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AKTIE IM FOKUS 2: Eon macht seinen Anlegern mit Aussagen zur Dividende Mut

25.03.2020 um 12:23 Uhr

(Mehr Details und Analystenstimmen)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Positiv aufgenommene Aussagen zu künftigen Ausschüttungen haben die Eon-Aktionäre die Folgen der Viruskrise etwas besser verschmerzen lassen. Auch die nun bekannt gegebenen Geschäftsziele des Energiekonzerns überzeugten am Mittwoch die Anleger.

Die Eon-Aktien waren im Zuge der zwischenzeitlichen Markterholung um fast 13 Prozent auf 9,378 Euro in die Höhe gesprungen. Damit hatten sie zum einen fast die Hälfte der seit Beginn des virusbedingten Börsencrash am 24. Februar erlittenen Verluste wettgemacht. Zum anderen hatten sich die Anteilsscheine damit sehr nah an die 200-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 9,395 Euro herangerobbt, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt.

Am späten Vormittag aber schrumpfte das Plus bei den Eon-Aktien auf 4 Prozent zusammen, nachdem der Dax seine deutlichen Gewinne abgegeben hatte und ins Minus gedreht war. Gleichwohl zählten die Eon-Papiere weiterhin zu den Favoriten im deutschen Leitindex.

Eon kündigte an, die Dividende jährlich um bis zu fünf Prozent erhöhen zu wollen bis einschließlich der Dividende für das Geschäftsjahr 2022. Auch danach soll die Zahlung an die Aktionäre jährlich steigen. Das sorge am Markt für Zuversicht und zeige, dass Eon-Aktien ein starkes Investment seien, sagte ein Händler mit Blick auf die Dividendenrendite.

Auch insgesamt seien die von dem Konzern ausgehenden Signale beruhigend, ergänzte der Experte Ahmed Farman vom Analysehaus Jefferies. Eon will nach der Übernahme des Konkurrenten Innogy den Gewinn in den kommenden Jahren deutlich steigern. Dabei helfen sollen Einsparungen in Verwaltung und IT. Nach der Übernahme wird Eon zum reinen Netz- und Vertriebsunternehmen; zudem wird der Anteil regulierter Geschäfte bei dem Energiekonzern bei rund 80 Prozent liegen. Damit werde Eon berechenbarer und widerstandsfähiger, ist Konzernchef Johannes Teyssen überzeugt.

Experten äußerten sich derweil auch zu den Geschäftszielen von Eon erfreut. Der mittelfristige Ausblick auf das Jahr 2022 sei positiv zu werten, schrieb der Fachmann John Musk vom Analysehaus RBC. Der Energiekonzern liefere in unsicheren Zeiten ab. Der Experte Alberto Gandolfi von der US-Investmentbank Goldman Sachs sprach von soliden Zielen.

Analyst Peter Crampton von der britischen Investmentbank Barclays bezeichnete Eon als seinen bevorzugten europäischen Branchenwert. Anleger übersähen, wie stark der Konzern über Kostensenkungen und höhere Wachstumsinvestitionen in die Stromverteilung den Gewinn je Aktie und auch die Dividende steigern könne. Die Papiere würden im Vergleich zu anderen regulierten Energiekonzernen weiterhin mit einem deutlichen Bewertungsabschlag gehandelt. Die Differenz zwischen der erwarteten Dividendenrendite und der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sei aktuell noch zu hoch.

Dank ihrer recht geringen Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung haben die Eon-Aktien seit Jahresbeginn lediglich rund 9 Prozent eingebüßt. Der Dax hingegen hat in diesem Zeitraum mehr als ein Viertel an Wert verloren. Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie hat die Anleger in den letzten Wochen weltweit in die Flucht geschlagen./la/bek/mis

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