Renault S.A.
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ROUNDUP/Acea: Nachfrageeinbruch im europäischen Automarkt schwächt sich ab

17.09.2020 um 12:04 Uhr

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Für Europas Automarkt hat der Sommer nach dem Einbruch in der Corona-Krise Zeichen einer Erholung gebracht. Nach den Lockerungen in vielen EU-Ländern und der Wiederöffnung der Autohäuser nach dem Lockdown fiel das Minus im Juli mit nur noch 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat relativ gering aus, wie der zuständige Branchenverband Acea am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Im August folgte zwar ein weiterer Rückschlag mit einem Rückgang um 18,9 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings war der Einbruch im Frühjahr noch deutlich schärfer gewesen.

Zudem war der Autoabsatz im vorigen Sommer erneut von einem Sondereffekt nach oben getrieben worden. So wurden in Deutschland laut Herstellerverband VDA im August 2019 besonders viele Wagen zugelassen, die wegen der Einführung weiterer neuer Regeln des Abgas- und Verbrauchstestverfahrens WLTP danach nicht mehr hätten zugelassen werden dürfen. Die dadurch vorübergehend erhöhten Zulassungszahlen konnten die Hersteller im August 2020 nicht halten. WLTP gilt für die gesamte EU.

Sowohl die Zahlen für Juli als auch diejenigen für August wurden am Donnerstag gemeinsam veröffentlicht. Im Schnitt fiel der Rückgang im Sommer deutlich geringer aus als in den Monaten zuvor. Im Mai waren die Zulassungszahlen im Jahresvergleich noch um über die Hälfte abgesackt, nachdem der europäische Automarkt im Zuge der sich zuspitzenden Virus-Krise im April förmlich zusammengebrochen war.

Gleich sieben der 27 EU-Mitgliedsstaaten verzeichneten im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat Zuwächse, darunter die bedeutenden Märkte Frankreich (plus 3,9 Prozent) und Spanien (plus 1,1 Prozent). Im August verzeichneten hingegen alle EU-Länder mit Ausnahme Zyperns (plus 14,1 Prozent) wieder Rückgänge. Von den vier größten Märkten schnitt Italien mit einem leichten Minus von 0,4 Prozent am besten ab, das deutlichste Minus gab es in Deutschland und Frankreich mit jeweils rund einem Fünftel.

Von den großen Automarken konnte sich lediglich BMW dem allgemeinen Trend entziehen. Der Münchner Premiumhersteller verzeichnete sowohl im Juli (plus 18,2 Prozent) als auch im August (plus 6,8 Prozent) Zuwächse. Für den VW-Konzern standen dagegen sowohl im Juli (minus 6,8 Prozent) als auch im August (minus 24,3 Prozent) Rückgänge zu Buche. Während Daimler im Juli ein kleines Plus von 1,2 Prozent verzeichnete, mussten die Schwaben im August ein Minus von einem Fünftel hinnehmen.

Der französische PSA-Konzern mit Marken wie Peugeot, Citroen und Opel musste in beiden Monaten deutliche Einbußen verkraften. Während es für Renault im Juli um 4,7 Prozent bergauf ging, stand im August ein Minus von rund einem Viertel zu Buche. Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler lag im Juli (minus 7,8 Prozent) und auch im August (minus 6,6 Prozent) klar unter den Vorjahreswerten.

Seit Jahresbeginn bezifferte sich das Minus bei den EU-Neuzulassungen den Angaben zufolge auf 32,0 Prozent: Insgesamt wurden rund 6,12 Millionen Pkw zugelassen. In den vier wichtigsten EU-Märkten verzeichnete das heftig von der Pandemie gebeutelte Spanien (minus 40,6 Prozent) den deutlichsten Einbruch im bisherigen Jahresverlauf, gefolgt von Italien (minus 38,9 Prozent) und Frankreich (minus 32,0 Prozent). In Deutschland sanken die Neuregistrierungen in den ersten acht Monaten um 28,8 Prozent./eas/stw/men

Renault S.A. Chart
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