Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA
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DGAP-News: Fresenius Medical Care erzielt auch im dritten Quartal starkes organisches Wachstum (deutsch)

29.10.2019 um 07:04 Uhr

Fresenius Medical Care erzielt auch im dritten Quartal starkes organisches Wachstum

^
DGAP-News: Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA / Schlagwort(e):
Quartalsergebnis
Fresenius Medical Care erzielt auch im dritten Quartal starkes organisches
Wachstum

29.10.2019 / 07:04
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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- Anhaltend starkes organisches Umsatzwachstum in allen Regionen

- Rekordwachstum in der Heimdialyse in Nordamerika

- Verbessertes Ergebniswachstum trotz negativer ESCO-Effekte

- Initiativen zur Kostenoptimierung auf Kurs

- Ausblick 2019 bestätigt

Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care, sagte:
"Fresenius Medical Care ist auch im dritten Quartal stabil gewachsen. Unser
operatives Geschäft entwickelt sich weiter wie geplant. Wir arbeiten
erfolgreich daran, noch mehr Patientinnen und Patienten noch bessere und
individuellere Behandlungsmöglichkeiten zu bieten. In Nordamerika konnten
wir dank der erfolgreichen Einführung und Vermarktung der
NxStage-Produktpalette ein Rekordwachstum bei der Zahl der
Heimdialysepatienten verzeichnen. Unser speziell für Schwellenmärkte
entwickeltes Dialysegerät 4008A haben wir erfolgreich im wichtigen
Wachstumsmarkt China eingeführt. Auf Basis unseres anhaltenden organischen
Umsatzwachstums und eines weiter beschleunigten Ergebniswachstums bestätigen
wir trotz der Anfang des Jahres nicht absehbaren negativen ESCO-Effekte
unseren Ausblick für das laufende Jahr."

Kennzahlen (IFRS)

In Mio EUR Q3 Q3 Wac- Wach- Q1-3 Q1-3 Wac- Wach-
2019 2018 hs-- s-tu- 2019 2018 hs-- s-tu-
tum m, tum m,
wb wb
Umsatz Umsatz 4.419 4.058 9 % 6 % 12.897 12.24- 5 % 1 %
bereinigt[1][1] 1. 4.375 4.051 8 % 5 % 12.784 7 9 % 5 %
#footnote_1 11.73-
1
Operatives Ergebnis 595 527 13 9 % 1.653 2.425 -32 -35
(EBIT) EBIT 599 592 % 1 -3 % 1.641 1.656 % % -5
bereinigt1 % -1 %
%
Konzernergebnis[1][- 333 285 17 12 % 857 1.557 -45 -47
2] Konzernergebnis 363 343 % 6 2 % 961 946 % 2 % -3
bereinigt1,2 1. % % %
#footnote_2
Ergebnis je Aktie 1,10 0,93 19 14 % 2,82 5,08 -44 -47
(EUR) % % %
Ergebnis je Aktie 1,21 1.12 8 % 4 % 3,16 3,09 2 % -2 %
bereinigt1
wb = währungsbereinigt

Rekordwachstum in der Heimdialyse in Nordamerika

In den ersten sieben Monaten nach der Übernahme von NxStage Medical Inc.
verzeichnete Fresenius Medical Care in Nordamerika ein Rekordwachstum in der
Heimdialyse und behandelt mittlerweile rund 25.000 Patienten zu Hause. Von
März bis September 2019 wuchs die Zahl der Dialysebehandlungen im häuslichen
Umfeld neunmal so stark wie die der Behandlungen in Dialysezentren. Im
Rahmen der Initiative von Fresenius Medical Care zur Förderung der
Heimdialyse sind neben der NxStage-Akquisition Trainingseinrichtungen,
Schulungen und Vertrieb wichtige Investitionsbereiche.

