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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Im Minus - Technische Probleme bei Euronext

19.10.2020 um 21:16 Uhr

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Am europäischen Aktienmarkt hat die Anleger nach einem freundlichen Handelsbeginn wieder etwas der Mut verlassen. Die wichtigsten Aktienindizes waren am Montag moderat ins Minus gerutscht, nachdem die tonangebende Wall Street mit Verlusten in die neue Woche gestartet war. Aktuell ist die Unsicherheit hoch, ob es in den festgefahrenen Gesprächen über ein neues Corona-Hilfspaket in den USA doch noch vor den Wahlen Bewegung geben wird.

Der EuroStoxx 50 stand gegen 21 Uhr 0,09 Prozent tiefer bei 3242,51 Punkten, nachdem er zu Handelsbeginn noch um mehr als 1 Prozent gestiegen war. Viele Aktien, die im Eurozonen-Leitindex enthalten sind, konnten zwischenzeitlich wegen massiver technischer Probleme beim Börsenbetreiber Euronext nicht gehandelt werden.

Der Euronext-Ausfall betraf unter anderem französische und niederländische Aktien. Bei einigen Werten verzögerte sich sogar die Feststellung der Schlusskurse auf unbestimmte Zeit, so dass auch der EuroStoxx und der französische Cac 40 nicht abschließend berechnet werden konnten. Das französische Börsenbarometer verzeichnete zuletzt ein Minus von 0,13 Prozent auf 4929,27 Punkte.

Der britische FTSE 100 war wie auch italienische, spanische und deutschen Aktien nicht betroffen. Der Londoner Leitindex verlor am Ende 0,59 Prozent auf 5884,65 Punkte und litt damit unter der Aussicht auf einen "harten Brexit". Der britische Staatsminister Michael Gove hatte die Europäische Union dazu aufgefordert, ihre Haltung beim geplanten Brexit-Handelspakt "fundamental" zu ändern. So wie die Dinge derzeit stünden, sei aber nicht mehr mit einem solchen Abkommen vor Ende der Brexit-Übergangsphase zu rechnen.

In der Branchenwertung waren unter anderen Bankwerte gefragt; der entsprechende Sektorindex stieg um 0,90 Prozent. Hier hatte die schweizerische Privatbank Julius Bär mit starken Neunmonatszahlen überzeugt. Die Aktien in Zürich zogen um gut sechs Prozent an. Dem folgten die Papiere der großen schweizerischen Bankhäuser UBS und Credit Suisse mit ebenfalls besonders deutlichen Gewinnen von rund drei beziehungsweise gut vier Prozent.

Die Aktien von Philips beendeten den Handel laut einer Mitteilung des Unternehmens bei 42,305 Euro. Dies habe die Euronext festgelegt, hieß es. Das wäre ein Plus zum Vortag von fast zwei Prozent. Der Medizintechnikkonzern hatte im dritten Quartal besser abgeschnitten als erwartet und neue Mittelfristziele vorgestellt, die am Markt gut ankamen.

Die Anteilscheine von Danone legten 0,3 Prozent zu. Um wieder in die Spur für seine mittelfristigen Wachstumsziele zu kommen, will sich der französische Lebensmittelkonzern inmitten der Corona-Pandemie von Unternehmensteilen trennen und sein Management neu ausrichten.

Für die Aktien von Inditex ging es sogar um 1,6 Prozent nach oben. Analystin Aneesha Sherman von Bernstein Research hatte die Papiere des Textilhändlers am Montag in einer Studie als Rohdiamant bezeichnet. Sie lobte die Strategie beschleunigter Ladenschließungen und eine Umsatzerholung im September./la/he

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