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Gewerkschaft fordert Anhebung des Mindestlohns am Bau

25.06.2019 um 16:41 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft IG BAU fordert höhere Branchenmindestlöhne für die Beschäftigten am Bau. Die Bundestarifkommission habe angesichts des Immobilienbooms für eine "kräftige Anhebung" gestimmt, teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt am Dienstag in Frankfurt mit. Man habe bewusst keine konkrete Prozentzahl benannt. Die Beschäftigten erlebten den Boom täglich auf den Baustellen, erklärte der stellvertretende Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. "Es ist selbstverständlich, dass sie eine Beteiligung an der Entwicklung fordern."

Derzeit gilt im Bauhauptgewerbe ein bundesweiter Branchenmindestlohn von 12,20 Euro je Stunde. Für Facharbeiter im Westen haben Arbeitgeber und Gewerkschaften zudem eine höhere Mindestvergütung von 15,20 Euro vereinbart - diese Stufe fehlt in Ostdeutschland. Die IG BAU will den Branchenmindestlohn 2 nun auch im Osten verankern, wo nur wenige Unternehmen tarifgebunden sind.

Der Mindestlohn spiele im Osten daher eine sehr große Rolle über alle Qualifikationsstufen hinweg, erklärte Bundesvorstandsmitglied Carsten Burckhardt. Gedacht sei er aber nur für Helfertätigkeiten. Davon gibt es in der Praxis nur wenige. "Ohne zweiten Mindestlohn für Facharbeiter wird deren Leistung nicht wertgeschätzt."

Der aktuelle Mindestlohn-Tarifvertrag im Bauhauptgewerbe läuft noch bis Jahresende. Am 30. August starten die Verhandlungen mit dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) in Wiesbaden./als/DP/stw

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