Markteinführung in China: Dialysegerät 4008A

Im September 2019 hat Fresenius Medical Care das Dialysegerät 4008A in China
auf den Markt gebracht und damit eine wichtige Grundlage für die weitere
Erschließung des weltweit am schnellsten wachsenden Dialysemarktes gelegt.
Die 4008A ist speziell darauf ausgelegt, hohe Qualitätsstandards zu erfüllen
und gleichzeitig die Kosten für die Gesundheitssysteme zu senken, um den
Bedürfnissen in Schwellenländern gerecht zu werden. Fresenius Medical Care
engagiert sich in der Initiative "Gesundes China 2030" der chinesischen
Regierung, zu der auch die Entwicklung professioneller Dialysezentren
gehört. Das Unternehmen konzentriert sich auf den Ausbau der
Produktionskapazitäten, der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie
auf das Dienstleistungsgeschäft. Fresenius Medical Care plant, in den
nächsten fünf Jahren ein Netzwerk von rund 100 Standorten in China
aufzubauen.

Anhaltend starkes organisches Umsatzwachstum

Der Umsatz im dritten Quartal 2019 stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal
um 9 % (+6 % währungsbereinigt) und betrug 4.419 Mio EUR. Das organische
Umsatzwachstum war mit 5 % weiterhin stark. Bereinigt um den Effekt der IFRS
16-Einführung und den Beitrag von NxStage stieg der Umsatz um 8 % (+5 %
währungsbereinigt) auf 4.375 Mio EUR.

Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen stieg um 7 % auf 3.492 Mio EUR
(+4 % währungsbereinigt), was im Wesentlichen auf organisches
Behandlungswachstum (Volumenwachstum), Akquisitionen und mehr
Behandlungstage zurückzuführen ist. Teilweise kompensiert wurden diese
Entwicklungen durch eine Anpassung der Umsatzrealisierung in Höhe von 84 Mio
EUR [3] für rechtlich strittige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie durch geschlossene oder verkaufte Dialysezentren. Der Umsatz mit
Gesundheitsprodukten stieg um 16 % auf 927 Mio EUR (+13 %
währungsbereinigt), vor allem aufgrund höherer Umsätze mit Produkten für die
Heim-Hämodialyse (unterstützt durch die erfolgreiche Einführung und
Vermarktung der NxStage-Produktpalette), Dialysatoren sowie
Hämodialyselösungen und -konzentraten. Teilweise gegenläufig wirkte sich ein
geringerer Umsatz mit Dialysegeräten aus.

In den ersten neun Monaten 2019 stieg der Umsatz um 5 % auf 12.897 Mio EUR
(+1 % währungsbereinigt). Bereinigt um die Effekte der NxStage-Akquisition,
der Einführung von IFRS 16 und des Beitrags aus dem Verkauf von Sound
Physicians, Inc. im Jahr 2018 stieg der Umsatz um 9 % (+5 %
währungsbereinigt) auf 12.784 Mio EUR. Das organische Gesamtumsatzwachstum
betrug in den ersten neun Monaten 5 %. Der Umsatz mit
Gesundheitsdienstleistungen stieg um 4 % (währungsbereinigt unverändert),
der Umsatz mit Gesundheitsprodukten um 10 % (+8 % währungsbereinigt).

Dynamisches Ergebniswachstum

Im dritten Quartal 2019 stieg das operative Ergebnis (EBIT) um 13 % auf 595
Mio EUR (+9 % währungsbereinigt). Dies entspricht einer operativen Marge von
13,5 % nach 13,0 % im Vorjahresquartal. Die Gründe für die verbesserte
Profitabilität waren hauptsächlich der positive Effekt von im Vorjahr
gebildeten Rückstellungen für Kosten im Zusammenhang mit
FCPA-Untersuchungen, der Effekt aus der Bewertung der Beteiligung an
Humacyte, Inc. zum beizulegenden Zeitwert und gestiegene Verordnungen oral
zu verabreichender Zusatzmedikamente mit höheren Margen. Dies wurde
teilweise kompensiert durch höhere Personalkosten, eine Anpassung der
Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie den Effekt aus einer Reduzierung der dem ESCO-Programm
zugeordneten Patienten und einer sinkenden Kosteneinsparungsrate, basierend
auf in Diskussion befindlichen Berichten zu aktuellen und vorherigen
Programmjahren ("ESCO-Effekt"). Der bereinigte EBIT stieg um 1 % auf 599 Mio
EUR (-3 % währungsbereinigt). Eine detaillierte Überleitungsrechnung finden
Sie in der Tabelle im Anhang. Auf bereinigter Basis sank die operative Marge
von 14,6 % auf 13,7 %.

