Wacker Neuson SE
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DGAP-News: Wacker Neuson SE: Erste Auswirkungen der Covid-19-Pandemie führen zu rückläufigem Umsatz in Q1/20 (deutsch)

07.05.2020 um 07:00 Uhr

Wacker Neuson SE: Erste Auswirkungen der Covid-19-Pandemie führen zu rückläufigem Umsatz in Q1/20

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DGAP-News: Wacker Neuson SE / Schlagwort(e): Quartals-/Zwischenmitteilung
Wacker Neuson SE: Erste Auswirkungen der Covid-19-Pandemie führen zu
rückläufigem Umsatz in Q1/20

07.05.2020 / 07:00
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Wacker Neuson SE: Erste Auswirkungen der Covid-19-Pandemie führen zu
rückläufigem Umsatz in Q1/20

* Umsatz im ersten Quartal um 5,6 Prozent unter Vorjahr

* EBIT-Marge bei 7,0 Prozent (-0,1 Prozentpunkte)

* Net Working Capital reduziert, Free Cashflow leicht positiv

* Keine neue Prognose für das Geschäftsjahr 2020

München, 7. Mai 2020 - Die Wacker Neuson Group, ein führender Hersteller von
Baugeräten und Kompaktmaschinen, erreichte im ersten Quartal 2020 einen
Umsatz von 410,8 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 5,6 Prozent
gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Q1/19: 435,4 Mio. Euro). "Nach einem
erfolgreichen Start in das Jahr 2020 hat sich das Geschäftsumfeld im
Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gegen Ende des ersten Quartals
stark eingetrübt. Die vielen Unsicherheiten wirken sich negativ auf die
Investitionstätigkeit unserer Kunden aus und bestehende Aufträge werden
teilweise verschoben", erläutert Martin Lehner, Vorstandsvorsitzender der
Wacker Neuson Group.

Während der Konzern in den Regionen Amerikas und Asien-Pazifik zweistellige
Umsatzrückgänge hinnehmen musste, nahm das Geschäftsvolumen in Europa um 3,1
Prozent zu (Q1/20: 326,4 Mio. Euro; Q1/19: 316,7 Mio. Euro). Getrieben wurde
die Entwicklung hier von der Anfang des Jahres noch hohen Nachfrage nach
Kompaktmaschinen für die Landwirtschaft: Der Umsatz mit Rad- und
Teleskopladern der Marken Weidemann und Kramer wuchs um 18,4 Prozent und
erreichte 87,7 Mio. Euro (Q1/19: 74,1 Mio. Euro). Deutlich zweistellig war
auch das Wachstum mit Dumpern. Stark nachgefragt wurden hier insbesondere
die innovativen Dual View Modelle. Insgesamt konnte die positive Entwicklung
in der DACH-Region, auch durch die flexiblen Miet- und Verkaufslösungen des
Direktvertriebs, die deutlichen Umsatzrückgänge im Zusammenhang mit den
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in den südeuropäischen Ländern sowie
unter anderem in Polen, Frankreich und Großbritannien auffangen.

In der Region Amerikas ging der Umsatz um 27,0 Prozent auf 76,9 Mio. Euro
zurück (Q1/19:
105,3 Mio. Euro). Ursächlich waren hier die geringe Investitionsneigung bei
Händlern und Verschiebungen von Bestellungen durch Großkunden, darunter
Vermietketten.

In Asien-Pazifik sank der Umsatz um 44,0 Prozent auf 7,5 Mio. Euro (Q1/19:
13,4 Mio. Euro). Aufgrund der raschen Ausbreitung des Covid-19-Virus kam es
zu einem mehrwöchigen Stillstand des chinesischen Produktionswerkes. Nach
einem langsamen Hochlauf im März produziert der Konzern hier inzwischen
wieder annähernd ohne Einschränkungen.

EBIT-Marge aufgrund strikter Kostenkontrolle nur leicht unter Vorjahr
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im Berichtszeitraum bei 28,9
Mio. Euro (Q1/19: 31,0 Mio. Euro), die EBIT-Marge war mit 7,0 Prozent dabei
nur leicht rückläufig (Q1/19: 7,1 Prozent). Der Konzern profitierte von
einer im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Produktivität in den Werken
sowie strikter Kostenkontrolle in allen Unternehmensbereichen. Gegenläufig
wurden erste Aufwendungen aus dem im Januar angekündigten
Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsprogramm verbucht. Vor
Restrukturierungskosten betrug das EBIT 30,8 Mio. Euro, was einer
bereinigten Marge von 7,5 Prozent entspricht. Das Periodenergebnis lag mit
5,9 Mio. Euro hingegen deutlich unter dem Wert des Vorjahresquartals (Q1/19:
20,8 Mio. Euro). Ursächlich waren hier im Wesentlichen negative
Bewertungseffekte im Zusammenhang mit konzerninternen Darlehen. Insbesondere
die deutlichen Abwertungen der Währungen einiger Länder, deren
Volkswirtschaften stark von den Entwicklungen an den Rohstoffmärkten
abhängen, wirkten sich hier aus. Im Vorjahreszeitraum hatten positive
Bewertungseffekte überwogen.

