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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 24.11.2020 - 17.00 Uhr

24.11.2020 um 17:09 Uhr

ROUNDUP 3: Schärfere Corona-Regeln geplant - Lockerungen an Weihnachten

BERLIN - Die Bürger in Deutschland müssen sich in der Corona-Krise auf strengere Kontaktbeschränkungen einstellen - dafür sollen sie Weihnachten im engeren Familien- und Freundeskreis feiern dürfen. Ob Lockerungen auch für Silvester gelten, ist vor neuen Beratungen der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch aber noch offen. Für Firmen, die auch im Dezember dicht bleiben sollen, plant der Bund weitere Milliardenhilfen.

DIHK-Umfrage: Jede elfte Firma sieht sich von Insolvenz bedroht

BERLIN - Die Corona-Krise sorgt zunehmend für Finanzprobleme bei Unternehmen. Über alle Branchen hinweg sieht sich nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags derzeit jeder elfter Betrieb von einer Insolvenz bedroht. Mehr als 80 Prozent davon sind demnach kleine Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern. Besonders häufig von einer Insolvenz bedroht sehen sich laut Umfrage Firmen aus der Reisewirtschaft, der Gastronomie sowie der Kultur-und Kreativwirtschaft - sie sind besonders hart von Beschränkungen zur Eindämmung des Virus betroffen.

ROUNDUP: Merkel kündigt eigene Vorschläge für Runde mit Ministerpräsidenten an

BERLIN - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Vorschläge der Ministerpräsidenten zum Kampf gegen die hohen Corona-Infektionszahlen begrüßt, zugleich aber eigene Vorschläge zur Kontaktreduzierung für die Verhandlungen an diesem Mittwoch angekündigt. Das Papier der Länder sei gut, die Überlegungen fänden zum großen Teil die Unterstützung des Bundes, sagte Merkel am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern in der virtuellen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Der Bund werde aber noch weitere Vorschläge machen, beispielsweise dort, wo es ein besonders hohes Infektionsgeschehen gebe. In einigen Bereichen seien gegebenenfalls nochmals spezifische Maßnahmen notwendig.

ROUNDUP 2: Bund plant Dezemberhilfen für Firmen von 17 Milliarden Euro

BERLIN - Der Bund plant bei einer Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember Finanzhilfen für betroffene Unternehmen im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen. Details dazu sind bisher unklar. Die Verhandlungen liefen auf Hochtouren, hieß es vor Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch zum weiteren Vorgehen angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichtet, Firmen könnten mit Hilfen in einem Umfang von 15 bis 20 Milliarden Euro rechnen.

ROUNDUP: Corona-Welle lässt Ifo-Geschäftsklima sinken

MÜNCHEN - Die Maßnahmen gegen die neue Corona-Infektionswelle haben die Stimmung deutscher Unternehmen spürbar belastet. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster Konjunkturindikator, fiel im November gegenüber dem Vormonat um 1,8 Punkte auf 90,7 Zähler, wie das Ifo-Institut am Dienstag in München mitteilte. Es ist der zweite Rückgang in Folge, der allerdings etwas weniger deutlich ausfiel als befürchtet. Analysten hatten im Schnitt mit 90,2 Punkten gerechnet.

Frankreich: Geschäftsklima bricht wegen Maßnahmen gegen neue Corona-Welle ein

PARIS - Die Stimmung in den französischen Unternehmen hat sich im November nach neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie deutlich eingetrübt. Das Geschäftsklima sei um elf Punkte auf 79 Zähler gefallen, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag in Paris mit. Der Rückgang fiel damit stärker aus als Analysten befürchtet hatten. Sie waren von einem Indexwert von 84 Punkten ausgegangen.

ROUNDUP 2: Kräftiges Comeback der deutschen Wirtschaft im Sommer

WIESBADEN - Die deutsche Wirtschaft ist nach dem Absturz in der Corona-Krise kräftiger in Schwung gekommen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Zeitraum Juli bis September im Vergleich zum zweiten Quartal um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Nach vorläufigen Daten war die Behörde von einem Plus von 8,2 Prozent ausgegangen. Zum Jahresende dürfte die Erholung aber wegen des Teil-Lockdowns in Deutschland und Beschränkungen in vielen anderen europäischen Staaten angesichts steigender Infektionszahlen eine Pause einlegen.

Polens Regierung will mit Anerkennung von Bidens Sieg noch warten

WARSCHAU - Polens Regierung will mit der Anerkennung von Joe Biden als künftigem US-Präsidenten noch warten. "Das hängt von der Entwicklung der politischen und juristischen Situation in den USA selbst ab", sagte Außenminister Zbigniew Rau am Dienstag dem Sender Polskie Radio auf die Frage, wann sein Ministerium den Sieg Bidens anerkennen werde. Es gebe zwei Schlüsseldaten, sagte Rau weiter. Das eine sei der 14. Dezember, wenn das Wahlleute-Gremium zusammentrete. Das andere seien Gerichtsurteile, die über die Gültigkeit der Wahl entscheiden könnten. "Das kann bis zum 20. Januar andauern." An diesem Tag soll Biden vereidigt werden.

USA: Verbraucherstimmung trübt sich überraschend deutlich ein

WASHINGTON - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im November überraschend deutlich eingetrübt. Das Verbrauchervertrauen fiel zum Vormonat um 5,3 Punkte auf 96,1 Zähler, wie das Marktforschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet, allerdings nur auf im Schnitt 97,6 Punkte.