In den ersten neun Monaten 2019 sank der EBIT um 32 % auf 1.653 Mio EUR (-35
% währungsbereinigt). Der wichtigste Grund für diesen Rückgang war der
positive Beitrag aus dem Verkauf von Sound Physicians, Inc im Vorjahr. Auf
bereinigter Basis sank der EBIT um 1 % (-5 % währungsbereinigt).

Das Konzernergebnis2 stieg im dritten Quartal 2019 um 17 % auf 333 Mio EUR
(+12 % währungsbereinigt). Das bereinigte Konzernergebnis2 stieg um 6 % (+2
% währungsbereinigt), hauptsächlich aufgrund geringerer Finanzierungskosten.
Eine detaillierte Überleitungsrechnung finden Sie in der Tabelle im Anhang.

In den ersten neun Monaten 2019 ging das Konzernergebnis um 45% auf 857 Mio
EUR
(-47 % währungsbereinigt) zurück. Auch hier war der Hauptgrund der positive
Beitrag aus dem Verkauf von Sound Physicians, Inc im Vorjahr. Auf
bereinigter Basis stieg das Konzernergebnis um 2 % an (-3 %
währungsbereinigt).

Basierend auf einer durchschnittlich gewichteten Zahl ausstehender Aktien
von rund 301,4 Mio Aktien stieg das Ergebnis je Aktie (EPS) um 19 % auf 1,10
EUR (+14 % währungsbereinigt). Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 1,21
EUR, was einem Anstieg von 8 % (+4 % währungsbereinigt) entspricht. Das
aktuelle Aktienrückkaufprogramm unterstützte diese Entwicklung.

Negativer Effekt aus ESCOs - Berichte in Diskussion

Der ESCO-Effekt hat sich im dritten Quartal 2019 mit 46 Mio EUR (-44 Mio EUR
währungsbereinigt) negativ auf den Umsatz sowie den EBIT ausgewirkt. Das
Konzernergebnis reduzierte sich aufgrund des Effektes um 33 Mio EUR (-31 Mio
EUR währungsbereinigt).
In den ersten neun Monaten 2019 sank der Umsatz wie auch der EBIT um 87 Mio
EUR
(-82 Mio EUR währungsbereinigt). Der Effekt reduzierte das Konzernergebnis
um 60 Mio EUR (-56 Mio EUR währungsbereinigt) gegenüber dem vergleichbaren
Vorjahreszeitraum.

Gesundes Wachstum der Dialysedienstleistungen in allen Segmenten

Der Umsatz in Nordamerika, der 70 % des Gesamtumsatzes ausmacht, stieg im
dritten Quartal 2019 um 8 % auf 3.073 Mio EUR (+3 % währungsbereinigt). Das
organische Umsatzwachstum betrug 3 %. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen
stieg um 8 % auf 2.522 Mio EUR (+4 % währungsbereinigt), hauptsächlich
aufgrund eines organischen Behandlungswachstums (Volumenwachstum) von 3 %,
eines organischen Umsatzwachstums je Behandlung, von Beiträgen aus
Akquisitionen und mehr Behandlungstagen, teilweise kompensiert durch die
Anpassung der Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen. Gleichzeitig sank der Umsatz im
Versorgungsmanagement um 9 % auf 273 Mio EUR (-13 % währungsbereinigt)
aufgrund geringeren organischen Umsatzwachstums, auch durch den ESCO-Effekt,
sowie aufgrund des Verkaufs von MedSpring-Urgent-Care-Zentren in den USA.
Diese Effekte wurden teilweise kompensiert durch Beiträge aus Akquisitionen.
Daraus resultiert ein Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen von 2.795 Mio
EUR. Dies entspricht einem Anstieg von 6 % (+2 % währungsbereinigt).

