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OTS: Intrum Deutschland GmbH / Europäische Unternehmen: Rezession mit ...

28.09.2020 um 13:23 Uhr

Europäische Unternehmen: Rezession mit historischem Ausmaß wird
erwartet
Heppenheim (ots) - European Payment Report zeigt deutliche Auswirkungen der
Covid-19 Pandemie / Viele Unternehmen kämpfen ums Überleben / Pünktliche
Zahlungen entscheidend

Heute stellt Intrum den European Payment Report 2020 (EPR) der Öffentlichkeit
vor, der seit 1998 jährlich erhoben wird. Die Studien-Ergebnisse zeigen, dass
die Geschäftsentwicklung in vielen Sektoren zum Erliegen gekommen ist. Die
Wirtschaftsprognose der Europäischen Kommission vom Sommer 2020 geht davon aus,
dass die EU-Wirtschaft im Jahr 2020 um 8,3 Prozent schrumpfen wird. Die
europäischen Volkswirtschaften sind durch die negativen finanziellen Folgen
getroffen, die hauptsächlich von der Covid-19-Pandemie verursacht und verstärkt
worden sind.

Fast sechs von zehn befragten Unternehmensvertretern geben insgesamt an, dass
eine europaweite Rezession die größte Herausforderung darstellt, wenn es darum
geht, dass die Kunden in den nächsten zwölf Monaten pünktlich zahlen. In
Deutschland sind sogar 68 Prozent der Befragten dieser Meinung. Platz zwei und
eine Folge davon seien finanzielle Schwierigkeiten der Kunden (Deutschland 31,
EU-Schnitt 38 Prozent) und damit einhergehende verspätete Zahlungen.

"Die Unternehmen bereiten jetzt die notwendigen Schritte vor, um sich auf eine
durch die Pandemie verursachte Rezession vorzubereiten. Geringere Einnahmen
haben den Cashflow der Unternehmen verringert und dadurch den Druck auf die
eigenen Finanzen und ausgehende Zahlungen erhöht. Die Auswirkungen auf die
europäische Zahlungssituation werden weiterhin dramatisch sein", sagt Mikael
Ericson, Präsident und CEO von Intrum.

Immobilien und Bau sind am stärksten von Zahlungsverzug betroffen

Die Rezession wird die industriellen Zweige auf unterschiedliche Weise treffen.
Der EPR zeigt deutlich, dass beispielsweise Unternehmen im Immobilien- und
Bausektor am stärksten von Zahlungsverzug betroffen sind. 41 Prozent dieser
Unternehmen geben an, längere Zahlungsfristen akzeptiert zu haben, um eine
Insolvenz zu vermeiden. Der europäische Durchschnitt liegt bei 35 Prozent.

Gleichzeitig haben Unternehmen im Gastgewerbe und der Freizeitindustrie
europaweit immer noch mit unterschiedlichen pandemiebedingten staatlichen
Beschränkungen zu kämpfen. Innerhalb dieser Branchen geben vier von zehn
Befragten (42 Prozent) an, dass eine Rezession schwerwiegende Auswirkungen auf
ihr Geschäft haben wird - die höchste Zahl der elf von Intrum befragten
Branchen.

Kosten senken und Einstellungen reduzieren

Die Ergebnisse des Reports zeigen darüber hinaus, dass europäische Unternehmen
sich vor allem für folgende Maßnahmen entscheiden, um ihr Geschäft in einer
Rezession und einem wirtschaftlichen Umbruch zu schützen: 38 Prozent der
Befragten planen, die Kosten zu senken, während 35 Prozent bei einer
Kreditaufnahme und Investitionen vorsichtiger sind. 29 Prozent geben an, dass
sie weniger Personal einstellen wollen, um sich auf eine Rezession
vorzubereiten, verglichen mit 18 Prozent im Jahr 2019.

