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DGAP-News: INDUS Holding AG: Finanzielle Stärke sorgt für Stabilität (deutsch)

30.03.2020 um 07:25 Uhr

INDUS Holding AG: Finanzielle Stärke sorgt für Stabilität

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DGAP-News: INDUS Holding AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis
INDUS Holding AG: Finanzielle Stärke sorgt für Stabilität

30.03.2020 / 07:25
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Finanzielle Stärke sorgt für Stabilität

* Umsatz und EBIT wie erwartet

* Rekordzahlen bei Bau/Infrastruktur, Fahrzeugtechnik weiter negativ

* Starker operativer Cashflow

* Prognose für 2020 trotz Berücksichtigung der Coronavirus-Pandemie mit
hoher Unsicherheit behaftet

* Verschiebung der Hauptversammlung

Bergisch Gladbach, 30. März 2020 - Im Geschäftsjahr 2019 hat die INDUS
Holding AG ihre Umsatzziele erreicht: Die Beteiligungen des führenden
Spezialisten für nachhaltige Unternehmensbeteiligung und -entwicklung im
deutschsprachigen Mittelstand steigerten den Umsatz auf 1,74 Mrd. Euro
(Vorjahr 1,71 Mrd. Euro). Trotz des deutlichen Umsatzrückgangs im Segment
Fahrzeugtechnik liegt der Konzernumsatz innerhalb der Prognose von 1,72 bis
1,77 Mrd. Euro.

Leicht über der angepassten Prognose von 129 bis 135 Mio. Euro liegt das
operative Ergebnis (EBIT) vor Wertminderungen: 135,2 Mio. Euro. Dazu trugen
insbesondere das Rekordergebnis im Segment Bau/Infrastruktur und die guten
Ergebnisse im Segment Maschinen- und Anlagenbau sowie Medizin- und
Gesundheitstechnik bei. Aufgrund der bekannten Absatzrückgänge in der
Fahrzeugbranche konnte der Vorjahreswert von 150,5 Mio. Euro jedoch nicht
erreicht werden. Die INDUS-Gruppe erzielte eine EBIT-Marge vor
Wertminderungen von 7,8 % (Vorjahr 8,8 %).

Für das Gesamtjahr wurden nicht zahlungswirksame Wertminderungen auf
Geschäfts- und Firmenwerte und Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt 17,3
Mio. Euro im Segment Fahrzeugtechnik gebucht. Das operative Ergebnis (EBIT)
nach Wertminderungen in Höhe von 117,9 Mio. Euro liegt innerhalb der
Prognose von 116 bis 122 Mio. Euro. Die EBIT-Marge nach Wertminderungen
betrug 6,8 % (Vorjahr 7,9 %).

Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 2,43 Euro (Vorjahr 2,90 Euro).
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung, die vom 20. Mai
2020 voraussichtlich in den August dieses Jahres verschoben wird, eine
Dividende von 0,80 Euro je Stückaktie vor. Das entspricht einem
Ausschüttungsvolumen von 24,6 Prozent des verteilungsfähigen Gewinns. "Unser
Vorschlag liegt aus nachvollziehbaren Gründen unter den 1,50 Euro des
Vorjahres, weil wir in dieser weltweit schwierigen Lage unsere Reserven
stärken wollen", sagt Dr. Johannes Schmidt, Vorstandsvorsitzender der
INDUS-Gruppe. "Der Vorstand wird die weitere Entwicklung der
Coronavirus-Krise und deren Folgen für die INDUS-Gruppe laufend kritisch
bewerten und behält sich eine gegebenenfalls erforderliche Anpassung dieses
Dividendenvorschlags bis zur Veröffentlichung der Einladung zur
Hauptversammlung vor."

Rekordergebnis im Segment Bau/Infrastruktur
Zur INDUS-Gruppe gehören aktuell 47 Beteiligungen. Drei der fünf Segmente
des INDUS-Portfolios entwickelten sich erneut gut. Die Segmente
Bau/Infrastruktur sowie Maschinen- und Anlagenbau steigerten ihre Umsätze
auf neue Bestmarken und erwirtschafteten starke EBITs - im Segment
Bau/Infrastruktur mit 16,2 % EBIT-Marge auf Rekordniveau. Das Segment
Medizin- und Gesundheitstechnik verbesserte sich ebenfalls bei Umsatz und
EBIT-Marge im Vergleich zum Vorjahr. Im Segment Metalltechnik werden die
Aktivitäten im Bereich der Kunststoffgalvanik im Laufe des Jahres 2020
aufgrund von europäischen Vorgaben eingestellt. Das führte bereits im Jahr
2019 zu erheblichen Einmalbelastungen. Im Segment Fahrzeugtechnik
verursachten Absatzrückgänge durch das anhaltend schwache konjunkturelle
Umfeld, hohe Repositionierungsaufwendungen und die nicht zahlungswirksamen
Wertminderungen ein negatives Ergebnis.

