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Spahn will langfristig Pflegebedürftige finanziell entlasten

17.02.2020 um 05:41 Uhr

BERLIN/DÜREN (dpa-AFX) - Angesichts immer weiter steigender Zuzahlungen für die Pflege will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor allem bei jahrelangen Belastungen gegensteuern. "Gerade wer langfristig pflegebedürftig ist, muss entlastet werden", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). "Darauf sollten wir uns konzentrieren." Es gebe noch gute andere Ansätze, als den Eigenanteil für Pflegebedürftige festzuschreiben.

Spahn will am Montagabend in Düren (Nordrhein-Westfalen) mit Experten über die künftige Finanzierung der Pflege diskutieren. Dies ist Teil einer angekündigten Dialogreihe des Ministeriums, bei der bis Mitte Mai Veranstaltungen in weiteren Städten vorgesehen sind. Spahn will dann bis Mitte des Jahres einen konkreten Reformvorschlag vorlegen. In der Debatte gibt es bereits zahlreiche Vorschläge - etwa zu Bundeszuschüssen und zur Senkung oder Begrenzung der Eigenanteile.

Hintergrund ist, dass die Pflegeversicherung - anders als die Krankenversicherung - nur einen Teil der Kosten trägt. Neben dem Eigenanteil für die reine Pflege kommen für Heimbewohner noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und auch für Investitionen in den Einrichtungen dazu. Insgesamt ergeben sich im Bundesschnitt derzeit knapp 1900 Euro im Monat, aber bei großen regionalen Unterschieden./sam/DP/zb

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