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DGAP-News: Union Investment trotzt der Coronakrise (deutsch)

06.08.2020 um 12:00 Uhr

Union Investment trotzt der Coronakrise

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DGAP-News: Union Investment / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis/Fonds
Union Investment trotzt der Coronakrise

06.08.2020 / 12:00
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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- Privatanleger bleiben in der Krise besonnen und tragen das Neugeschäft
- Zahl der Fondssparpläne wächst im ersten Halbjahr 2020 stärker als im
Vorjahreszeitraum
- Neugeschäft des institutionellen Geschäfts bleibt trotz hohen
Liquiditätsbedarfs einzelner Großkunden im Plus
- Corona verstärkt Trends, die für die Fondsanlage sprechen

Frankfurt am Main, 6. August 2020 - Union Investment hat das erste Halbjahr
2020 trotz der Coronakrise und des damit verbundenen Kurseinbruchs an den
Kapitalmärkten im März 2020 mit einem positiven Neumittelaufkommen beendet.
So flossen der Fondsgesellschaft im ersten Halbjahr insgesamt Nettomittel in
Höhe von 4,3 Mrd. Euro zu (1. Halbjahr 2019: 9,0 Mrd. Euro). Das verwaltete
Vermögen belief sich per Ende Juni 2020 auf 359,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 349,1
Mrd. Euro). "Der Lockdown spiegelt sich in der Entwicklung der Assets under
Management und dem Neugeschäft im Vergleich zu den Vorjahren wider. Wir sind
jedoch insbesondere wegen des starken Privatkundengeschäfts gut durch diese
schwierige Phase gekommen", sagt Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender
von Union Investment. "Mit der Unterstützung unserer genossenschaftlichen
Partnerbanken ist es uns gelungen, beim Mittelaufkommen besser als erwartet
abzuschneiden und dadurch unsere Marktposition trotz Corona weiter zu
festigen", führt Reinke aus.

Das Privatkundengeschäft erwies sich als tragende Säule des Neugeschäfts.
Mit 3,7 Mrd. Euro an Nettozuflüssen war das Neugeschäft fast so stark wie im
Vorjahreszeitraum (4,1 Mrd. Euro). Die Assets under Management im
Privatkundengeschäft stiegen um 6,4 Prozent auf 158,8 Mrd. Euro (149,2 Mrd.
Euro).

Nachgefragt wurden vor allem Aktienfonds (1,8 Mrd. Euro), Mischfonds (1,8
Mrd. Euro) und Offene Immobilienfonds (1,2 Mrd. Euro).Hingegen flossen vor
allem aus wertgesicherten Fonds aufgrund von Fälligkeiten (-0,7 Mrd. Euro)
sowie aus Rentenfonds (-0,4 Mrd. Euro) Gelder ab. "Die Sparer haben in der
Coronakrise besonnen gehandelt und auf die Langfristorientierung ihrer
Fondsanlage vertraut. Dieses Verhalten hebt sich positiv von den kräftigen
Abverkäufen in früheren Krisensituationen wie dem Beginn der Finanzkrise
ab", erläutert Reinke.

Einen immer größeren Zuspruch finden Nachhaltigkeitslösungen nun auch bei
Privatkunden. Jeder zweite Euro des Neugeschäfts floss im ersten Halbjahr
2020 in Nachhaltigkeitsfonds. Insgesamt erhöhten sich innerhalb eines Jahres
die nachhaltigen Assets im Privatkundengeschäft auf 9,2 Mrd. Euro (5,0 Mrd.
Euro). "Das Thema Nachhaltigkeit ist endgültig auch bei Privatkunden
angekommen. Für rund ein Drittel von ihnen ist Nachhaltigkeit nach
Einschätzung von Bankberatern heute ein Grund, sich für Fonds zu
entscheiden", so Reinke.

Zahl der Fondssparpläne wächst im ersten Halbjahr 2020 stärker als im
Vorjahreszeitraum

Als Rückgrat des Neugeschäfts mit Privatkunden erwiesen sich einmal mehr die
Fondssparpläne. Ihre Zahl stieg selbst auf dem Höhepunkt der Auswirkungen
der Corona-Pandemie auf die Märkte im März 2020 weiter an. So wurden im
ersten Halbjahr 232.000 neue Sparverträge netto abgeschlossen und damit
deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum (183.000). Die durchschnittliche
monatliche Sparrate aller Sparpläne beträgt 161 Euro. Bei den im ersten
Halbjahr abgeschlossenen Sparplänen liegt sie sogar bei 260 Euro.
"Erfreulich ist, dass unsere Kunden ihre Neuanlagen fast ausnahmslos in
Fonds mit Substanzwerten wie Aktien und Immobilien tätigen. Denn diese sind
in zinslosen Zeiten das Gebot der Stunde", sagt Reinke. Mit den klassischen
Sparplänen, den Riester-Sparplänen und dem VL-Sparen verwaltet Union
Investment nunmehr 5,4 Millionen Fondssparpläne. "Anders als in der
Finanzkrise ist das Vertrauen in die Fondsanlage ungebrochen. Die Evolution
des Sparens schreitet voran und Nachhaltigkeit gewinnt in allen
Geschäftsfeldern an Fahrt", resümiert Reinke.

