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DGAP-News: AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA: AKTIONÄRSBRIEF: Unser Unternehmen in Zeiten von Covid-19 - das Glas ist drei Viertel voll (deutsch)

08.04.2020 um 06:58 Uhr

AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA: AKTIONÄRSBRIEF: Unser Unternehmen in Zeiten von Covid-19 - das Glas ist drei Viertel voll

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DGAP-News: AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA / Schlagwort(e):
Sonstiges
AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA: AKTIONÄRSBRIEF: Unser
Unternehmen in Zeiten von Covid-19 - das Glas ist drei Viertel voll

08.04.2020 / 06:58
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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AURELIUS AKTIONÄRSBRIEF: Unser Unternehmen in Zeiten von Covid-19 - das Glas
ist drei Viertel voll

von Dirk Markus

Wir erleben außergewöhnliche Zeiten. Wir sitzen im Homeoffice, verbringen
unseren Arbeitstag in Zoom- und Webex-Videokonferenzen, befinden uns ständig
in Gesellschaft unserer Familien und verlassen kaum das Haus. Wir passen auf
unsere Kinder auf und verbringen mehr Zeit mit unseren Partnern (etwas, das
wir alle zu schätzen lernen, so hoffe ich). Ständig lesen wir Blogs und
Newsletter rund um das Thema Corona, verfolgen die Neuinfektions- und
Todesraten in verschiedenen Ländern und fragen uns manchmal, ob all dies nur
ein böser Traum ist, und wenn dem so ist, wann er enden wird.

Was bedeutet das alles für AURELIUS Equity Opportunities?

Der Ausblick ist aktuell nicht ausschließlich düster: Einige unserer
Portfoliounternehmen beobachten aktuell sogar positive Auswirkungen der
Covid-19-Krise auf ihr Geschäft. Obwohl sich selbstverständlich niemand eine
solche Situation gewünscht hat, verkauft Conaxess in Skandinavien
Rekordmengen an Knäckebrot und Nudeln und Idealworld TV-Shopping verzeichnet
in Großbritannien einen starken Anstieg von TV-Konsum und Umsatz.

Wie lange die derzeitige Situation andauern wird und wann wir hoffen können,
wieder zur Tagesordnung überzugehen, ist vor allem eine medizinische Frage
und liegt damit außerhalb unserer Kontrolle. Es ist jedoch wichtig
festzustellen: Selbst, wenn die derzeitigen außerordentlichen
Lock-Down-Maßnahmen deutlich länger andauern würden, als die aktuell von den
meisten Kommentatoren kommunizierten sechs bis acht Wochen, würde unser
Schiff nicht untergehen!
Das AURELIUS-Schiff ist stabil wie immer. AURELIUS Equity Opportunities
verfügt derzeit über insgesamt mehr als 400 Millionen Euro in Cash, wovon
über 200 Millionen Euro auf nicht betriebsnotwendige (überschüssige)
Barmittel entfallen.

Für einige unserer Portfoliounternehmen sind dies natürlich - wie nicht
anders zu erwarten - Zeiten, in denen ihr Geschäft auf eine harte Probe
gestellt wird. Insbesondere verbraucherorientierte Unternehmen sehen sich
mit einem doppelten Schock sowohl auf der Angebots- als auch auf der
Nachfrageseite konfrontiert:

- CalumetWex musste seine Ladengeschäfte in ganz Europa schließen;

- Transform Beauty-Krankenhäuser in Großbritannien werden vom NHS für die
Behandlung von Covid-19-Patienten umfunktioniert;

- HanseYachts muss die Produktion wegen fehlender Teile verlangsamen;

- Office Depot sieht, wie große Firmenkunden ihre Bestellungen für
Büromaterial senken, da ihre Mitarbeiter von zu Hause arbeiten.

Eine Reihe unserer Portfoliounternehmen haben Schwierigkeiten, Herr der Lage
zu bleiben und mit dramatischen Veränderungen auf ihren jeweiligen Märkten
umzugehen. Für einige Unternehmen ist das Ausmaß der aktuellen Veränderungen
größer als die Herausforderungen während der Finanzkrise. Während damals die
Nachfrage in stark betroffenen Sektoren wie der Automobilbranche
vorübergehend um 30 Prozent zurückging, liegt in der aktuellen Corona-Krise
in den meisten traditionellen Non-Food-Einzelhandelsgeschäften der Umsatz
derzeit praktisch bei Null.

In den kommenden Wochen und Monaten werden wir möglicherweise schwierige
Entscheidungen für einige unserer Portfoliounternehmen treffen müssen,
insbesondere für diejenigen, die bereits vor der Krise mit Schwierigkeiten
zu kämpfen hatten. Jeder einzelne Verlust eines Portfoliounternehmens ist
bedauerlich, aber bis zu einem gewissen Grad sind diese Verluste auch ein
Teil des Private-Equity-Geschäfts im Allgemeinen und dem Investieren in
Sondersituationen im Besonderen. Der Vorstand beobachtet die Situation in
allen unseren Portfoliounternehmen genau, und hat es sich zum Ziel gesetzt,
mit gutem Beispiel voranzugehen und einen Teil der Last, die wir alle jetzt
zu tragen haben, selbst zu schultern. Der AURELIUS Vorstand hat daher
beschlossen, seine Gesamtgehälter für das zweite Quartal 2020 um 25 Prozent
zu kürzen.

