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Munich Re kommt bei Beirut-Explosion und Wirbelstürmen glimpflich davon

07.09.2020 um 14:05 Uhr

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Rückversicherer Munich Re ist bei den jüngsten Katastrophen abseits der Corona-Pandemie voraussichtlich glimpflich davongekommen. Auch die Entwicklung der Schäden infolge der Corona-Krise habe sich seit der Jahresmitte im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen verlangsamt, teilte der Dax-Konzern am Montag in München mit. Im ersten Halbjahr hatte die Munich Re infolge der Pandemie Schäden von rund 1,5 Milliarden Euro verbucht. Vor allem der Ausfall von Großveranstaltungen schlug bei den Münchnern teuer zu Buche.

Die verheerende Explosion in Libanons Hauptstadt Beirut Anfang August dürfte den Rückversicherer nach dessen Schätzung einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag kosten. Eine ähnliche Belastung erwartet das Management infolge der Zerstörungen durch die jüngsten Hurrikane "Hanna", "Isaias" und "Laura" im Juli und August. Allerdings sei die Prognose der Sturmschäden noch unsicher.

So erwartet der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister AIR Worldwide, dass Wirbelsturm "Laura" an Gebäuden in den USA versicherte Schäden zwischen 4 und 8 Milliarden US-Dollar (3,4 bis 6,8 Mrd Euro) angerichtet hat. Der Konkurrent Corelogic geht von 8 bis 12 Milliarden Dollar aus. Rivale RMS erwartet ähnlich hohe Wind- und Sturmschäden in Höhe von 8,5 bis 12 Milliarden Dollar. Zusätzlich rechnet RMS mit Schäden an Bohrplattformen, Förderanlagen und Pipelines im Golf von Mexiko in Höhe von 1 bis 2 Milliarden Dollar.

Bei der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut wurden nach einer Schätzung der Weltbank Gebäude und andere Infrastruktur im Wert von bis zu 4,6 Milliarden Dollar zerstört. Die Summe bezieht sich allerdings auf die gesamten, nicht nur auf die versicherten Schäden. Bei der Katastrophe waren Anfang August große Teile des Hafens sowie umliegende Wohngebiete zerstört worden. Bis zu 300 000 Menschen haben keine Wohnung mehr. Bei der Detonation wurden mehr als 180 Menschen getötet und mehr als 6000 weitere verletzt.

Von den seit Mitte August tobenden Waldbränden in Kalifornien sieht sich die Munich Re kaum betroffen und rechnet mit keinen erheblichen Belastungen. Bei der Katastrophe ist eine Fläche von mehreren tausende Quadratkilometern abgebrannt. Erst am Wochenende verwandelten die Brände Teile des US-Bundesstaats in eine Feuerhölle./stw/men/stk

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