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DGAP-News: JOST Werke AG: JOST erzielt solide Ergebnisse im turbulenten Geschäftsjahr 2020 und erreicht oberes Ende der Prognose (deutsch)

23.02.2021 um 08:00 Uhr

JOST Werke AG: JOST erzielt solide Ergebnisse im turbulenten Geschäftsjahr 2020 und erreicht oberes Ende der Prognose

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DGAP-News: JOST Werke AG / Schlagwort(e): Vorläufiges
Ergebnis/Jahresergebnis
JOST Werke AG: JOST erzielt solide Ergebnisse im turbulenten
Geschäftsjahr 2020 und erreicht oberes Ende der Prognose

23.02.2021 / 08:00
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JOST erzielt solide Ergebnisse im turbulenten Geschäftsjahr 2020 und
erreicht oberes Ende der Prognose

- Umsatz 2020 steigt durch Ålö-Übernahme um 7,9 % auf 794,4 Mio. EUR (2019:
736,3 Mio. EUR)

- Bereinigte EBIT-Marge 2020 erreicht 9,2 % trotz Corona-Pandemie (2019:
10,4 %)

- Bereinigtes EBIT 2020 beträgt 73,2 Mio. EUR (2019: 76,8 Mio. EUR)

- Free Cashflow wächst auf +98,1 Mio. EUR (2019: +59,9 Mio. EUR)

- Leverage verbessert sich auf 1,99x bereits im ersten Jahr nach der
Ålö-Übernahme

- Alle Ziele für das Geschäftsjahr 2020 wurden deutlich erreicht

Neu-Isenburg, 23. Februar 2021. Die JOST Werke AG ("JOST"), einer der
weltweit führenden Hersteller und Lieferanten von sicherheitsrelevanten
Systemen für die Nutzfahrzeugindustrie, hat heute die vorläufigen und
ungeprüften Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht.

Joachim Dürr, Vorstandsvorsitzender der JOST Werke AG, sagt: "2020 stellte
uns in vielerlei Hinsicht vor große Herausforderungen. Wir mussten uns
schnell und konsequent an die sich rasant ändernden Marktbedingungen
anpassen und gleichzeitig mit der Integration von Ålö die Weichen für das
zukünftige Wachstum von JOST richtig stellen. Wenn ich zurückblicke, bin ich
auf das Erreichte stolz. Es war ein schwieriges aber am Ende durchaus
erfolgreiches Jahr. Wir haben unsere finanziellen Ziele erreicht und konnten
die Flexibilität unseres Geschäftsmodells beweisen. Auf dieser guten Basis
wird JOST 2021 aufbauen, erneut wachsen und die Ertragskraft des Konzerns
weiter verbessern."

Dynamisches Wachstum und starke Verbesserung der Profitabilität im 4.
Quartal 2020

Die bereits im 3. Quartal eingesetzte Markterholung beschleunigte sich zum
Ende des Jahres noch weiter. JOST konnte im 4. Quartal 2020 ein kräftiges
Wachstum in allen Regionen verzeichnen und den Konzernumsatz um 46,8 % auf
230,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr steigern (Q4 2019: 157,3 Mio. EUR). Die
übernommene Ålö-Gruppe trugt mit 54,7 Mio. EUR zu dieser Entwicklung bei.
Das konzernweite bereinigte EBIT von 27,1 Mio. EUR hat sich gegenüber dem
Vorjahr mehr als verdoppelt (Q4 2019: 11,3 Mio. EUR) und die bereinigte
EBIT-Marge verbesserte sich um 450 Basispunkte auf 11,7 % gegenüber dem 4.
Quartal 2019 (Q4 2019: 7,2 %). Aber auch organisch konnte JOST eine starke
Entwicklung im 4. Quartal verzeichnen. Bereinigt um den Übernahmeeffekt
stieg der Konzernumsatz von JOST im 4. Quartal 2020 insgesamt um 12,0 % auf
176,1 Mio. EUR. Das bereinigte EBIT (ohne Ålö) wuchs um 39,6 % auf 15,8 Mio.
EUR und die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich um 180 Basispunkte auf
9,0 % (Q4 2019: 7,2%).