Kennzahlen Nordamerika

In Mio EUR Q3 Q3 Wach- Wach- Q1-3 Q1-3 Wach- Wach-
2019 2018 stum stum- 2019 2018 stum stum-
, wb , wb
Umsatz Umsatz 3.073 2.843 8 % 3 % 9.021 8.589 5 % -1 %
bereinigt 3.029 2.836 7 % 2 % 8,908 8.073 10 % 4 %
EBIT 477 525 -9 % -13 1.279 2.173 -41 -44
EBIT-Marge 15,5 18,5 -- % -- 14,2 % 25,3 % % -- % --
EBIT bereinigt % 485 % 515 -6 % -10 1.280 1.329 -4 % -9 %
EBIT-Marge 16,0 18,2 -- % -- 14,4 % 16,5 % -- --
bereinigt % %
Die Zahlen in der Tabelle beinhalten den ESCO-Effekt.

In den USA sank der durchschnittliche Erlös je Behandlung im Vergleich zum
Vorjahresquartal um 9 US-Dollar auf 347 US-Dollar (-3 %). Diese Entwicklung
ist im Wesentlichen auf die Anpassung der Umsatzrealisierung für rechtlich
strittige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Die Kosten je Behandlung stiegen bereinigt um den Effekt der Einführung von
IFRS 16 von 290 US-Dollar im Vorjahresquartal auf 292 US-Dollar (+1 %) im
dritten Quartal 2019. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere
Personalkosten und die Akquisition von NxStage zurückzuführen. Teilweise
gegenläufig wirkten sich niedrigere Kosten bestimmter medizinischer
Verbrauchsmaterialen aus.

Der Umsatz mit Gesundheitsprodukten stieg im dritten Quartal um 30 % auf 278
Mio EUR (+24 % währungsbereinigt, +10 % organisch). Hauptgründe hierfür
waren höhere Umsätze mit Produkten für die Heim-Hämodialyse (unterstützt
durch die erfolgreiche Einführung und Vermarktung der
NxStage-Produktpalette) und mit Dialysemedikamenten und Dialysatoren.
Teilweise gegenläufig wirkten geringere Umsätze mit Dialysegeräten,
hauptsächlich durch Änderungen in der bilanziellen Behandlung von
Sale-and-Lease-Back-Transaktionen aufgrund der Einführung von IFRS 16.

Das operative Ergebnis (EBIT) in Nordamerika sank um 9 % auf 477 Mio EUR
(-13 % währungsbereinigt). Die operative Marge verbesserte sich von 14,0 %
im zweiten Quartal auf 15,5 % im dritten Quartal 2019, lag aber 3,0
Prozentpunkte unter dem Wert des dritten Quartals 2018. Die operative Marge
im Dialysegeschäft sank um 1,3 Prozentpunkte auf 17,9 %. Dies ist im
Wesentlichen auf höhere Personalkosten, eine Anpassung der
Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, einen negativen Vorjahreseffekt aus einer geschlossenen
Vereinbarung für bestimmte Medikamente, Kosten in Zusammenhang mit dem
Kostenoptimierungsprogramm sowie die Integrations- und Betriebskosten im
Zusammenhang mit NxStage zurückzuführen. Dies wurde teilweise ausgeglichen
durch den Effekt der Bewertung der Beteiligung an Humacyte, Inc. zum
beizulegenden Zeitwert und einen positiven Effekt aus gestiegenen
Verordnungen oral zu verabreichender Zusatzmedikamente mit vorteilhaften
Margen. Die operative Marge im Versorgungsmanagement sank um 20,4
Prozentpunkte, hauptsächlich aufgrund des ESCO-Effekts, geringerer Erträge
aus der Veräußerung von Aktivitäten im Versorgungsmanagement und geringerer
Margen bei oral verabreichten Zusatzmedikamenten. Teilweise ausgeglichen
wurden diese Entwicklungen durch eine größere Anzahl an Dienstleistungen im
Bereich der Gefäßchirurgie.

