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DGAP-News: Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung nach § 109 Absatz 2 Satz 1 WpHG (deutsch)

24.01.2020 um 15:18 Uhr

Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung nach § 109 Absatz 2 Satz 1 WpHG

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DGAP-News: Bastei Lübbe AG / Schlagwort(e): Sonstiges
Bastei Lübbe AG: Veröffentlichung nach § 109 Absatz 2 Satz 1 WpHG

24.01.2020 / 15:18
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Veröffentlichung nach § 109 Absatz 2 Satz 1 WpHG

Köln, 24. Januar 2020 - Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR)
hat festgestellt, dass der Konzernabschluss zum Abschlussstichtag 31.03.2018
und der zusammengefasste Konzernlagebericht und Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2017/2018 der Bastei Lübbe AG, Köln, fehlerhaft sind:

1. Konzernlagebericht

Der zusammengefasste Konzernlagebericht und Lagebericht der Bastei Lübbe AG
für das Geschäftsjahr 2017/18 enthält keine angemessene Berichterstattung
über wesentliche Risiken und Geschäftsvorfälle.

Erstens fehlen Ausführungen zu möglichen wesentlichen Erhöhungen der
Sicherheiten und Zinssätze aus der anstehenden Neufinanzierung sowie zu den
kreditvertraglichen Restriktionen bei Dividendenzahlungen.

Zweitens wird das Risiko fehlender erfolgversprechender Titel im Programm
mit einer Schadenshöhe von max. EUR 2,5 Mio. mit mittlerer
Eintrittswahrscheinlichkeit (über 25% bis unter 50%) im Risikobericht zu
niedrig eingestuft. Für das Geschäftsjahr 2019/20 wurde mit kleinen
Umsatzzuwächsen über EUR 95 Mio. hinaus gerechnet. Zum Zeitpunkt der
Aufstellung des Konzernabschlusses war aufgrund der langen Vorlaufzeit in
der Programmplanung (18-24 Monate) sowie der rückläufigen und
unterplanmäßigen Investitionen in Autorenhonorare von einem höheren Risiko
auszugehen, dass dieses Umsatzziel nicht erreicht wird.

Die vorstehend beschriebenen Mängel stellen Verstöße nach § 289 Abs. 1 S. 4
HGB bzw. § 315 Abs. 1 S. 4 HGB dar.

Darüber hinaus wird die Entwicklung der Remissionen, einschließlich der
Entwicklung der Rückstellung für Remissionen im Hinblick auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage nicht hinreichend erläutert.

Dies stellt einen Verstoß gegen § 289 Abs. 1 S. 2 HGB bzw. § 315 Abs. 1 S. 2
HGB dar.

2. Wertminderungstest

Der Wertminderungstest hinsichtlich des mit der Spieleentwicklung befassten
Tochterunternehmens der Bastei Lübbe AG, auf welches ein Geschäfts- oder
Firmenwert von EUR 4,9 Mio. auf die gehaltene 51%-Beteiligung entfällt, beruht
auf nicht kongruenten Annahmen. Die Planung basiert nicht auf
Szenarioanalysen und beinhaltet eine Umsatzsteigerung von über 70% bis zum
Jahr 2020 ausgehend von einem Ist-Umsatz von EUR 8,3 Mio. im Jahr 2018 und
einem damit verbundenen Turnaround in der Cashflow-Entwicklung. Der somit
überdurchschnittlich risikobehaftet geplante Zahlungsstrom wird mit einem
Kapitalisierungszinssatz basierend auf einer Peer Group international
diversifizierter Unternehmen der Branche mit bedeutender Größe diskontiert.
Aufgrund der fehlenden Risikoäquivalenz von geschätzten künftigen Cashflows
und Abzinsungssatz ist die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts
nicht nachgewiesen.

Die Vorgehensweise verstößt gegen IAS 36.55 i.V.m. IAS 36.A16-A18.

Die zugrundeliegenden kritischen Annahmen der Umsatz- bzw.
Cashflow-Entwicklung im Detailplanungszeitraum dieses Wertminderungstests
sind zudem nicht angegeben.

Dies verstößt gegen IAS 36. 134 (d) (i) und (ii).

Kontakt Bastei Lübbe AG:
Barbara Fischer
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0221 / 82 00 28 50
E-Mail: barbara.fischer@luebbe.de

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Sprache: Deutsch
Unternehmen: Bastei Lübbe AG
Schanzenstraße 6 - 20
51063 Köln
Deutschland
Telefon: 02 21 / 82 00 - 0
Fax: 02 21 / 82 00 - 1900
E-Mail: investorrelations@luebbe.de
Internet: www.luebbe.de
ISIN: DE000A1X3YY0
WKN: A1X3YY
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