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Lloyds stoppt Aktienrückkauf wegen zusätzlicher Schadenersatzzahlungen

09.09.2019 um 09:43 Uhr

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Großbank Lloyds setzt wegen zusätzlicher Schadenersatzzahlungen an Kreditnehmer den Rückkauf eigener Aktien aus. Die Bank rechne mit einer weiteren Risikovorsorge im dritten Quartal in Höhe von 1,2 bis 1,8 Milliarden britischen Pfund (1,3 bis 2 Mrd Euro), teilte Lloyds am Montag in London mit. Dies sei eine erste Berechnung und noch ungeprüft.

Der Vorstand habe deshalb beschlossen, das für 2019 beschlossene Aktienrückkaufprogramm nicht fortzusetzen, hieß es weiter. Demnach würden etwa 600 Millionen britische Pfund aus dem bis zu 1,75 Milliarden Pfund schweren Rückkauf nicht mehr dafür verwendet werden.

Ende Juni hatte sich die Gesamtrechnung für Lloyds im Skandal um unnötig verkaufte Restschuldversicherungen beim Abschluss eines Kredits (Payment Protection Insurance - PPI) bereits auf rund 20 Milliarden Pfund summiert. Von solchen Schadenersatzzahlungen an Kunden sind im Rahmen des Skandals praktisch alle britischen Banken betroffen.

Lloyds ist aber das Haus mit der höchsten Summe. Der Skandal belastet die britische Finanzindustrie schon seit vielen Jahren und ist immer noch nicht ganz abgearbeitet. Kunden hatten bis August Zeit, um ihre Ansprüche geltend zu machen./mne/kro/jha/

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