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WOCHENAUSBLICK: Rekordhoch im Dax zunehmend wahrscheinlich

20.01.2020 um 05:50 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nur noch wenige Punkte fehlen dem Dax zum Rekordhoch. Und die Zeichen stehen gut, dass dem deutschen Leitindex der Sprung ├╝ber die H├╝rde von 13 596,89 Punkten in der neuen Woche gelingt. Sp├Ątestens wenn Stimmungsindikatoren f├╝r Deutschland und die Eurozone ver├Âffentlicht werden, k├Ânnte es soweit sein.

Zugleich d├╝rfte mit Spannung auf die Notenbanksitzungen der Europ├Ąischen Zentralbank (EZB) und der Bank of Japan geschaut werden. Zuvor noch stehen die ZEW-Konjunkturerwartungen f├╝r Deutschland im Fokus. Die Berichtssaison schreitet derweil in den USA voran, w├Ąhrend sie hierzulande erst mit den Ende des Monats erwarteten Quartalszahlen von SAP anlaufen wird.

"Die Serie von Stimmungsdaten auf Unternehmens- wie auch Verbraucherseite wird ein wichtiger Taktgeber f├╝r den kurzfristigen B├Ârsentrend sein", prognostiziert Chefstratege Robert Greil von der Privatbank Merck Finck. Und auch Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank erwartet, dass in der neuen Woche den Stimmungsindikatoren das Hauptaugenmerk gilt. Gerechnet wird allgemein mit einer Aufhellung, was laut Analystin Claudia Windt von der Helaba f├╝r noch etwas mehr Risikofreude sorgen sollte und daher "eher f├╝r Aktien als f├╝r Renten spricht".

Konkret erwartet wird zum einen ein weiterer Anstieg der Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten. Nachdem der Indikator des Zentrums f├╝r Europ├Ąische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Dezember auf 10,7 Z├Ąhler und damit den h├Âchsten Stand seit Februar 2018 gestiegen war, rechnen Analysten im Januar im Mittel mit einem Anstieg auf 15,0 Z├Ąhler. Ob die Prognose stimmt, werden die Anleger am Dienstag erfahren.

Besonders spannend wird es vor allem am Freitag, wenn die Einkaufsmanager-Indizes f├╝r die Industrie und den Dienstleistungssektor f├╝r Deutschland und die Euroregion anstehen. Dabei wird mit Steigerungen gerechnet. Zum anhaltenden Niedrigzinsumfeld komme zunehmend ein solides wirtschaftliches Fundament, was f├╝r weiter gute Aktienmarkt-Aussichten spreche, res├╝miert Dekabank-Chefvolkswirt Kater.

Denn wenn sich die EZB zuvor am Donnerstag ├╝ber den weiteren geldpolitischen Kurs und den Zeitzins ├Ąu├čert, werden ├ťberraschungen wohl ausbleiben. "In der ersten Sitzung des EZB-Rats in diesem Jahr sind keine gro├čen marktbeeinflussenden Entscheidungen zu erwarten", sagt Ulf Krauss von der Helaba. Der ultraexpansive Kurs der EZB und der Bank of Japan, die ebenfalls am Donnerstag ├╝ber den heimischen Leitzins entscheidet, d├╝rfte beibehalten werden. Umso klarer die Best├Ątigung dieser Politik von beiden Seiten in der neuen Woche ausfalle, "umso besser f├╝r den weiteren B├Ârsentrend zum Jahresauftakt", kommentiert Merck-Finck-Stratege Greil.

Charttechnisch betrachtet steht einem neuen Rekordhoch im Dax seit Januar 2018 ebenfalls nichts im Weg, wie Analyst Martin Utschneider von Donner & Reuschel konstatiert. "Es liegen weiterhin Argumente f├╝r eine Fortsetzung des Aufw├Ąrtsmodus vor", schreibt er. Erst wenn der Dax wieder unter 13 150 Punkte fallen sollte, w├Ąre dieser ernsthaft gef├Ąhrdet. Kurzfristige Gewinnmitnahmen und Konsolidierungen seien indes aber immer m├Âglich.

Unternehmensseitig bleibt es deutschlandweit noch ruhig. Erwartet werden lediglich vorl├Ąufige Quartalszahlen vom Modekonzern und MDax -Mitglied Hugo Boss am Dienstag. Analysten rechnen mit einem unspektakul├Ąren Schlussviertel./ck/jkr/he

--- Von Claudia M├╝ller, dpa-AFX ---

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