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Forscher warnen vor mehr Tierkrankheiten beim Menschen

06.07.2020 um 18:05 Uhr

NAIROBI (dpa-AFX) - Ursprünglich bei Tieren vorkommende Krankheiten könnten in Zukunft immer öfter auf den Menschen überspringen - ähnlich wie das mit großer Wahrscheinlichkeit beim neuen Coronavirus geschehen ist. Davor warnen das UN-Umweltprogramm (UNEP) und das International Livestock Research Institute (ILRI) in einem am Montag veröffentlichten Bericht. "Wenn wir weiterhin die Tierwelt ausbeuten und unsere Ökosysteme zerstören, können wir einen stetigen Strom dieser Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, in den kommenden Jahren erwarten", warnte UNEP-Chefin Inger Andersen. Der Bericht zeigt, dass unter anderem die zunehmende Nachfrage nach Tierproteinen, die steigende Urbanisierung und der Klimawandel dazu beitragen.

Die Corona-Krankheit Covid-19 ist demnach ein Beispiel für den Anstieg von Zoonosen - also von Krankheiten, die von Tieren auf Menschen überspringen. Das Coronavirus Sars-CoV-2 ist vermutlich von Fledermäusen über ein anderes Tier auf den Menschen übertragen worden. "Dies war eine höchst vorhersehbare Pandemie", sagte Delia Randolph, eine Veterinär-Epidemiologin beim ILRI. Seit den 1930ern gebe es einen "klaren Trend" einer steigenden Zahl von menschlichen Krankheiten - und rund 75 Prozent davon stammen von Wildtieren./gio/DP/zb

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