USA: Hauspreisanstieg setzt sich beschleunigt fort - Case-Shiller-Index

NEW YORK - Die Hauspreise in den USA steigen in der Corona-Krise weiter kräftig. Im September legten sie in den 20 großen Metropolregionen des Landes im Jahresvergleich um 6,6 Prozent zu, wie aus dem am Dienstag in New York veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Es ist der deutlichste Anstieg seit dem Frühjahr 2018. Analysten hatten im Schnitt einen wesentlich schwächeren Anstieg um 5,3 Prozent erwartet.

USA: Häuserpreise steigen in Rekordtempo - FHFA

NEW YORK - In den USA geht der Höhenflug der Häuserpreise weiter. Der FHFA-Hauspreisindex ist im September im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Prozent gestiegen, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mitteilte. Am Markt war im Schnitt nur mit einem Zuwachs um 0,8 Prozent gerechnet worden.

Studie: Zwei Drittel der Deutschen unterstützen Lockdown-Politik

HAMBURG - Die Deutschen blicken laut einer Studie der Universität Hamburg vorsichtig optimistisch auf die nächsten Monate. Auch wenn vielen Menschen die wirtschaftliche Situation des Landes Sorgen bereite, unterstützten sie mehrheitlich die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dies zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Studie unter Leitung des Hamburg Center for Health Economics (HCHE), bei der vom 5. bis 16. November mehr als 7000 Menschen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal und Großbritannien befragt wurden.

Japan und China wollen wieder Geschäftsreisen aufnehmen

TOKIO - Japan und China wollen den coronabedingt unterbrochenen Geschäftsreiseverkehr wieder aufnehmen. Die Außenminister beider asiatischer Wirtschaftsmächte, Toshimitsu Motegi und sein chinesischer Kollege Wang Yi einigten sich am Dienstag bei einem Treffen in Tokio darauf, zum Ende des Monats gegenseitige kurz- und langfristige Geschäftsreisen wieder zuzulassen. In Bezug auf das wiederholte Aufkreuzen chinesischer Schiffe in den Gewässern um eine von Japan kontrollierte Insel-Gruppe im Ostchinesischen Meer verlangte Tokio von Peking "positive" Schritte, erklärte Motegi. Beide Nachbarstaaten liegen seit langem im Streit um die unbewohnten Senkaku-Inseln, die China für sich beansprucht und Diaoyu nennt.

ROUNDUP: Europäer bekommen auch aussichtsreichen Moderna-Impfstoff

BRÜSSEL - Die Europäer bekommen auch den als sehr aussichtsreich erachteten Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna. Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag über bis zu 160 Millionen Dosen ausgehandelt, wie Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag mitteilte. Der Vertrag soll am Mittwoch formal besiegelt werden.

Dekabank: Zweite Corona-Welle verzögert konjunkturelle Aufholjagd

FRANKFURT - Die aktuellen Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die zweite Corona-Welle werden die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Dekabank erneut schrumpfen lassen. Im Vergleich zur ersten Welle dürften die konjunkturellen Folgen aber deutlich schwächer ausfallen, sagte der Chefvolkswirt der Dekabank, Ulrich Kater, am Dienstag in Frankfurt. Er rechnet mit einem vergleichsweise leichten Konjunkturdämpfer. Allerdings dürfte die anschließende erneute konjunkturelle Aufholjagd langsamer an Fahrt gewinnen als nach dem Corona-Einbruch im Frühjahr.

Steuerzahlerbund: Corona-Soli wäre ein falsches Signal

BERLIN - Der Steuerzahlerbund lehnt Überlegungen aus den Ländern zu einem neuen Solidaritätszuschlag zur Abfederung der Corona-Kosten klar ab. "Die Diskussion um einen Corona-Soli ist reiner Populismus", sagte Präsident Reiner Holznagel der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Bürger und Betriebe in einer Krise stärker zu belasten, bringe nicht weiter und sei ein falsches Signal. "Das hemmt die Konjunktur nur zusätzlich", sagte Holznagel.

ROUNDUP: China auf dem Weg zum Mond

WENCHANG - China hat erfolgreich eine unbemannte Mission zum Mond gestartet. Ein Lander der nach der chinesischen Mondgöttin "Chang'e 5" benannten Raumsonde soll auf dem Erdtrabanten landen und erstmals seit 44 Jahren wieder Gesteinsproben zur Erde zurückbringen. Forscher warten mit Spannung auf das Mondgestein, das deutlich jünger sein wird als alle früheren Proben und darum neue Erkenntnisse über die Geschichte des Mondes liefern könnte.

Studie: Welthandel im Oktober trotzt Corona kräftig gewachsen

ESSEN - Der Welthandel ist nach einer Studie des Essener Wirtschaftsforschungsinstituts RWI im Oktober trotz der Corona-Krise wieder kräftig gewachsen. Der Containerumschlag in den Seehäfen habe im vergangenen Monat ein Allzeithoch erreicht, berichteten die Wirtschaftsforscher am Dienstag.

ROUNDUP 3: Trump weicht Blockadehaltung auf - Weg für Amtsübergabe an Biden frei

WASHINGTON - Nach einer wochenlangen Hängepartie kann in den USA der Übergang zwischen der Regierung von Amtsinhaber Donald Trump und dem gewählten US-Präsidenten Joe Biden beginnen. Er habe die Behörden und seine Mitarbeiter angewiesen, mit Biden zu kooperieren, teilte Trump am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter mit. Kurz zuvor hatte die zuständige Behörde GSA Biden als offenkundigen Wahlsieger eingestuft und erklärt, diese Entscheidung unabhängig getroffen zu haben.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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