Neugeschäft des institutionellen Geschäfts bleibt trotz hohen
Liquiditätsbedarfs einzelner Großkunden im Plus

Weniger dynamisch entwickelte sich das institutionelle Geschäft. Das
Neugeschäft legte netto leicht um 0,6 Mrd. Euro (4,9 Mrd. Euro) zu. Damit
stiegen die Assets under Management im institutionellen Geschäft auf 201,0
Mrd. Euro (199,9 Mrd. Euro). Während Spezialfonds um 2,9 Mrd. Euro zulegten,
gaben institutionelle Publikumsfonds 1,6 Mrd. Euro ab. Aus Advisory und
vermögensverwaltenden Mandaten flossen zudem 0,7 Mrd. Euro ab. Rückflüsse
waren insbesondere bei Rentenkurzläufern durch Kunden zu verzeichnen, die
krisenbedingt einen erhöhten Liquiditätsbedarf hatten. Eine angespannte
Risikotragfähigkeit bei Banken- und Versicherungskunden führte zum Abbau
risikotragender Anlageklassen bei diesen Kundengruppen. So wurden auch
Ausschreibungsverfahren für neue Mandate unterbrochen oder zurückgestellt.

Besonders stark nachgefragt wurden hingegen Unternehmensanleihen,
strukturierte Kredite oder Wandelanleihen. Antizyklisch wurden auch aktiv
gemanagte Aktienmandate gesucht. Gefragt waren zunehmend auch alternative
Anlagen wie Private Equity oder Immobilien mit dem Schwerpunkt Logistik.
Hohen Zuspruch fanden zudem Wertsicherungsmandate und
Nachhaltigkeitslösungen. "Das Absatzergebnis im institutionellen
Kundengeschäft ist eine Momentaufnahme der Auswirkungen des Lockdowns. Wir
sehen bereits im Juli wieder ein ansteigendes Geschäft", stellt Reinke fest.

Corona verstärkt Trends, die für die Fondsanlage sprechen

Die Corona-Pandemie hat einige Trends verstärkt, die bereits vorher
eingesetzt hatten. So spielt der Trend zu mehr Nachhaltigkeit bei
Privatkunden eine immer größere Rolle. Bei institutionellen Kunden
verfestigt sich das schon länger etablierte Thema Nachhaltigkeit. Bereits 80
Prozent der institutionellen Investoren berücksichtigen laut einer Studie
von Union Investment Nachhaltigkeitskriterien bei ihren
Anlageentscheidungen. "Es wird nicht nur über die Umwelt diskutiert, sondern
auch über soziale Belange wie die Einhaltung von Menschrechten bei den
Lieferketten und spätestens seit Wirecard auch über gute
Unternehmensführung", erklärt Reinke.

Der Trend des Niedrigzinses wird durch die riesigen weltweiten
Konjunkturpakete zementiert und insbesondere auch auf die USA ausgeweitet.
"Dadurch wird die Fondsanlage für noch mehr Menschen attraktiv werden, da
sie wie kaum ein anderes Investmentvehikel in der Lage ist, chancenreiche
Anlagen anzubieten und zu bündeln", so Reinke.

Auch bleibt die Nachfrage nach privater Altersvorsorge ungebrochen und wird
sogar noch verstärkt. Denn zum einen geht die weltweit steigende
Staatsverschuldung zulasten der Basis der gesetzlichen Vorsorge. Zum anderen
beinträchtigen die Niedrigzinsen zunehmend die Anlageergebnisse
langfristiger Sparprozesse in der Altersvorsorge, die auf Zinspapieren
basieren. "Beide Bewegungen erhöhen die Notwendigkeit, bei der
Altersvorsorge effizienter vorzugehen, was wiederum für die Fondsanlage
spricht", erklärt Reinke.

Für das Fondsgeschäft bleibt Reinke trotz der weiter bestehenden
Herausforderungen daher zuversichtlich: "Corona hinterlässt Spuren, aber
Union Investment ist operativ stabil und weiter auf einem Wachstumspfad. Wir
sind mit dem Geschäftsverlauf unter diesen Vorzeichen sehr zufrieden. Aus
den Trends lässt sich ein erhöhtes Potenzial für die Fondsanlage ableiten.
Die Chancen, dass wir weiter profitabel wachsen werden, sind daher größer
als die Risiken."

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