In den ersten neun Monaten 2019 stieg der Umsatz in Nordamerika um 5 % auf
9.021 Mio EUR (-1 % währungsbereinigt, +4 % organisch). Auf bereinigter
Basis stieg der Umsatz um 10 % (+4 % währungsbereinigt) von 8.073 Mio EUR
auf 8.908 Mio EUR. Die operative Marge sank von 25,3 % in den ersten neun
Monaten des Vorjahres auf 14,2 %. Auf bereinigter Basis sank die operative
Gewinnmarge von 16,5 % auf 14,4 %.

Zum 30. September 2019 behandelte Fresenius Medical Care 209.633
Patientinnen und Patienten (+4 %) in 2.585 Dialysezentren (+4 %) in
Nordamerika. Die Zahl der Dialysebehandlungen stieg in den ersten neun
Monaten um 4 %.

Der Umsatz in der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) stieg im
Vergleich zum Vorjahresquartal um 10 % auf 683 Mio EUR (+9 %
währungsbereinigt, +9 % organisch) aufgrund einer positiven
Geschäftsentwicklung sowohl bei Gesundheitsdienstleistungen als auch bei
Gesundheitsprodukten. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen stieg um 9
% (+8 % währungsbereinigt). Gründe hierfür waren organisches
Behandlungswachstum, organisches Umsatzwachstum je Behandlung, Beiträge aus
Akquisitionen und mehr Behandlungstage. Teilweise kompensiert wurden diese
Entwicklungen durch geschlossene oder verkaufte Dialysezentren. Das
Umsatzwachstum bei Gesundheitsprodukten betrug 11 % (+10 %
währungsbereinigt), hauptsächlich aufgrund höherer Umsätze mit
Dialyseprodukten (Dialysatoren, Blutschlauchsysteme sowie
Hämodialyselösungen und -konzentrate) in Höhe von 11 % (+10 %
währungsbereinigt).

Der Umsatz mit nicht-dialysebezogenen Produkten stieg gegenüber dem
Vorjahresquartal um 14 % (+14 % währungsbereinigt) auf 20 Mio EUR.

Das operative Ergebnis (EBIT) in der Region EMEA stieg im dritten Quartal
2019 um 14 % auf 100 Mio EUR (+14 % währungsbereinigt). Die operative Marge
betrug 14,6 %. Dies entspricht einer Steigerung von 0,5 Prozentpunkten
gegenüber dem Vorjahresquartal. Diese Verbesserung wurde hauptsächlich durch
höhere Produktumsätze und günstige Währungseffekte verursacht, die teilweise
durch höhere Wertberichtigungen auf Forderungen und höhere Personalkosten in
einigen Ländern ausgeglichen wurden.

In den ersten neun Monaten 2019 stieg der Umsatz in der Region EMEA um 4 %
(+4 % währungsbereinigt, +4 % organisch) auf 1.984 Mio EUR. Das operative
Ergebnis stieg um 11% (+11 % währungsbereinigt) auf 334 Mio EUR. Die
verbesserte Profitabilität resultiert hauptsächlich aus einer nun geringeren
ausstehenden variablen Kaufpreisverbindlichkeit im Zusammenhang mit Xenios
im ersten Quartal 2019, einem positiven Effekt aus Akquisitionen und einem
positiven Ausgang eines Rechtsstreits. Teilweise wurden diese Effekte
ausgeglichen durch höhere Wertberichtigungen auf Forderungen sowie erhöhte
Personalkosten in einigen Ländern.

