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ROUNDUP: Milder Winter lÀsst Heizkosten sinken - Kritik an hohen Gaspreisen

01.03.2020 um 09:35 Uhr

ESSEN (dpa-AFX) - Der milde Winter hat auch die Geldbeutel von Haushalten mit Gasheizungen geschont. Nach Berechnungen des Energiekonzerns Eon können die Verbraucher bis zu 100 Euro sparen. Dabei fallen die Einsparungen regional unterschiedlich aus. In Norddeutschland konnte eine Familie, die mit Erdgas heizt, demnach durchschnittlich rund 100 Euro sparen. In SĂŒddeutschland fielen die Einsparungen wegen der niedrigeren Temperaturen mit 80 Euro etwas geringer aus. Etwa jede zweite Wohnung in Deutschland wird mit Gas beheizt. Eon ist einer der großen Gasversorger mit rund einer Million Kunden in Deutschland.

Nach EinschĂ€tzung von VerbraucherschĂŒtzern könnten die Heizkosten stĂ€rker sinken, wenn die Versorger ihre niedrigeren Einkaufspreise an die Kunden weitergeben wĂŒrden. "Seit Herbst 2018 sinken die Beschaffungspreise fĂŒr Gas", sagte der Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, Udo Sieverding. Bei den Haushalten komme das aber nicht an.

Eine Stichprobe der Verbraucherzentrale bei 20 Gas-Grundversorgern in NRW habe ergeben, dass sieben von ihnen die Preise im vergangenen halben Jahr sogar erhöht hĂ€tten, sagte Sieverding. Diesen Erhöhungen stĂŒnden keine Anstiege der Netzentgelte in vergleichbarem Umfang gegenĂŒber. Die Versorger wĂŒrden "ganz offensichtlich ihre Gewinne hochschrauben". Es sei "höchste Zeit fĂŒr Gaskunden, ĂŒber einen Anbieterwechsel nachzudenken".

Auch das Vergleichs- und Vermittlungsportal Check24 sieht bei den Gas-Grundversogern nur eine zögerliche Bereitschaft zu Preissenkungen. "Auf die niedrigen Großhandelspreise haben bisher nur die alternativen Gasanbieter ernsthaft reagiert und ihre Preise gesenkt", sagt Lasse Schmid, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Energie bei Check24. Ihre Tarife seien "aktuell im Schnitt ein Drittel gĂŒnstiger als die örtliche Grundversorgung".

Nach Beobachtungen von Check24 halten sich Preiserhöhungen und Preissenkungen bei den Grundversorgern aktuell die Waage. Seit Januar hĂ€tten 50 Versorger ihre Preise erhöht, im Schnitt um 5,5 Prozent, 47 Anbieter hĂ€tten ihre Tarife im Schnitt um 4,7 Prozent gesenkt. Weitere Preissenkungen seien möglich, "da die Versorger in der Regel auf gesunkene Großhandelspreise verzögert reagieren", sagte Schmid. Nach Angaben der Bundesnetzagentur haben rund ein Viertel der Haushalte in Deutschland einen Vertrag in der Gas-Grundversorgung. Bei diesen VertrĂ€gen fallen die höchsten Preise an.

Vom Beginn der Heizperiode im Oktober bis Ende Februar war es in Deutschland Eon zufolge insgesamt 1,9 Grad wĂ€rmer als im Mittel der vergangenen zehn Jahre. Besonders warm sei es im Februar gewesen, da die Temperatur knapp vier Grad ĂŒber dem Durchschnitt gelegen haben. Der Winter 2019/2020 war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes der zweitwĂ€rmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881./hff/DP/mis

TotalEnergies SE Chart
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