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ROUNDUP: RIB Software setzt Prognose wegen Coronavirus aus - Weniger Gewinn

30.03.2020 um 09:33 Uhr

STUTTGART (dpa-AFX) - Der auf die Baubranche spezialisierte Softwareanbieter RIB Software hat angesichts der Coronavirus-Pandemie seine Prognose für das laufende Jahr ausgesetzt. Der Mitte Februar vorgelegte Ausblick sei wegen der noch nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen des Ausbruchs möglicherweise nicht mehr zutreffend und müsse daher bis auf weiteres ausgesetzt werden, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Montag in Stuttgart mit. Auf der für Juni geplanten Hauptversammlung will der Vorstand gegebenenfalls eine neue Prognose abgeben, wenn die Entwicklung der Situation es zulässt.

Der Softwareanbieter machte im vergangenen Jahr wegen hoher Abschreibungen und Steuern unter dem Strich spürbar weniger Gewinn. Der Konzernüberschuss fiel mit 9,1 Millionen Euro auf weniger als die Hälfte des Vorjahresgewinns von 21,9 Millionen Euro. Zum einen belasteten Abschreibungen bei Zukäufen das Ergebnis. Zum anderen fiel eine hohe Steuerquote an, weil bei einigen Tochterunternehmen Verluste nicht steuermindernd geltend gemacht werden konnten.

Vorläufige Zahlen zum Umsatz und zum operativen Ergebnis hatte das Unternehmen bereits vorgelegt. Der Erlös kletterte um über die Hälfte auf 214,6 Millionen Euro. Das um Sonder- und Währungseffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um knapp ein Drittel auf 51,2 Millionen Euro zu. Für dieses Jahr hatte RIB bislang damit gerechnet, dass der Umsatz auf 270 bis 310 Millionen Euro klettert und das operative Ergebnis auf 57 bis 65 Millionen.

Für RIB läuft derzeit bis zum 22. April ein Übernahmeangebot des französischen Elektro- und Industrieautomatisierungsspezialisten Schneider Electric , der 29 Euro je Aktie bietet und damit das Unternehmen mit rund 1,5 Milliarden Euro bewertet. Am Montag trat die Aktie kurz nach Handelsbeginn bei 28,44 Euro auf der Stelle. Das Papier hatte mit dem Einbruch an den Börsen nur vorübergehend stärker bis auf gut 24 Euro nachgegeben. Am 13. Februar war der Kurs mit Bekanntgabe der Übernahmepläne in die Nähe der Offerte angestiegen./men/stk

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