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Kinderhilfsprojekt-Leiter: 'Folgen des Lockdowns sind fatal'

16.01.2021 um 08:52 Uhr

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Lockdown wegen der Corona-Pandemie wird dem Kinderhilfsprojekt Arche zufolge bei sozial benachteiligten Kindern tiefe Spuren hinterlassen. "Die Folgen des Lockdowns sind fatal", sagte der Hamburger Projektleiter Tobias Lucht der Deutschen Presse-Agentur. Schon beim ersten Lockdown im Frühjahr seien durch die Schulschließungen die Defizite bei vielen Kindern so groß gewesen, dass sie kaum mehr aufgeholt werden konnten.

Er hoffe daher, dass die Schulen Präsenzunterricht anbieten können - in welcher Form auch immer. "Unterricht auf Distanz über mehrere Monate funktioniert nicht", sagte Lucht. "Kinder brauchen die physische Anwesenheit eines Erwachsenen, der sie ermutigt und dem sie auch Fragen stellen können". Dabei müssten auch der Leistungsstand der Kinder und das Alter eine wichtige Rolle spielen. "Für viele Kinder sind ihre Lehrer oft die einzigen Bezugspersonen", meinte der Pädagoge.

Die Arche ist ein christliches Kinderhilfswerk mit Einrichtungen in zahlreichen deutschen Städten, darunter Berlin, Frankfurt und Hamburg./gw/DP/mis

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