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USA: Leistungsbilanz weitet Defizit in Corona-Krise stark aus

18.09.2020 um 15:01 Uhr

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die Leistungsbilanz der USA hat ihr chronisches Defizit im zweiten Quartal infolge der Corona-Krise drastisch ausgeweitet. Das Defizit stieg um 59,0 Milliarden US-Dollar oder 52,9 Prozent auf 170,5 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einer Defizitausweitung gerechnet, allerdings in geringerem Umfang. Das Defizit in der Handelsbilanz stieg stark an, während die Überschüsse in der Dienstleistungs- und Einkommensbilanz zurückgingen.

Die Leistungsbilanz stellt den volkswirtschaftlichen Austausch der USA mit dem Ausland dar. Abgebildet sind der Waren- und Dienstleistungsverkehr sowie Einkommensübertragungen. Letztere resultieren etwa aus Heimatüberweisungen von Gastarbeitern. Die USA weisen ein chronisches Leistungsbilanzdefizit aus, was vereinfacht bedeutet, dass die USA ständig mehr Leistungen aus dem Ausland erhalten als sie selbst dorthin liefern. Finanziert wird dieser Zufluss durch Kredit aus dem Ausland in Form von Kapitalimporten./bgf/jsl/eas

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