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Goldman Sachs legt weitere Milliarden in malaysischer Staatsfonds-Affäre zurück

07.08.2020 um 13:22 Uhr

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat im Zusammenhang mit der Korruptions- und Geldwäscheaffäre beim Staatsfonds 1Malaysia Development Berhad (1MDB) ihre Rückstellungen erhöht. Dabei wurden weitere rund 2 Milliarden US-Dollar zur Seite gelegt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Ende Juli hatte sich Goldman Sachs mit dem Land Malaysia auf eine Milliardenzahlung geeinigt. Die Einigung enthält eine direkte Zahlung von 2,5 Milliarden Dollar an den malaysischen Staat. Weitere 1,4 Milliarden Dollar aus beschlagnahmten Vermögenswerten von 1MDB sollen mit Hilfe von Goldman Sachs und des US-Justizministeriums zurückgeführt werden. Goldman Sachs hatte vergangenen Monat erklärt, dass die Beilegung die im vergangenen Quartal bereits zurückgelegten 945 Millionen Dollar deutlich übersteigen werde. Die zusätzliche Rückstellung senke den Gewinn im zweiten Quartal um 85 Prozent, hieß es.

2018 war der damalige malaysische Premierminister Najib Razak über die Affäre gestolpert, bei der es um die Veruntreuung von Staatsvermögen geht. Goldman-Sachs-Managern wird vorgeworfen, sich an kriminellen Machenschaften rund um 1MDB beteiligt zu haben, um an lukrative Mandate zu kommen. Die Bank berät Regierungen rund um die Welt. Razak war Ende Juli im ersten von mehreren Korruptionsprozessen zu bis zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden./nas/fba

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