Zum 30. September 2019 behandelte Fresenius Medical Care in 784
Dialysezentren
(+2 %) in der Region EMEA 66.259 Patientinnen und Patienten (+3 %). Die Zahl
der Dialysebehandlungen stieg in den ersten neun Monaten um 3 %.

Der Umsatz in der Region Asien-Pazifik stieg im dritten Quartal um 13 % auf
475 Mio EUR (+9 % währungsbereinigt, +8 % organisch), hauptsächlich aufgrund
einer positiven Geschäftsentwicklung sowohl bei Gesundheitsdienstleistungen
als auch bei Gesundheitsprodukten. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen
stieg um 13 % auf 159 Mio EUR (+7 % währungsbereinigt) aufgrund organischem
Behandlungswachstums, Beiträgen aus Akquisitionen und mehr Behandlungstagen,
gegenläufig wirkten geschlossene oder verkaufte Dialysezentren. Der Umsatz
im Versorgungsmanagement stieg um 20 % auf 64 Mio EUR (+16 %
währungsbereinigt), hauptsächlich aufgrund organischen Umsatzwachstums und
Beiträgen aus Akquisitionen. Insgesamt stieg der Umsatz mit
Gesundheitsdienstleistungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 15 % (+9 %
währungsbereinigt) auf 223 Mio EUR. Der Umsatz mit Gesundheitsprodukten
stieg um 11 % (+9 % währungsbereinigt) aufgrund gestiegener Umsätze mit
Dialysatoren, Blutschlauchsystemen sowie Hämodialyselösungen und
-konzentraten. Teilweise ausgeglichen wurden diese Entwicklungen durch
geringere Umsätze mit Dialysegeräten.

Das operative Ergebnis (EBIT) in der Region Asien-Pazifik wuchs deutlich um
36 % (+32 % währungsbereinigt) auf 90 Mio EUR. Dies entspricht einer
operativen Marge von 19,0 %, eine Steigerung um 3,3 Prozentpunkte gegenüber
dem dritten Quartal 2018. Diese verbesserte Profitabilität ist auf
Geschäftswachstum und günstige Fremdwährungseffekte zurückzuführen, die
teilweise durch Akquisitionen mit niedrigeren Margen sowie Anlaufkosten und
betriebliche Aufwendungen im Versorgungsmanagement ausgeglichen wurden.

In den ersten neun Monaten 2019 stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik
um 10 % auf 1.360 Mio EUR (+7 % währungsbereinigt, +7 % organisch). Das
operative Ergebnis stieg um 17 % auf 254 Mio EUR (+14 % währungsbereinigt).

Zum 30. September 2019 behandelte Fresenius Medical Care in 401
Dialysezentren (+3 %) in der Region Asien-Pazifik 32.239 Patientinnen und
Patienten (+3 %). Die Zahl der Dialysebehandlungen stieg in den ersten neun
Monaten um 5 %.

In der Region Lateinamerika stieg der Umsatz um 7 % auf 182 Mio EUR (+20 %
währungsbereinigt). Das organische Umsatzwachstum betrug 15 %. Der Umsatz
mit Gesundheitsdienstleistungen wuchs um 8 % und betrug 131 Mio EUR (+26 %
währungsbereinigt). Der währungsbereinigte Anstieg resultierte aus
organischem Umsatzwachstum je Behandlung, Beiträgen aus Akquisitionen,
organischem Behandlungswachstum und mehr Behandlungstagen.

Der Umsatz mit Gesundheitsprodukten wuchs um 3 % (+5 % währungsbereinigt),
hauptsächlich aufgrund eines gestiegenen Umsatzes mit Hämodialyselösungen
und
-konzentraten sowie Dialysegeräten, teilweise ausgeglichen durch geringere
Umsätze mit Dialysatoren.

Das operative Ergebnis (EBIT) in der Region Lateinamerika betrug 11 Mio EUR
nach -1 Mio EUR im Vorjahresquartal. Die operative Marge lag bei 5,8 % nach
-0,9 % im Vorjahresquartal. Dies ist vor allem auf eine Erhöhung der
Erstattungssätze zurückzuführen, die inflationsbedingte Kosten abmildern.

