemens Schmale vom Finanzportal GodmodeTrader: "In den USA befinden sich die Kurse zwar in der Nähe der Allzeithochs, doch höher als vor anderthalb Jahren sind sie deswegen trotzdem nicht." Daran ändere auch die Hoffnung wenig, dass nicht nur die Fed, sondern auch die Europäische Zentralbank die Geldpolitik lockern könnte.

Hierzulande litten Immobilienwerte weiter darunter, dass sich der rot-rot-grüne Senat in Berlin am Dienstag auf das Eckpunktepapier für einen Mietendeckel in der Hauptstadt für fünf Jahre geeinigt hatte. Das Gesetz soll spätestens im Januar 2020 in Kraft treten. So büßten die Papiere von Vonovia am Dax-Ende rund 3 Prozent ein.

Den Adidas-Papieren ging nach dem Sprung auf ein weiteres Rekordhoch erst einmal die Luft aus: Die Anteilsscheine fielen um mehr als 1 Prozent. Der Sportartikelhersteller verlor nach einem Urteil des EU-Gerichts das Recht an einer seiner Drei-Streifen-Marken.

Auch die zuletzt ebenfalls erfolgsverwöhnten Aktionäre des Medizintechnikunternehmens Carl Zeiss Meditec mussten einen Dämpfer hinnehmen: Nach einem skeptischen Analysten-Kommentar sackten die Anteilsscheine am MDax-Ende um gut 5 Prozent ab. Anleger unterschätzen bei dem Unternehmen aus Jena die Risiken im Falle eines Konjunkturabschwungs, hieß es von den Experten der Bank of America Merrill Lynch.

Die schon lange angeschlagenen Papiere des Einzelhandelskonzerns Steinhoff rutschten nach der Bekanntgabe schwacher Geschäftszahlen um mehr als 7 Prozent ab und bildeten damit das Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax . Steinhoff hatte Ende 2017 diverse Bilanzprobleme öffentlich gemacht./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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