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ROUNDUP 2: ProSiebenSat.1-Chef Conze geht - Profit rückt in den Fokus

27.03.2020 um 14:46 Uhr

(neu: Aufmachung, Details zu Strategie und zur Person Beaujean)

UNTERFÖHRING (dpa-AFX) - Nach dem Führungschaos und schlechten Zahlen trennt sich der Medienkonzern ProSiebenSat.1 von Vorstandschef Max Conze und ändert seine Strategie: Statt auf Umsatzwachstum soll der Fokus wieder stärker auf den Gewinnbeitrag gesetzt werden, wie das Unternehmen am späten Donnerstagabend in Unterföhring bei München mitteilte. Finanzchef Rainer Beaujean, der erst seit einem Jahr dabei ist, übernimmt dabei als neuer Vorstandssprecher die Führungsrolle.

Der 50-jährige Max Conze "scheidet mit sofortiger Wirkung aus", teilte ProSiebenSat.1 mit. Der frühere Chef des Staubsaugerherstellers Dyson war erst vor zwei Jahren zu dem Fernsehkonzern gewechselt und hatte kräftig in das schrumpfende, aber immer noch hoch profitable Fernsehgeschäft und in die Digitalisierung investiert. Allerdings verließen unter ihm vier Vorstände und mehrere Manager den Konzern, zuletzt vor zwei Wochen Conzes Stellvertreter Conrad Albert, der von einer "Vorstands-Soap-Opera" sprach.

Der neue Vorstandssprecher Beaujean sagte, der Fernsehkonzern werde sich jetzt "wieder stärker auf unser Kernsegment Entertainment und auf nachhaltig profitables Geschäft konzentrieren". Mit der Streaming-Plattform Joyn soll die digitale Reichweite ausgebaut werden. Die umsatzstarke, aber weniger profitable NuCom-Sparte mit ihren Internet-Shops und Plattformen wie Verivox oder Parship bleibe eine wichtige Säule, aber Beteiligungen würden auch wieder "zu gegebener Zeit veräußert", teilte das Unternehmen mit.

Mit Beaujean zusammen bilden der Chef der Unterhaltungssparte, Wolfgang Link, und Personalchefin Christine Scheffler das neue Vorstands-Trio. Aufsichtsratschef Werner Brandt sagte, der 51-jährige Beaujean sei ein "sehr analytischer und umsetzungsstarker Manager" mit 20 Jahren Vorstandserfahrung.

Der Rheinländer hatte als Betriebswirt für die Deutsche Telekom und T-Online gearbeitet, wo er Magenta-TV mit aufbaute. Dort habe er gelernt, wie schwer ein völlig neues Geschäftsmodell sei und dass Rückschläge dazugehörten, sagte Beaujean. Als Finanzvorstand beim Verpackungskonzern Gerresheimer kehrte er im Juli 2019 in die Medienbranche zurück und unterschrieb bei P7S1 einen Drei-Jahres-Vertrag.

Größte Aktionäre von ProSiebenSat.1 sind der Mediaset -Konzern des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi mit 20 Prozent und die Czech Media Invest des Milliardärs Daniel Kretinsky mit 10 Prozent.

Beaujean sagte: "Die Corona-Pandemie stellt uns zwar in den nächsten Wochen und Monaten vor eine sehr große Herausforderung." Ohnehin muss sich ProSiebenSat.1 mit 15 Free- und Pay-TV Sendern schon lange in einem sich stark wandelnden TV-Markt-Umfeld behaupten. Der Umsatz im mit Abstand stärksten Geschäftsfeld Werbefernsehen schrumpft, Streaming wächst. Hiesige Unternehmen wie auch die Sendergruppe RTL müssen der Konkurrenz von US-Giganten wie Netflix, Amazon , Apple und Disney etwas entgegensetzen.

ProSiebenSat.1 punktet mit Show-Formaten wie "Germany's next Topmodel" oder "The Masked Singer" und will nun sein Unterhaltungsgeschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit lokalen und Live-Formaten stärken. Enge Kooperation soll es mit der eigenen Produktionsfirma Red Arrow Studios geben, die auch Serien und Filme mit Fokus Entertainment für andere Unternehmen herstellt./rin/DP/fba

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