In den ersten neun Monaten 2019 stieg der Umsatz in Lateinamerika um 2 % auf
516 Mio EUR (+20 % währungsbereinigt). Das operative Ergebnis stieg um 17 %
(währungsbereinigt unverändert) auf 28 Mio EUR. Dies entspricht einer
operativen Marge von 5,4 % gegenüber 4,7 % in den ersten neun Monaten 2018.

Zum 30. September 2019 behandelte Fresenius Medical Care in 233
Dialysezentren (+3 %) in der Region Lateinamerika 34.357 Patientinnen und
Patienten (+7 %). Die Zahl der Dialysebehandlungen stieg in den ersten neun
Monaten um 6 %.

Die Nettozinsaufwendungen stiegen im dritten Quartal um 38 % auf 105 Mio EUR
(+33 % währungsbereinigt). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die
Einführung von IFRS 16, einen höheren Verschuldungsgrad und die Zinserträge
aus der Anlage der Erlöse aus dem Verkauf von Sound Physicians, Inc. im
Vorjahresquartal zurückzuführen, teilweise ausgeglichen durch die Ablösung
von im Jahr 2018 zurückgezahlten hochverzinslichen Anleihen durch
Schuldtitel mit niedrigerem Zinssatz.

Die Ertragssteuern sanken im dritten Quartal 2019 um 3 % auf 98 Mio EUR, was
einer effektiven Steuerquote von 20,2 % nach 22,7 % im Vorjahresquartal
entspricht. Diese Verbesserung ist im Wesentlichen auf die Auswirkungen der
steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen des Vorjahres, hauptsächlich im
Zusammenhang mit den FCPA-Untersuchungen sowie auf Informationskampagnen zu
U.S.-Referenden zurückzuführen. Dies wurde teilweise kompensiert durch die
positiven Auswirkungen der US-Steuerreform im Vorjahr.

Starke Cash-Flow-Entwicklung

Im dritten Quartal 2019 erwirtschaftete Fresenius Medical Care einen
operativen Cashflow von 868 Mio EUR nach 753 Mio EUR im Vorjahresquartal.
Dies entspricht 19,7 % des Umsatzes nach 18,6 % im Vorjahresquartal. Der
Anstieg ist im Wesentlichen auf die Einführung von IFRS 16 zurückzuführen,
die zu einer Umgliederung der Tilgungskomponente der Mietzahlungen in die
Finanzierungstätigkeit geführt hat. Die Forderungslaufzeiten verringerten
sich auf 73 Tage nach 77 Tagen zum 30. Juni 2019. Der Free Cash Flow
(Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, nach Investitionen in
Sachanlagen, vor Akquisitionen und Beteiligungen) betrug 584 Mio EUR nach
496 Mio EUR im Vorjahresquartal. Das entspricht 13,2 % des Umsatzes nach
12,2 % im Vorjahresquartal.

Ausblick [4], [5]

Fresenius Medical Care erwartet für das Geschäftsjahr 2019 ein bereinigtes
Umsatzwachstum zwischen 3 und 7 %. Das bereinigte Konzernergebnis2 soll sich
innerhalb der Bandbreite von -2 bis 2 % entwickeln. Das Unternehmen hatte
bereits darauf hingewiesen, dass das bereinigte Konzernergebnis2
voraussichtlich am unteren Ende des Prognosekorridors liegen wird.

Für 2020 erwartet Fresenius Medical Care, dass sowohl der bereinigte Umsatz
als auch das bereinigte Konzernergebnis mit einer mittleren bis hohen
einstelligen Rate wachsen werden.

