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Aktien Frankfurt: Uneinheitliche Tendenz

20.10.2020 um 11:59 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ohne klare Richtung hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag im Handelsverlauf präsentiert. Der Dax notierte gegen Mittag 0,37 Prozent tiefer bei 12 807,33 Punkten. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel stieg hingegen um 0,25 Prozent auf 27 886,08 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich praktisch unverändert bei 3242 Punkten.

"Während auf der anderen Seite des Atlantiks die Wahrscheinlichkeiten auf einen Last-Minute-Deal im US-Konjunkturpaket von Minute zu Minute weniger werden, steigt in der alten Welt die Unsicherheit über das grassierende Coronavirus weiter an", sagte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. "Covid-19 zwingt die Investoren, sich in den nächsten Tagen und Wochen für eine Richtung zu entscheiden. Ein zweiter Lockdown in der Bundesrepublik und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Flurschäden wurden bislang noch nicht vollständig antizipiert."

Die Papiere von FMC rutschten unter zunehmendem Verkaufsdruck zeitweise um 4,8 Prozent auf 67,60 Euro ab - das tiefste Niveau seit Ende April. JPMorgan-Analyst David Adlington sieht den Dialysekonzern operativ zwar auf gutem Weg seine Jahresziele zu erreichen. Eine Prognoseerhöhung hält er angesichts der Unwägbarkeiten im vierten Quartal aber für unwahrscheinlich.

Die Aktien von Jenoptik sackten um 4,4 Prozent ab. Der Technologiekonzern reduzierte sein Umsatzziel für 2020. Die bisherigen Markterwartungen hätten sogar noch über dem alten Umsatzziel gelegen, erklärte ein Börsianer die heftige Marktreaktion.

Der Autobauer BMW verzeichnete im abgelaufenen Quartal wie auch der Rivale Daimler eine überraschend gute Entwicklung der finanziellen Mittel. Zwischen Juli und Ende September habe der Konzern im Kerngeschäft mit dem Autobau einen Zufluss von 3,07 Milliarden Euro verzeichnet. Damit übertreffe der Konzern nach vorläufigen Daten die aktuelle Markterwartung, hieß es. BMW-Papiere reagierten jedoch kaum auf die Nachrichten.

Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius profitiert in der Corona-Pandemie weiter von guten Geschäften. Nach einem starken Wachstum in den ersten neun Monaten werden die Niedersachsen in puncto Umsatz und Profitabilität nun auch optimistischer für das Gesamtjahr. Die Aktien erklommen im frühen Handel ein Rekordhoch bei 396,60 Euro und bröckelten danach etwas ab. Zuletzt notierten sie rund 4,0 Prozent im Plus bei 388,20 Euro.

Die Papiere von Teamviewer rutschten um 7,0 Prozent ab. Der britische Investor Permira trennte sich von weiteren Anteilen an dem Softwareanbieter. Nach den vorherigen Platzierungen im März und Mai hält Permira nun noch 28 Prozent. DZ-Bank-Analyst Armin Kremser sieht den "kurzfristigen Rücksetzer" der Aktie als gute Einstiegschance für Anleger./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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