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Aktien New York Ausblick: Wieder mehr Zurückhaltung

09.12.2019 um 14:51 Uhr

NEW YORK (dpa-AFX) - An der Wall Street zeichnet sich zum Wochenbeginn angesichts altbekannter Spannungen in der Wirtschaftspolitik ein eher verhaltener Start ab. Der Broker IG errechnete für den Dow Jones Industrial rund eine Stunde vor Handelsstart ein leichtes Minus von 0,1 Prozent bei 27 986 Punkten. Ende vergangener Woche hatte er noch dank einer deutlich gestiegenen Beschäftigung in den USA mehr als 1 Prozent dazugewonnen.

"Nach dem arbeitsmarktgetriebenen Anziehen der Märkte am Freitag war es wohl unausweichlich, dass der Wochenstart nun etwas langsamer verlaufen wird", schrieb CMC-Marktexperte Michael Hewson in einem Kommentar. "So ist es denn nun auch gekommen, in einer Woche, die ganz im Zeichen der Geldpolitik, dem Handelskrieg und der Wahl in Großbritannien steht."

An diesem Donnerstag wählen die Briten ein neues Parlament. Börsianer erhoffen sich dadurch zwar Klarheit, wie es in Sachen Brexit weitergeht - zugleich fürchten sie aber eine weitere Hängepartie, sollte sich die Regierungsbildung nach der Wahl als schwierig erweisen. Premierminister Boris Johnson hat mit seinen Konservativen in Umfragen derzeit allerdings weiter klar die Nase vorn. Er will den EU-Austritt zum 31. Januar umsetzen.

Neuigkeiten mit Blick auf eine Lösung im US-chinesischen Zollstreit gab es darüber hinaus zuletzt nicht. Wenn es in dieser Woche nicht zu einem Aufschub oder gar dem ersehnten ersten Teilabkommen kommt, werden wohl am 15. Dezember weitere US-Zollerhöhungen gegenüber China in Kraft treten.

Derweil gehen die Vorbereitungen der Demokraten für ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen Trump weiter. Der Justizausschuss des Repräsentantenhauses kommt am Montag kurz vor Börsenstart zu einer weiteren Anhörung zusammen. Vertreter von Demokraten wie Republikanern aus dem Geheimdienstausschuss der Kammer sollen dort die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen vorstellen.

Unternehmensseitig schnellten die Papiere des Pharmaunternehmens Synthorx nach einer Übernahmeofferte durch den französischen Pharmakonzern Sanofi vorbörslich in etwa auf Höhe des Angebotspreises von 68 US-Dollar. Das entspricht fast einer Verdreifachung des Schlusskurses von Freitag. Sanofi will mit dem Kauf sein Krebsgeschäft stärken. Das Synthorx-Management unterstützt das Angebot, wie es hieß.

Die Titel des Ölkonzerns Chevron gaben dagegen vor Handelsbeginn leicht nach. Die US-Bank Citigroup hatte seine Kaufempfehlung in einer Studie zurückgenommen und das Kursziel von 135 auf 120 US-Dollar gesenkt. Dass der Konzern als sicherer Hafen in seiner Branche gelte, erscheine mittlerweile etwas übertrieben, schrieb Analyst Alastair Syme in einer am Montag vorliegenden Studie. Die Amerikaner hätten zuletzt von ihrer starken Bilanz und nachvollziehbaren Mittelverwendung profitiert.

Die Experten der Citigroup strichen daneben auch ihre Kaufempfehlung für den Mischkonzern 3M . Die Papiere standen vorbörslich um mehr als 1 Prozent im Minus./kro/jha/

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