Starker operativer Cash-Flow sichert stabile Bilanzrelationen
Die Bilanzsumme der INDUS-Gruppe betrug zum Stichtag 1,81 Mrd. Euro
gegenüber 1,72 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg in Höhe von 75,7
Mio. Euro ist auf die seit 1. Januar 2019 verpflichtende Anwendung von IFRS
16 "Leasingverhältnisse" zurückzuführen. Erstmalig einbezogen sind die neu
erworbenen Beteiligungen MESUTRONIC und DSG. Deutlich positiv wirkten sich
die Maßnahmen zur Steuerung des Working Capital aus. Die Vorräte konnten
trotz des gestiegenen Umsatzes um 6,7 % reduziert werden.

Die Nettoverschuldung betrug 546,2 Mio. Euro (Vorjahr 482,8 Mio. Euro). Der
Anstieg von 13,1 % ist ebenfalls auf die erstmalige Anwendung von IFRS 16
"Leasingverhältnisse" durch die Einbuchung von Leasingverbindlichkeiten in
Höhe von 77,8 Mio. Euro zurückzuführen. Das Eigenkapital erhöhte sich um 2,5
% auf 727,7 Mio. Euro (Vorjahr 709,8 Mio. Euro). Mit 40,2 % (Vorjahr 41,3 %)
lag die Eigenkapitalquote über der definierten unteren Zielquote von 40 %.
Die Entschuldungsdauer (Nettoverschuldung/EBITDA) von 2,4 Jahren (Vorjahr
2,2 Jahre) bewegt sich innerhalb des Zielkorridors von 2 bis 2,5 Jahren. Das
Gearing (Verhältnis Nettoverschuldung/Eigenkapital) lag bei 75 % (Vorjahr 68
%).

Sehr positiv hat sich der operative Cashflow entwickelt. Er stieg um 71,7
Mio. Euro auf 167,7 Mio. Euro (Vorjahr 96,0 Mio. Euro). Durch das im Rahmen
der Förderung der operativen Exzellenz verbesserte
Working-Capital-Management konnte ein deutlicher Zahlungsmittelzufluss im
Bereich der Vorräte und Forderungen erzielt werden.

Die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen 107,5 Mio. Euro
(Vorjahr 102,4 Mio. Euro). Davon wurden 67,3 Mio. Euro (Vorjahr 78,9 Mio.
Euro) in Sachanlagen und 11,0 Mio. Euro (Vorjahr 12,0 Mio. Euro) in
immaterielles Anlagevermögen zur Stärkung der Beteiligungen investiert. Die
Investitionen in Unternehmenserwerbe lagen bei 29,2 Mio. Euro (Vorjahr 11,5
Mio. Euro). Die Abschreibungen stiegen auf 107,8 Mio. Euro (Vorjahr 83,7
Mio. Euro). Dazu trugen die Abschreibungen aufgrund der neuen
Leasingbilanzierung gem. IFRS 16 mit 16,3 Mio. Euro und die Wertminderungen
auf Geschäfts- und Firmenwerte mit 17,3 Mio. Euro bei.

Das Jahr 2020 im Zeichen der Coronavirus-Krise
Dr. Johannes Schmidt: "Wir arbeiten intensiv daran, die Auswirkungen der
Coronavirus-Krise auf die INDUS-Gruppe zu begrenzen. Unsere finanzielle
Stärke sorgt für Stabilität. Unser Strategieprogramm PARKOUR gibt uns auch
in diesen schwierigen Zeiten die Richtung vor: aktive Portfoliostärkung,
Innovationsförderung und Leistungssteigerung durch Operative Exzellenz.
Chancen bietet die Marktlage durch neue Optionen und wieder attraktivere
Preise im M&A-Markt für den Zukauf von Unternehmen in den Zukunftsbranchen,
aber auch durch zahlreiche Innovationen und die Technologiestärke der
Beteiligungsunternehmen. Große Risiken liegen in den Auswirkungen der
Coronavirus-Pandemie auf die weltweite Wirtschaft."

Obwohl die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 die aktuell absehbaren Folgen
der Corona-Pandemie berücksichtigt, ist sie mit einer hohen Unsicherheit
behaftet: Nach einem soliden Jahresauftakt im Januar und Februar geht der
Vorstand für das Gesamtjahr 2020 unter dem Eindruck der aktuellen
Herausforderungen durch die Coronavirus-Pandemie von einem Umsatz von 1,5
bis 1,65 Mrd. Euro und einem operativen Ergebnis (EBIT) von 85 bis 95 Mio.
Euro aus. Bei dieser Prognose sind die angestrebten Neuerwerbe auf erster
und zweiter Ebene nicht berücksichtigt. Im Fokus sind Zukäufe in den
Zukunftsbranchen Automatisierungs-, Mess- und Regeltechnik, Bautechnik,
Sicherheitstechnik, Medizin- und Gesundheitstechnik, Technik für
Infrastruktur und Logistik sowie Energie- und Umwelttechnik.

Der vollständige Geschäftsbericht der INDUS Holding AG steht Ihnen hier zum
Download zur Verfügung.

Kontakt:
Jana Külschbach & Julia Pschribülla
Öffentlichkeitsarbeit & Investor Relations

INDUS Holding AG
Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach

Tel +49 (0) 022 04 / 40 00-35
Tel +49 (0) 022 04 / 40 00-66
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www.indus.de

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1010001 30.03.2020

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