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DGAP-News: Turbon AG: Zahlen 1. Halbjahr 2020, Ausblick Gesamtjahr 2020 und Folgejahre (deutsch)

14.08.2020 um 18:42 Uhr

Turbon AG: Zahlen 1. Halbjahr 2020, Ausblick Gesamtjahr 2020 und Folgejahre

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DGAP-News: Turbon AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis
Turbon AG: Zahlen 1. Halbjahr 2020, Ausblick Gesamtjahr 2020 und Folgejahre

14.08.2020 / 18:42
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Corporate News der Turbon AG

Zahlen 1. Halbjahr 2020, Ausblick Gesamtjahr 2020 und Folgejahre

Die ab März 2020 ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Auswirkungen der
Corona-Virus-Pandemie führten im zweiten Quartal 2020 zu starken
wirtschaftlichen Einschränkungen weltweit. Die Auswirkungen betrafen im
Turbon Konzern sowohl das Segment Electric als auch das Segment Printing.
Die in den letzten drei Jahren ergriffenen Maßnahmen im Zuge der
Restrukturierung des vormaligen Kerngeschäftes mit wiederaufbereiteten Laser
Toner Cartridges (Segment Printing) und insbesondere die im Zuge der
Maßnahmen erreichte weitgehende Entschuldung der Unternehmensgruppe
verhinderte jedoch eine existentielle Gefährdung des Turbon Konzerns. Wir
gehen davon aus, dass der Turbon Konzern insgesamt gestärkt aus der
Corona-Krise hervorgehen wird.

In den ersten sechs Monaten 2020 erzielten die Unternehmen der Turbon Gruppe
einen Konzernumsatz in Höhe von 21,5 Millionen Euro (Vorjahresperiode 29,5
Millionen Euro). Dabei entfielen 14,9 Millionen Euro auf das Segment
Printing (Vorjahresperiode 22,9 Millionen Euro) und innerhalb des Segmentes
Printing 6,6 Millionen Euro (Vorjahresperiode 13,9 Millionen Euro) auf das
Geschäft mit wiederaufbereiteten Laser Toner Cartridges. Trotz der Maßnahmen
zur Eindämmung der Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie konnte im Segment
Electric der Umsatz leicht gesteigert werden. Er betrug im ersten Halbjahr
2020 6,3 Millionen Euro (Vorjahresperiode 6,2 Millionen Euro). Der
Umsatzrückgang im Konzern in Höhe von 8,0 Millionen Euro betraf somit
ausschließlich das Segment Printing und hier das ehemalige Kerngeschäft mit
wiederaufbereiteten Laser Toner Cartridges. Der Umsatz im Segment Holding
und Sonstige betrug 0,3 Millionen Euro (Vorjahresperiode
0,4 Millionen Euro).

Für das Gesamtjahr 2020 kalkulieren wir auf Basis des heutigen
Informationsstandes mit einem Konzernumsatz zwischen 43,0 und 45,0 Millionen
Euro (ursprüngliche Prognose 45,0 bis 50,0 Millionen Euro). Für das Segment
Printing prognostizieren wir dabei einen Umsatz von 29,0 bis 30,0 Millionen
Euro (ursprüngliche Prognose 30,0 bis 33,0 Millionen Euro) und für das
Segment Electric einen Umsatz von 13,0 bis 14,0 Millionen Euro
(ursprüngliche Prognose 15,0 bis 17,0 Millionen Euro). Für das Segment
Holding und Sonstige erwarten wir im Gesamtjahr 2020 einen Umsatz von 1,0
Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Steuern im Konzern betrug im ersten Halbjahr 2020
minus 0,9 Millionen Euro (Vorjahr minus 2,6 Millionen Euro). In diesem
Betrag sind Einmalaufwendungen für Vorratsabwertungen (Segment Printing,
Laser Toner Cartridges) von 0,4 Millionen Euro und für Maklerkosten im
Zusammenhang mit der Vermietung der Immobilie in Hattingen (Segment Holding
und Sonstige) von 0,3 Millionen Euro enthalten. Auf die Segmente verteilt
sich das Ergebnis wie folgt: Im Segment Printing betrug das Ergebnis vor
Steuern minus 0,6 Millionen Euro (Vorjahresperiode minus 2,2 Millionen Euro)
wobei innerhalb des Segmentes Printing das Ergebnis im Geschäft mit Laser
Toner Cartridges minus 0,9 Millionen Euro betrug (Vorjahresperiode minus 2,5
Millionen Euro) und in den anderen Bereichen wie in der Vorjahresperiode ein
positives Ergebnis von 0,3 Millionen Euro erzielt wurde. Im Segment Electric
wurde ein positives Ergebnis vor Steuern von 0,6 Millionen Euro
(Vorjahresperiode ebenfalls 0,6 Millionen Euro) und im Segment Holding und
Sonstige ein Ergebnis vor Steuern von minus 0,9 Millionen Euro
(Vorjahresperiode minus 1,0 Millionen Euro) erzielt.

