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Aktien Frankfurt: Schwächer - Dax bleibt angezählt

27.10.2020 um 11:30 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem schwachen Wochenbeginn tut sich der Dax auch am Dienstag schwer. Der Leitindex verlor gegen Mittag 0,39 Prozent auf 12 129,69 Punkte. Tags zuvor hatte vor allem der fast 22-prozentige Kurseinbruch des Index-Schwergewichts SAP dem Barometer zugesetzt. Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank sieht den Dax vorerst angezählt.

Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel notierte am Dienstag mit minus 0,09 Prozent auf 26 680,57 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um ein halbes Prozent.

SAP gaben am Dienstag zunächst weiter nach, drehten dann aber ins Plus mit zuletzt zweieinhalb Prozent. SAP-Mitgründer Hasso Plattner setzte mit einem Kauf von SAP-Aktien im Wert von fast einer Viertel Milliarde Euro ein Zeichen. Am Montag hatte der Softwarekonzern mit seiner neuen Prognose für Ernüchterung gesorgt. Der Charttechnik-Expert Marcel Mußler schrieb in seinem täglichen Börsenbrief, es werde lange dauern, bis SAP den jüngsten Kurssturz ausgeglichen habe. Zu den Hausse-Kandidaten zählten die Titel nun erst einmal nicht. Zum Schnäppchen würden sie erst wieder bei Kursen etwas über 82 Euro, dem Crash-Tief aus dem März.

Mit Geschäftszahlen stand am Dienstag Covestro im Blick. Der Kunststoffkonzern fand im dritten Quartal zurück in die Gewinnzone. Die Zahlen hätten angesichts schon bekannter Eckdaten allerdings kaum noch Überraschungen enthalten, hieß es von der Baader Bank. Covestro verloren 0,7 Prozent.

Im MDax trotzten die Papiere des Großküchenausrüsters Rational den eher vorsichtigen Aussagen des Managements zu den Geschäftsperspektiven. Vorbörslich noch klar im Minus, gewannen sie gegen Mittag 3,3 Prozent. Der Chemikalienhändler Brenntag will im Zuge seines Umbaus weltweit etwa 1300 seiner 17 500 Arbeitsplätze abbauen. Global sollen etwa 100 Standorte geschlossen werden. Die Aktien gewannen an der MDax-Spitze 5,7 Prozent.

Washtec verloren als schwächster SDax-Wert 6,7 Prozent nach Quartalszahlen. Der Waschanlagen-Hersteller spürt weiter die Corona-Unsicherheit. Ein präziser Ausblick sei nicht möglich./ajx/stk

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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