Um die geschäftliche Entwicklung in den entsprechenden Zeiträumen
vergleichbar zu machen, wurden und werden die Ziele 2019 und 2020 sowie die
Basis 2018 bereinigt um Effekte wie etwa Kosten im Zusammenhang mit
FCPA-Untersuchungen, die Einführung von IFRS 16, den Beitrag von Sound
Physicians, Inc. im ersten Halbjahr 2018, den Gewinn (Verlust) im
Zusammenhang mit Veräußerungen im Versorgungsmanagement sowie Aufwendungen
für die Umsetzung des Kostenoptimierungsprogramms. Sämtliche Effekte aus der
Übernahme von NxStage Medical Inc. sind in den Zielen für 2019 und 2020
nicht berücksichtigt.

Anzahl der Beschäftigten gestiegen

Zum 30. September 2019 beschäftigte Fresenius Medical Care weltweit 120.734
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeitkräfte), verglichen mit 112.134
Beschäftigten zum 30. September 2018. Dieser Anstieg von 8 % ist
hauptsächlich auf die Akquisition von NxStage zurückzuführen.

Telefonkonferenz

Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse des dritten Quartals 2019
findet am heutigen Dienstag, 29. Oktober 2019, um 15.30 Uhr MEZ eine
Telefonkonferenz für Investoren und Analysten statt. Die Telefonkonferenz
können Sie live auf der Website von Fresenius Medical Care
www.freseniusmedicalcare.com/de unter "Investoren" verfolgen. Nach der
Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung dort zur Verfügung.

Eine Übersicht über die Ergebnisse des dritten Quartals und der ersten neun
Monate des Jahres 2019 finden Sie im Anhang.

Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und
Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, von denen sich
weltweit etwa 3,4 Millionen regelmäßig einer Dialysebehandlung unterziehen.
In einem Netz aus 4.003 Dialysezentren betreut das Unternehmen weltweit
342.488 Dialysepatientinnen und -patienten. Fresenius Medical Care ist zudem
der führende Anbieter von Dialyseprodukten wie Dialysegeräten und
Dialysefiltern. Ergänzende medizinische Dienstleistungen rund um die Dialyse
bündelt das Unternehmen im Bereich Versorgungsmanagement. Fresenius Medical
Care ist an der Börse Frankfurt (FME) und an der Börse New York (FMS)
notiert.

Weitere Informationen im Internet unter www.freseniusmedicalcare.com/de.

Rechtliche Hinweise:
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und
Unsicherheiten unterliegen.
Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten
Ergebnissen abweichen, und
zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B.
Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation,
Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen,
Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren
und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius Medical Care übernimmt
keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen
zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

[1] Eine detaillierte Überleitungsrechnung finden Sie in der Tabelle im
Anhang
[2] Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co.
KGaA entfällt
[3] Diese Anpassung resultiert aus einer sogenannten "material weakness" in
unserem rechnungslegungsbezogenem internen Kontrollsystem für Forderungen
sowie Umsatzrealisierung speziell für rechtlich strittige Vergütungen für
Dienstleistungen. Die Gesellschaft erwartet keine Korrektur des bei der
US-Börsenaufsicht (SEC) eingereichten Konzernabschlusses für Vorperioden.
Die Gesellschaft ergreift Maßnahmen um das Kontrollsystem zu verbessern.
[4] währungsbereinigt
[5] Umsatz 2018 in Höhe von 16.547 Mio EUR bereinigt um die Beiträge von
Sound Physicians, Inc. im ersten Halbjahr 2018; Konzernergebnis 2018 in Höhe
von 1.982 Mio EUR bereinigt um Beiträge von Sound Physicians, Inc. im ersten
Halbjahr 2018, den Gewinn (Verlust) im Zusammenhang mit Veräußerungen im
Versorgungsmanagement und den Kosten im Zusammenhang mit FCPA-Untersuchungen
im Jahr 2018.

Kontakt:
Dr. Dominik Heger
SVP & Head of Investor Relations & Corporate Communications
dominik.heger@fmc-ag.com
Tel. +49 6172 609 2601

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Else-Kröner-Straße 1
61352 Bad Homburg
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Telefon: +49 (0) 6172- 609 2525
Fax: +49 (0) 6172- 609 2301
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898759 29.10.2019

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