Darüber hinaus haben wir vor einigen Wochen eine Reihe von Maßnahmen zur
Bekämpfung dieser Krise eingeleitet. Diese sind darauf ausgerichtet:

a. unsere Mitarbeiter zu schützen: durch Social Distancing in den Betrieben
und Lagerhallen, durch Desinfektion und Tiefenreinigung von Arbeitsplätzen
und durch Homeoffice-Regelungen, wo immer möglich;

b. unsere Liquidität und Umsätze zu schützen: durch systematisches
Reduzieren unserer Kapazitäten, zusätzliche Sparmaßnahmen und die
Inanspruchnahme von staatlichen Programmen wie bspw. Kurzarbeit; außerdem
werden wir, wie in unserem Jahresbericht 2019 angekündigt, der
Jahreshauptversammlung am 18. Juni 2020 vorschlagen, den Bilanzgewinn des
Geschäftsjahres 2019 vollständig auf neue Rechnung vorzutragen;

c. das Portfolio zu schützen: indem unser aus fast 100 Experten bestehendes
Task-Force-Team so eng wie möglich mit dem Management der entsprechenden
Portfoliounternehmen zusammenarbeitet.

Für uns als Investoren und M&A-Professionals sind und bleiben dies Zeiten
großer Anspannung, aber auch Zeiten großer Chancen. Wenn wir investieren,
befinden sich die entsprechenden Unternehmen in der Regel in
Sondersituationen, die in eine der folgenden drei Kategorien fallen:

- Strategiegetriebene Sondersituationen sind der am häufigsten auftretende
Fall: Ein Geschäftsinhaber hat aus strategischen Erwägungen heraus
beschlossen, ein bestimmtes Unternehmen nicht mehr länger halten zu wollen.
Unternehmensausgliederungen und Familiennachfolgeregelungen sind hierbei
typisch. In der Regel gibt es keinen konkreten Auslöser für eine
Veräußerung, vielmehr ist der derzeitige Eigentümer der Ansicht, dass er
nicht der beste Eigentümer für ein bestimmtes Unternehmen oder einen
bestimmten Geschäftsbereich ist.

- Ertragsbedingte Sondersituationen sind seltener und treten typischerweise
dann auf, wenn der Eigentümer eines Unternehmens beobachtet oder erwartet,
dass eine Tochtergesellschaft eine reale Ertragsverwässerung verursacht und
damit einen starken Verkaufsdrang auslöst, oft noch vor Ende eines
Geschäftsquartals.

- Liquiditätsbedingte Sondersituationen treten nur sehr gelegentlich auf:
Ein Verkäufer benötigt kurzfristig Cash und ist bereit,
Vermögenswerte/Tochtergesellschaften quasi über Nacht zu veräußern.

Während strategiegetriebene Sondersituationen ein regelmäßiges Phänomen
sind, sind ertrags- und erst recht liquiditätsbedingte Sondersituationen
wesentlich seltener. Sie treten typischerweise nur in Zeiten schwerer
Marktverwerfungen auf und schaffen Opportunitäten für diejenigen, die mutig
genug sind, eine solche Gelegenheit zu ergreifen.

Nordamerikanische Value-Investoren sprechen bereits von einer
Investitionsmöglichkeit, wie sie sich nur einmal im Leben bietet, und ich
kann dem nur schwer widersprechen. Die Investitionsmöglichkeiten, die sich
für uns als Investoren für Sondersituationen abzeichnen, werden größer sein
als alles, was wir während der Finanzkrise 2008/2009 gesehen haben. Und wir
als AURELIUS sind darauf gut vorbereitet: Wir verfügen sowohl über hoch
qualifizierte Mitarbeiter, die sich im Umgang mit schwierigen Situationen
bestens auskennen, als auch über liquide Mittel und den Mut, den es braucht,
um in schwierigen Zeiten zu investieren.

Für uns bei AURELIUS bietet das aktuelle Marktumfeld demnach eine
einzigartige Gelegenheit, eine Reihe von Unternehmen zu erwerben, die uns
eine hoch attraktive Restrukturierungs- und Exit-Pipeline für die kommenden
Jahre bieten.

Wir sehen das Glas nicht nur als halb voll, sondern eher als 3/4 voll und
sind entschlossen, das Beste daraus zu machen! Wir danken Ihnen für Ihre
anhaltende Unterstützung. Bleiben Sie gesund!

Kontakt:
AURELIUS Gruppe
Anke Banaschewski
Investor Relations & Corporate Communications
Telefon: +49 (89) 544799 - 0
Fax: +49 (89) 544799 - 55
Email: investor@aureliusinvest.de

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08.04.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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