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Aktien Frankfurt: Anleger überstehen 'Hexensabbat' bislang gut

18.09.2020 um 14:47 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben den "Hexensabbat" am Freitag bislang ohne größere Blessuren überstanden. Der Dax lag am Nachmittag mit 0,16 Prozent im Plus bei 13 229 Punkten. Kurz zuvor war der September-Terminkontrakt auf den Dax bei etwa 13 250 Punkten ausgelaufen. Um diese Marke war der Dax schon die gesamte Woche über gependelt. Auf Wochensicht tritt der Leitindex quasi auf der Stelle.

Beim auch Hexensabbat genannten großen Verfall an den Derivatebörsen laufen einmal im Quartal Terminkontrakte und Optionen auf Aktienindizes und Einzelwerte aus. Investoren versuchen dann, die Kurse in die für sie vorteilhafte Richtung zu bewegen. Das führt nicht selten zu Kursausschlägen, die fundamental nicht zu begründen sind. Das ist den Investoren an diesem Freitag wohl erspart geblieben. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel lag mit 0,12 Prozent im Plus bei 27 654 Punkten. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab leicht nach.

Für Aufsehen und Bewegung sorgt derweil die Spekulation um eine Übernahme des Dax-Konzerns Covestro . Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge erwägt der New Yorker Investor Apollo eine Übernahme der einstigen Kunststoffsparte von Bayer , die inzwischen im Dax gelistet ist. Der Kurs der Covestro-Aktie schnellte daraufhin um fast 7 Prozent nach oben. Covestro teilte mit, man befinde sich gegenwärtig nicht in Gesprächen mit Apollo.

Nach anfänglichen Kursgewinnen drehten die Aktien des Leasing-Anbieters Grenke wieder mit 6 Prozent ins Minus. Am Dienstag und Mittwoch war der Kurs nach einer sogenannten Short-Attacke eines spekulativen Investors um mehr als 50 Prozent eingebrochen. Viceroy Research hatte dem Unternehmen unter anderem Bilanzfälschung vorgeworfen. Grenke weist die Vorwürfe zurück und will an diesem Freitag dazu detailliert Stellung beziehen.

Die MAN-Aktie , die an der Börse sonst ein Schattendasein führt, brach um 16 Prozent ein. Die VW-Lastwagentochter Traton will den Lkw- und Buskonzern MAN im laufenden Jahr entgegen früherer Pläne doch nicht mehr von der Börse nehmen. Anleger, die im Falle einer Komplettübernahme mit anschließendem Delisting von der Börse auf eine gute Abfindung gesetzt hatten, reagierten enttäuscht und stießen die MAN-Papiere ab.

Für Fraport-Aktien ging es nach zwei starken Börsentagen wieder um 4,3 Prozent nach unten. Lufthansa büßten 3,8 Prozent ein. Händler verwiesen darauf, dass die Zahl der mit dem Coronavirus neuinfizierten Personen steige, vor allem in Frankreich.

Eine milliardenschwere Kapitalerhöhung des Shoppingcenter-Betreibers Unibail-Rodamco-Westfield vom Vortag belastete erneut auch die Kurse deutscher Branchentitel. So büßten Deutsche Euroshop 5,5 Prozent ein und Aroundtown 4,5 Prozent. Letztere führt im Portfolio auch Hotel- und Einzelhandelsimmobilien.

Am Devisenmarkt legte der Euro etwas zu, er wurde zuletzt mit 1,1835 US-Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1797 Dollar festgelegt.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,48 Prozent am Donnerstag auf minus 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 145,61 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,12 Prozent auf 174,33 Zähler zu./bek/stw

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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