Insbesondere aufgrund der Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie müssen wir
auch die Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr 2020 anpassen. Für den Konzern
erwarten wir nunmehr ein Ergebnis vor Steuern von minus 1,3 Millionen Euro
(ursprüngliche Prognose 0,1 Millionen Euro). Dabei prognostizieren wir das
Segment Printing mit minus 0,9 Millionen Euro, während wir in der
ursprünglichen Periode noch von einem ausgeglichenen Ergebnis ausgingen und
für das Segment Electric auch weiterhin ein positives Ergebnis vor Steuern
von 1,1 Millionen Euro. Das Segment Holding und Sonstige prognostizieren wir
mit einem Ergebnis vor Steuern von minus 1,5 Millionen Euro (ursprüngliche
Prognose minus 1,0 Millionen Euro). Die Einnahmen aus der Vermietung der
Immobilie Hattingen aufgrund eines 10-Jahres-Vertrages ab Juli 2020 schlagen
sich erst ab 2021 nieder, da sie im laufenden Jahr durch Einmalaufwendungen
für Maklerkosten, Renovierungsarbeiten u.ä. mehr als aufgezehrt werden.

Weiterhin ist nach wie vor der Verkauf der Immobilien am Standort Thailand
geplant. Sollte der Verkauf der Immobilien noch in 2020 gelingen, würde
hieraus ein Buchgewinn resultieren, der den für 2020 prognostizierten
Verlust des Konzerns mindestens ausgleichen würde. Aufgrund der in Thailand
strengen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Virus-Pandemie ist eine
weitergehende Aussage zum Stand des geplanten Immobilienverkaufes derzeit
nicht möglich.

Zur Bilanz: Die Bilanzsumme konnte zum 30. Juni 2020 weiter reduziert
werden. Sie betrug 40,9 Millionen Euro. Auf der Aktivseite ist insbesondere
das Immobilienvermögen mit einem Buchwert von insgesamt 14,0 Millionen Euro
erwähnenswert. Dass wir von einer im Verkaufszeitpunkt realisierten Reserve
bei den Immobilien in Thailand ausgehen, haben wir berichtet. Weiterhin kann
davon ausgegangen werden, dass bei einer Veräußerung der Immobilie in
Hattingen aufgrund der erreichten langfristigen Vermietungssituation, ein
über den Buchwert hinausgehender Verkaufspreis erzielt werden kann. Eine
Veräußerung der Immobilie Hattingen ist derzeit allerdings nicht geplant.

Weiterhin erwähnenswert ist der fortgesetzte Abbau der Vorräte. Diese
betrugen am 30. Juni 2020 noch 7,4 Millionen Euro, wobei auf Vorräte im
Zusammenhang mit dem Geschäft mit wiederaufbereiteten Laser Toner Cartridges
nur noch 1,4 Millionen Euro entfielen. Es sei hier in Erinnerung gerufen,
dass im Laufe des Jahres 2017 die Laser Cartridge Vorräte noch mit über 20,0
Millionen Euro zu Buche standen. Diese deutliche Reduktion des Working
Capitals und die dadurch ermöglichte Entschuldung kommt uns heute zugute.

Auf der Passivseite sind die Eigenkapitalquote von 35,4 % sowie insbesondere
auch die geringe Bankverschuldung von 4,8 Millionen Euro (3,8 Millionen Euro
entfallen dabei auf die langfristige Finanzierung der Immobilie in
Hattingen) erwähnenswert. Der Bankverschuldung stehen dabei liquide Mittel
von 2,1 Millionen Euro gegenüber.

Für die Zukunft gehen wir davon aus, dass sich im Segment Electric, die sich
durch die Corona-Virus-Pandemie noch beschleunigende Digitalisierung für uns
positiv auswirken wird. Im Segment Printing dagegen erwarten wir,
insbesondere im Geschäft mit wiederaufbereiteten Laser Toner Cartridges,
anhaltend schwächere Umsätze.

Basierend auf diesen Annahmen werden wir uns in den kommenden Jahren im
Segment Printing insbesondere auf das Geschäft der Beteiligung in Dubai
sowie das Endkundengeschäft der Berolina fokussieren. Im Händlergeschäft mit
wiederaufbereiteten Laser Toner Cartridges hat die Konzentration auf
verbliebene lukrative Bereiche bereits begonnen. Dieses ist die
Voraussetzung, um im Segment Printing ab 2021 die Zeit der Verluste
endgültig zu beenden und unabhängig von der Umsatzgröße positive
Ergebnisbeiträge und Liquiditätszuflüsse zu erzielen.

Im Segment Electric planen wir die Beschleunigung des Wachstums in beiden
Bereichen sowohl organisch als auch durch Akquisitionen. Mit steigendem
Umsatz wird ein zumindest proportionales Ergebniswachstum erwartet. Die
erzielten Gewinne sollen vorrangig zur Wachstumsfinanzierung verwendet
werden.

Im Segment Holding und Sonstige schließlich planen wir die Veräußerung der
Immobilien in Thailand sowie auch der Finanzbeteiligung an der vormals
selbstgenutzten Immobilie in Österreich. Die vermieteten Immobilien in
Hattingen (vermietet an Dritte) und in Rumänien (vermietet an Beteiligungen)
sollen zunächst als Renditeobjekte weitergeführt werden. Dieses auch um die
Finanzierung der Turbon AG als börsennotierte Holding sicherzustellen.

Der ausführliche Halbjahresbericht wird am 24. August 2020 veröffentlicht
werden und über unsere Internetseite abrufbar sein.

Hattingen, 14. August 2020

Der Vorstand

Kontakt:
Sven-Christoph Wendlandt
+49 2324 977 3008
info@turbon.de

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14.08.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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Sprache: Deutsch
Unternehmen: Turbon AG
Am Walzwerk 25
45527 Hattingen
Deutschland
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E-Mail: info@turbon.de
Internet: http://www.turbon.de
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WKN: 750450
Börsen: Regulierter Markt in Düsseldorf; Freiverkehr in Berlin,
Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart
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