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APA ots news: Sicherer Euro - im Vorjahr 20 Prozent weniger Fälschungen in...

22.01.2021 um 10:27 Uhr

APA ots news: Sicherer Euro - im Vorjahr 20 Prozent weniger Fälschungen in Österreich - ANHANG

OeNB veröffentlicht Falschgeldstatistik für 2020

Wien (APA-ots) - Die COVID-19-Pandemie hat im Jahresverlauf zu einem
deutlichen Rückgang der sichergestellten Fälschungen geführt. Das
zeigt die von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB)
veröffentlichte Falschgeldstatistik für das Jahr 2020. Insgesamt
wurden im vergangenen Jahr um 1.656 Stück weniger gefälschte
Banknoten (-20,8 Prozent gegenüber 2019) sichergestellt. Darüber
hinaus zeigt sich die hohe Fälschungssicherheit der zweiten
Euro-Banknotenserie vor allem in einem deutlich verringerten
Fälschungsaufkommen bei Banknoten in hohen Stückelungen (50, 100 und
200 Euro).

OeNB-Direktor Eduard Schock zeigt sich erfreut, dass die neuesten
technischen Entwicklungen in der Euro-Banknotenproduktion nun zu
einem weiteren deutlichen Rückgang bei den Fälschungen in hohen
Stückelungen führten: "Wir haben im Eurosystem und damit auch in
Österreich seit 2019 die zweite Serie der Euro-Banknoten mit weiter
verbesserten Sicherheitsmerkmalen im Umlauf und sehen den Erfolg an
den deutlich geringeren Fälschungszahlen im Jahr 2020. Der Euro
erfreut sich in Österreich großer Beliebtheit und bietet den Menschen
gerade auch als Bargeld höchste Sicherheit." Direktor Schock hebt
weiters hervor: "Die COVID-19-Pandemie hat insgesamt im Jahresverlauf
zu einem deutlichen Rückgang der sichergestellten Fälschungen
beigetragen. Dies hängt auch mit den stark eingeschränkten
Konsummöglichkeiten während der Lockdown-Phasen zusammen."

Die Corona-bedingten Umstände spiegeln sich auch im
Euro-Banknotenumlauf in Österreich wider. Während einerseits die
Bargeldmenge, die für tägliche Transaktionen im Handel und für
Dienstleistungen verwendet wird, um knapp 20 Prozent zurückgegangen
ist, stieg andererseits die Bargeldmenge, die zur Reservehaltung
dient, stark an. Dies lässt sich an der Tatsache ablesen, dass
besonders der Umlauf der hohen Banknoten-Nennwerte zugenommen hat.
Insgesamt betrachtet, sank der geschätzte stückmäßige
Euro-Banknotenumlauf in Österreich um 12 Prozent auf etwa 553 Mio
Stück. Der geschätzte wertmäßige Euro-Banknotenumlauf sank hingegen
nur um etwa 1 Prozent auf 31,1 Mrd EUR. Die Erfahrungen aus der Zeit
nach dem ersten Lockdown im Vorjahr zeigen, dass sich die
Bargeldnachfrage rasch wieder auf normalem Niveau eingependelt hat.
Dies ist auch in der gegenwärtigen Phase zu erwarten.

Minus 42 Prozent bei der Schadensumme durch Fälschungen

Insgesamt wurden im Jahr 2020 in Österreich 6.321 Stück gefälschte
Banknoten (2019: 7.977 Stück) sichergestellt. Der größte Anteil daran
entfiel wie auch in den Vorjahren auf die 50-Euro-Banknote (29,5
Prozent), ganz knapp gefolgt von der 20-Euro-Banknote mit 28,4
Prozent. In Summe betrug der durch gefälschte Banknoten entstandene
Schaden 320.190 EUR (2019: 551.950 EUR).

Bundesländer-Ranking

Nach wie vor wurden die meisten Fälschungen in Wien aus dem Verkehr
gezogen, wenn auch Wiens Anteil an allen österreichweit
sichergestellten Fälschungen deutlich zurückging (2020: 26,4 Prozent;
2019: 35,9 Prozent). Dabei dürfte eine Rolle gespielt haben, dass in
Wien die touristischen Nächtigungszahlen Pandemie-bedingt am
stärksten zurückgingen. Das zweithöchste Fälschungsaufkommen
verzeichnete auch 2020 wieder die Steiermark mit einem Anteil von
17,8 Prozent, gefolgt von Oberösterreich (12,2 Prozent).

Echtheit der Euro-Banknoten leicht zu überprüfen

Während die hohen Stückelungen einen deutlichen Fälschungsrückgang
aufweisen, zeigen die Daten für Banknoten mit niedrigem Nennwert
einen Anstieg im Fälschungsaufkommen. Es ist daher im Alltag wichtig,
auch bei niedrigem Nennwert die Euro-Banknoten stets auf ihre
Echtheit zu überprüfen. Dies ist ohne jegliche technische Hilfsmittel
einfach und rasch möglich durch Anwendung der drei Prüfschritte
FÜHLEN - SEHEN - KIPPEN.

Speziallack auch für die 20-Euro-Banknoten

Je niedriger der Banknoten-Nennwert, desto stärker werden diese
strapaziert, da sie häufiger für tägliche Transaktionen verwendet
werden. Aus diesem Grund hat das Eurosystem bei der Einführung der
Europa-Serie im Jahr 2013 entschieden, die 5- und 10-Euro-Banknoten
zu beschichten. Direktor Schock verweist auf die Vorteile: "Dadurch
kann die Lebensdauer dieser Banknoten nachweislich um bis zu einem
Viertel verlängert werden. Das spart langfristig Herstellungskosten
und Ressourcen."

Da auch die 20-Euro-Scheine für tägliche Transaktionen wichtig sind,
werden nunmehr auch sie mit einem Speziallack beschichtet. Im
täglichen Gebrauch wird man praktisch keinen Unterschied erkennen.
Die beschichteten Banknoten fühlen sich lediglich etwas glatter an.
Auch für Banknotenprüfgeräte oder SB-Automaten sind keine
Auswirkungen zu erwarten. In Österreich werden die beschichteten
20-Euro-Banknoten im Laufe des Jahres Schritt für Schritt ausgegeben
und sukzessive die unbeschichteten ersetzen.

Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank
Friedrich Hammerschmidt
Banknoten- und Münzenkasse
(+43-1) 404 20-1301

Oesterreichische Nationalbank
Dr. Christian Gutlederer
Pressesprecher
(+43-1) 404 20-6900
christian.gutlederer@oenb.at
www.oenb.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/156/aom

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