Net Working Capital reduziert, Free Cashflow leicht positiv
In Folge der Reduktion des Net Working Capital war der Free Cashflow im
ersten Quartal mit 4,3 Mio. Euro leicht positiv (Q1/19: -142,3 Mio. Euro).
Haupttreiber waren rückläufige Forderungen sowie erhöhte Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der sich deutlich unterhalb der
internen Planung bewegenden Umsatzentwicklung lagen die Vorräte gegenläufig
etwas über dem Niveau von Ende 2019. In Anbetracht der Auswirkungen der
Covid-19-Pandemie reduzierte der Vorstand die Produktionsprogramme deutlich
und zog in einigen Werken die für den Sommer geplanten Werksferien vor. Am
Ziel, den Vorratsbestand bis Jahresende auf rund 500 Mio. Euro zu
reduzieren, wird weiterhin festgehalten.

Prognose zurückgenommen, Vorstand und Aufsichtsrat schlagen Aussetzung der
Dividende vor
Da die weiteren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie derzeit nicht verlässlich
abzusehen sind, hat der Vorstand seine für das Geschäftsjahr 2020
veröffentlichte Prognose am 21. April zurückgenommen. "Derzeit ist nicht zu
überblicken, wie sich die Pandemie auf die weitere Nachfrage unserer Kunden,
die Verfassung der globalen Lieferketten und die Produktionsleistung unseres
Konzerns auswirken wird. Mit Blick auf die nächsten Monate gehen wir jedoch
davon aus, dass wir die wirtschaftlichen Auswirkungen sehr viel stärker
spüren werden als noch im ersten Quartal", so Martin Lehner. Im April lag
das Geschäftsvolumen weit unter dem Niveau des Vorjahres, Umsatz und
Auftragseingang verzeichneten deutlich zweistellige Rückgänge.

Um flexibel auf die Nachfragesituation reagieren zu können, setzt der
Konzern derzeit verschiedene Modelle der Kurzarbeit ein. Daneben hat der
Vorstand zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um Kosten zu senken und die
Liquidität abzusichern. Dazu gehört neben der erneuten Prüfung aller
geplanten Investitionsvorhaben auch der gemeinsam mit dem Aufsichtsrat
gefällte Beschluss, der Hauptversammlung die Aussetzung der Dividende
vorzuschlagen.

Kennzahlen der Wacker Neuson Group

in Mio. Euro Q1/20 Q1/19 Veränderung
Umsatz 410,8 435,4 -5,6 %
EBIT 28,9 31,0 -6,8 %
EBIT-Marge in Prozent 7,0 7,1 -0,1 PP
Periodenergebnis 5,9 20,8 -71,6 %
Ergebnis je Aktie in Euro 0,08 0,30 -73,3 %
Ansprechpartner:
Christopher Helmreich
Head of Investor Relations
Wacker Neuson SE
Preußenstraße 41
80809 München
Tel.: +49 - (0)89 - 354 02 - 427
christopher.helmreich@wackerneuson.com
www.wackerneusongroup.com

Die vollständige Quartalsmitteilung der Wacker Neuson Group für das erste
Quartal 2020 ist unter folgendem Link verfügbar:
www.wackerneusongroup.com/investor-relations/finanzberichte-praesentationen/

Bildmaterial der Wacker Neuson Group ist verfügbar unter:
https://wackerneusongroup.com/news-media/pressebilder

Über die Wacker Neuson Group:
Die Wacker Neuson Group ist ein international tätiger Unternehmensverbund
mit über 50 Tochterunternehmen und 150 eigenen Vertriebs- und
Servicestationen. Als ein führender Hersteller von Baugeräten und
Kompaktmaschinen bietet der Konzern seinen Kunden weltweit ein breites
Produktprogramm, umfangreiche Service- und Dienstleistungsangebote sowie
eine leistungsfähige Ersatzteilversorgung. Zur Wacker Neuson Group gehören
die Produktmarken Wacker Neuson, Kramer und Weidemann. Das Leistungsangebot
richtet sich vor allem an Kunden aus dem Bauhauptgewerbe, dem Garten- und
Landschaftsbau, der Landwirtschaft, den Kommunen und der Recyclingbranche
sowie an Bahnbetriebe und Industrieunternehmen. Der Konzern erzielte im Jahr
2019 einen Umsatz von 1,9 Mrd. Euro und beschäftigt über 6.000 Mitarbeiter
weltweit. Die Aktie der Wacker Neuson SE wird im regulierten Markt (Prime
Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt (ISIN: DE000WACK012,
WKN: WACK01) und ist im SDAX der Deutschen Börse gelistet.

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1037609 07.05.2020

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