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Aktien New York: Gewinne bröckeln ab - Teil-Einigung im Handelskonflikt

13.12.2019 um 20:01 Uhr

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Rekordjagd an der Wall Street ist am Freitag zunächst in eine neue Runde gegangen. Dank der Teil-Einigung im US-chinesischen Handelsstreit hatten alle wichtigen Börsenindizes Rekordhöhen erreicht. Später aber ließ der Schwung wieder spürbar nach.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial verharrte zuletzt nahezu bei 28 126,46 Punkten. Der marktbreite S&P 500 legte minimal zu und der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,29 Prozent auf 8491,83 Punkte.

Die USA und China hatten sich auf Details eines Teil-Handelsabkommens verständigt und damit die nächste Runde an geplanten Strafzöllen vorerst abgewendet. Das verkündete US-Präsident Donald Trump - rund zwei Monate, nachdem er erstmals von einer grundsätzlichen Einigung auf Teilabkommen mit Peking gesprochen hatte. Teil der Vereinbarung ist die Aussetzung einer neuen Runde von US-Strafzöllen auf chinesische Waren, die am Wochenende hätten in Kraft treten sollen. Die USA hätten sich auch verpflichtet, bereits verhängte Zölle teilweise zurückzunehmen, sagte Chinas Vize-Handelsminister Wang Shouwen.

Am Sonntag hätten die USA nach ursprünglichen Plänen zusätzliche Strafabgaben von 15 Prozent auf in China produzierte Konsumgüter wie Laptops und Smartphones im Wert von rund 150 Milliarden US-Dollar verhängt. Damit wären auf fast alle Importe aus China, also Waren im Wert von rund 500 Milliarden US-Dollar (449,5 Milliarden Euro) pro Jahr, zusätzliche Zölle erhoben werden. Zu dieser Eskalation kommt es nun aber nicht.

Zusammen mit dem deutlichen Wahlsieg von Premierminister Boris Johnson in Großbritannien könnte sich die politische Unsicherheit Experten zufolge nun erst einmal verflüchtigt haben. Der Weg für eine Jahresendrally könnte damit frei sein.

Unter den Einzelwerten gab es Bewegung bei den Softwareherstellern Oracle und Adobe Systems . Oracle hatte im zweiten Geschäftsquartal die Erwartungen der Analysten an den Umsatz verfehlt. Die Aktien fielen um mehr als 3 Prozent.

Anders das Bild bei Adobe: Die Aktien gewannen nach einem besser als erwartet ausgefallenen vierten Geschäftsquartal rund 5 Prozent. Die Analysten von Bernstein Research erhöhten zudem das Kursziel von 334 auf 367 US-Dollar.

Der Halbleiterkonzern Broadcom signalisierte mit seiner Prognose für den Jahresumsatz Optimismus, dass die negativen Auswirkungen des Handelskonflikts abgefedert werden können. Dennoch sackten die Papiere um gut 4 Prozent ab. Aussagen, wonach einzelne Sparten Aufträge verlören, belasteten.

Derweil sind die Aktien von Apple und Microsoft aktuell so teuer wie nie. Die beiden Technologiegiganten haben beim Börsenwert die Branchenkollegen Amazon und Alphabet hinter sich gelassen./la/fba

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