dpa-AFX Compact

Deutsche Wohnen baut au├čerhalb von Berlin - Entwicklungsplattform gekauft

25.03.2020 um 08:59 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen will den Bau neuer Wohnungen deutlich vorantreiben. Das Unternehmen habe sich mit dem M├╝nchener Projektentwickler Isaria Wohnbau AG, einer Beteiligungsfirma des Finanzinvestors Lone Star, ├╝ber den Erwerb einer Plattform f├╝r Projektentwicklungen sowie wesentlicher Immobilienprojekte geeinigt, teilte der MDax-Konzern am Mittwoch mit. Der Abschluss des Kaufs soll in diesem Jahr erfolgen. Der Kaufpreis betrage 600 Millionen Euro, sagte ein Sprecher. Insgesamt sollen 2700 Wohn- und Gewerbeeinheiten entstehen. Die H├Ąlfte der Projekte w├╝rde sich in M├╝nchen befinden, der Rest in Gro├čst├Ądten wie Hamburg, Stuttgart und Frankfurt.

"Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in unseren Gro├čst├Ądten ist eine gesellschaftliche Herausforderung", sagte Unternehmenschef Michael Zahn laut Mitteilung. In den deutschen Gro├čst├Ądten m├╝ssten j├Ąhrlich bis zu 400 000 Wohnungen gebaut werden. "Mit der Isaria haben wir einen exzellenten Projektentwickler gewonnen und setzen nun deutschlandweit Projekte um, die perfekt unserem Fokus auf Metropolregionen und qualit├Ątsvollem, nachhaltigem Bauen entsprechen", f├╝gte er hinzu. Insgesamt will die Deutsche Wohnen ├╝ber drei Milliarden Euro in den Neubau von Wohn-, Pflege- und B├╝roimmobilien stecken.

Den gro├čen deutschen Wohnungsvermietern weht wegen anziehender Mieten ein immer st├Ąrkerer Gegenwind entgegen. Erst j├╝ngst verl├Ąngerte der Bundestag angesichts der anhaltenden Wohnungsnot die Mietpreisbremse um f├╝nf Jahre und versch├Ąrfte sie zudem. K├╝nftig k├Ânnen Mieter zu viel gezahlte Miete f├╝r bis zu zweieinhalb Jahre r├╝ckwirkend zur├╝ckfordern.

In Berlin trat gerade ein Gesetz f├╝r einen Mietendeckel in Kraft. Damit werden die Mieten f├╝r 1,5 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt, die vor 2014 gebaut wurden, in den kommenden f├╝nf Jahren eingefroren. F├╝r Neuvermietungen gelten Obergrenzen. Die rot-rot-gr├╝ne Landesregierung will damit den zuletzt starken Anstieg der Mieten bremsen. Dies trifft besonders Immobilienkonzerne wie Deutsche Wohnen und Ado Properties, die Immobilien ├╝berwiegend in Berlin besitzen./mne/fba

Hinweis: Die ver├Âffentlichten Tradingsignale und Empfehlungen dienen lediglich der allgemeinen Information, sie sind keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen kein Angebot und keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Wertpapieren oder Derivaten dar. Sie entsprechen lediglich der aktuellen Einsch├Ątzung des verwendeten Handelssystems.
TraderFox GmbH: Impressum & Datenschutz - Allgemeine Gesch├Ąftsbedingungen - Cookie-Erkl├Ąrung