Die Zahlungslücke vergrößert sich

Mehr als vier von zehn Befragten (43 Prozent) glauben, dass das Risiko in den
nächsten zwölf Monaten zunehmen wird, dass es bei Kunden zu
Zahlungsverzögerungen oder Zahlungsausfällen kommen könnte. 19 Prozent sagen
sogar, dass es erheblich zunehmen wird. Unternehmen stehen aufgrund der
geringeren Liquidität zunehmend unter Druck, so dass viele von ihnen nach
alternativen Möglichkeiten suchen, um liquide zu bleiben.

Fast die Hälfte (46 Prozent) gibt an, dass die zunehmende Lücke zwischen
Zahlungsziel und tatsächlicher Zahlung ein echtes Risiko für das nachhaltige
Wachstum ihres Geschäfts darstellt. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) gibt an,
dass verspätete Zahlungen ihr Überleben während der Pandemie gefährdet haben,
verglichen mit 35 Prozent der Befragten vor der Krise.

"Trotz aller Bemühungen verlängert sich die Zeit zwischen der vereinbarten
Zahlungsfrist und der tatsächlichen Zahlungsdauer europaweit. Dies ist ein
wachsendes Problem, da es Unternehmen in schwierige finanzielle Positionen
bringt. Unbestritten könnte es für europäische Unternehmen länger dauern, sich
finanziell zu erholen, als für die europäischen Regierungen", sagt Ericson.

Über den European Payment Report 2020 von Intrum

Der European Payment Report (EPR) 2020 basiert auf einer Umfrage, die vom 14.
Februar bis 14. Mai 2020 in 29 europäischen Ländern gleichzeitig durchgeführt
wurde. In dem Bericht wertet Intrum die Daten von insgesamt 9.980 Unternehmen in
Europa aus, um Einblicke in das Zahlungsverhalten und in die finanzielle
Stabilität europäischer Unternehmen zu erhalten. In Deutschland nahmen über 600
Unternehmen an der Umfrage teil. Befragt wurden im Rahmen der Umfrage Personen,
die in ihrer Funktion als Finanzvorstand, CFO, Head of Credits,
Business-Controller o.ä. fungieren. Der ungekürzte European Payment Report 2020
wird ab dem 28. September in 29 europäischen Ländern vorgestellt und ist hier
abzurufen: http://www.intrum.com/epr2020 . Der EPR für Deutschland kann über die
Intrum-Pressestelle angefordert werden.

Über Intrum

Intrum ist in 24 europäischen Ländern mit Credit Management Services präsent.
Mit über 9.000 Mitarbeitern, 80.000 Unternehmen als Klienten und einem Umsatz
von rund 1,5 Milliarden EUR (2019) ist Intrum Marktführer in diesem Segment. In
Deutschland werden an den Standorten Heppenheim, Essen, Hamburg, Eberswalde und
Kleinmachnow ca. 500 Mitarbeiter beschäftigt. Intrum bietet seinen Klienten
Lösungen zur Verbesserung des Cashflows und der langfristigen Profitabilität an.
Im Mittelpunkt stehen Finanzdienstleistungen, vom Lastschriftverfahren für den
Handel, über das Debitorenmanagement und den gesicherten Rechnungskauf im
E-Commerce bis zum Management von Forderungen mit Leistungsstörungen und der
Betreuung überschuldeter Kunden. Die Kunden sollen auf dem Weg aus den Schulden
begleitet werden, damit sie wieder aktiv am Wirtschaftsgeschehen teilnehmen
können. Intrum setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung ein. Für Intrum ist
es selbstverständlich, dass finanzielle Nachhaltigkeit auch Hand in Hand mit
ökologischer und sozialer Verantwortung geht. So ist Intrum seit 2016
Unterzeichner der 10 Prinzipien des UN Global Compact und hat die
Sustainability-Ziele in den Geschäftsbetrieb integriert.

Pressekontakt:

Kristina Klehr, National Marketing & Communication Manager
Intrum Deutschland GmbH. E-Mail: mailto:PressestelleDE@intrum.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/54479/4719149
OTS: Intrum Deutschland GmbH

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