Nemetschek SE
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ROUNDUP: Bausoftwareanbieter Nemetschek sieht sich gut gerüstet für 2020

31.03.2020 um 10:31 Uhr

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Bausoftwareanbieter Nemetschek geht angesichts der Corona-Pandemie vorsichtig, aber doch zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr. Trotz des aktuell sehr unsicheren Umfelds blicke der Vorstand wegen des großen Nachholpotenzials vieler Länder bei der Digitalisierung grundsätzlich positiv auf die weitere Geschäftsentwicklung, wie der MDax -Konzern am Dienstag in München mitteilte. Der Umsatz dürfte sich zumindest stabil entwickeln oder sogar leicht zulegen, die operative Marge des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll dieses Jahr bei mehr als 26 Prozent liegen (VJ: 29,7). Die Prognosen stehen unter dem Vorbehalt, dass sich die Rahmenbedingungen vor allem wegen der Covid-19-Pandemie nicht wesentlich verschlechtern.

Der Aktienkurs von Nemetschek legte nach Handelsbeginn um 5,7 Prozent auf 45,28 Euro zu. Auch der MDax gewann spürbar. Das Nemetschek-Papier war in der Corona-Krise mit den Märkten deutlich eingebrochen und hatte im Tief rund die Hälfte des Werts eingebüßt. Zwar hat der Kurs sich zuletzt wieder etwas erholt, bis zum Stand bei über 65 Euro vor der Krise ist der Weg aber noch weit.

Die Covid-19-Pandemie dürfte auch Nemetschek hart treffen, urteilte Baader-Bank-Analyst Knut Woller. Der Umsatzausblick liege deutlich unter den Markterwartungen und seinen Schätzungen, die jeweils allerdings von der Corona-Krise noch unbeeinflusst seien. Dennoch stelle sich die Frage, wie lange die gegenwärtige Situation anhalte und wie schnell es danach zu einer Erholung kommen könne.

Zahlen für Umsatz und operatives Ergebnis des Vorjahres hatte Nemetschek schon vorgelegt, der Umsatz war um rund 21 Prozent auf 556,9 Millionen Euro gestiegen, das operative Ergebnis um fast 37 Prozent auf 165,7 Millionen Euro. Bei beiden Werten halfen Wechselkurseffekte etwas nach.

Unter dem Strich erzielte Nemetschek vor allem dank eines Anteilsverkaufs einen Gewinnsprung von 66,3 Prozent auf 127,2 Millionen Euro. Ohne den Verkauf hätte der Überschuss um 27,7 Prozent zugelegt. Die Dividende will Nemetschek auf 0,28 Euro je Aktie aufstocken, das ist ein Cent mehr als ein Jahr zuvor, wenn der erfolgte Aktiensplit berücksichtigt wird.

Nemetschek kann vor allem auf die rasant steigenden Erlöse mit Abo-Modellen setzen. Der Konzern bietet mit 16 Marken Softwarelösungen für Architekten, Bauingenieure und -unternehmen an, darüber hinaus auch für den Betrieb und die Verwaltung von Immobilien. Größter Umsatz- und Gewinnbringer ist die Designsparte. Nemetschek geht langfristig wegen steigender Weltbevölkerung vor allem in urbanen Räumen von guten Wachstumschancen aus. Das Unternehmen beschäftigt rund 2900 Mitarbeiter./men/eas/jha/

Nemetschek SE Chart
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