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K+S verkauft Entsorgungsunternehmen in der Schweiz zum Schuldenabbau

17.01.2020 um 12:03 Uhr

KASSEL/DELÉMONT (dpa-AFX) - Der stark verschuldete Dünger- und Salzproduzent K+S verkauft seine Schweizer Tochtergesellschaft K+S Entsorgung. "Der Verkaufspreis liegt im unteren einstelligen Millionen-Euro-Bereich", teilte das Unternehmen mit Sitz in Kassel am Freitag mit. Käufer sei die Schweizer Thommen-Furler Gruppe. Die Veräußerung der Gesellschaft stehe im Zusammenhang mit den im Dezember beschlossenen Schritten zum Abbau der Verschuldung. Der in den vergangenen Monaten arg gebeutelte Aktienkurs reagierte kaum. Die Papiere notierten zuletzt rund ein halbes Prozent im Minus.

Die Tochtergesellschaft mit Sitz in Delémont ist spezialisiert auf die Entsorgung und Verwertung anorganischer Filterstäube, Schlämme und Aschen. In der Schweiz anfallender Abfall aus Industrie, Gewerbe und öffentlicher Hand wird in die K+S-Untertagedeponien in Herfa-Neurode (Hessen) und Zielitz (Sachsen-Anhalt) gebracht. Das soll auch nach dem Verkauf so weiter gehen.

K+S hatte durch den milliardenteuren Bau eines Kaliwerks in Kanada einen Schuldenberg angehäuft. Er betrug per Ende September 2019 netto rund 4,55 Milliarden Euro. Angesichts sinkender Kalipreise hatte das Unternehmen im Dezember erklärt, Schritte zum Schuldenabbau zu erarbeiten, auch ein Teilverkauf des Amerika-Geschäfts wurde erwogen./geh/DP/mis

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