JOST erzielt Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2020 unterstützt durch
Ålö-Übernahme

Das Jahr 2020 wurde von einer noch nie vorher gesehenen Marktvolatilität
geprägt. Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Nachfrage waren
sehr schwer zu antizipieren, denn nicht alle Regionen wurden zeitgleich oder
mit der gleichen Intensität getroffen. Hier stellte sich die
regionsüberschreitende Präsenz von JOST und das globale Produktionsnetzwerk
mit einer starken Fokussierung auf lokale Kunden als wesentlicher
Erfolgsfaktor dar, der es dem Unternehmen erlaubte, die Krise gut zu
managen.

In diesem volatilen Marktumfeld konnte JOST den Konzernumsatz um 7,9 % auf
794,4 Mio. EUR steigern (2019: 736,3 Mio. EUR). Darin enthalten sind ein
positiver Effekt aus der Übernahme von Ålö in Höhe von 175,7 Mio. EUR und
negative Wechselkursumrechnungseffekte in Höhe von -11,1 Mio. EUR. Der
organische Konzernumsatz ohne Übernahmeeffekte reduzierte sich 2020 um -14,5
% auf 618,7 Mio. EUR.

Die erlassenen politische Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben tief
in die operativen Aktivitäten vieler Unternehmen eingegriffen. Sowohl JOST
als auch wichtige Kunden und Lieferanten mussten vorübergehend ganze
Produktionswerke schließen. Dennoch konnte der Konzern 2020 ein bereinigtes
EBIT von 73,2 Mio. EUR erwirtschaften (2019: 76,8 Mio. EUR) und eine
bereinigte EBIT-Marge von 9,2 % (2019: 10,4 %) erzielen. Das bereinigte
EBITDA stieg im Geschäftsjahr 2020 auf 102,7 Mio. EUR (2019: 100,8 Mio. EUR)
und die bereinigte EBITDA-Marge betrug 12,9 % (2019: 13,7 %).

Die im Geschäftsjahr 2020 erworbene Ålö-Gruppe stärkte bereits im ersten
Jahr der Konzernzugehörigkeit das Ergebnis und die Profitabilität von JOST
entscheidend. Ålö hat 2020 ein bereinigtes EBIT von 24,3 Mio. EUR und eine
bereinigte EBIT-Marge von 13,8 % erzielt, die deutlich über der
durchschnittlichen Marge des traditionellen JOST Geschäfts liegt. JOST (ohne
Ålö) hat 2020 ein bereinigtes EBIT von 48,9 Mio. EUR erwirtschaftet und eine
bereinigte EBIT-Marge von 7,9 % erzielt, denn der Markt für LKW und Anhänger
war von den negativen Effekten der Pandemie stärker betroffen als der
landwirtschaftliche Markt.

Solide Entwicklung in Europa trotz rückläufiger Märkte

Unterstützt durch die Übernahme der Ålö-Gruppe konnte JOST den europäischen
Umsatz im Geschäftsjahr 2020 um 11,7 % auf 482,2 Mio. EUR steigern (2019:
431,7 Mio. EUR). Der Umsatzbeitrag von Ålö belief sich dabei auf 126,0 Mio.
EUR. Bereinigt um diesen Übernahmeeffekt reduzierte sich der Umsatz um -17,5
% auf 356,2 Mio. EUR. Durch Maßnahmen wie Kurzarbeit, Nachverhandlungen mit
Lieferanten und Dienstleistern sowie einer sehr strengen und konsequenten
Kostenkontrolle an allen Standorten gelang es JOST dennoch, den
pandemiebedingten Markteinbruch zu bewältigen. So konnte JOST das bereinigte
EBIT in Europa mit 37,3 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabil
halten (2019: 38,2 Mio. EUR). Die bereinigte EBIT-Marge betrug 7,7 % (2019:
8,8 %).

JOST übertrifft den nordamerikanischen Markt deutlich

In Nordamerika erhöhte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2020 um 6,5 % auf
172,3 Mio. EUR (2019: 161,8 Mio. EUR). Davon wurden 47,8 Mio. EUR durch die
Ålö-Gruppe generiert. Ohne diesen Übernahmeeffekt sank der Umsatz von JOST
in Nordamerika um -23,0 % auf 124,5 Mio. EUR. JOST entwickelte sich damit
deutlich besser als der stark rückläufige nordamerikanische Markt für LKW
und Anhänger, der um rund -40 % gegenüber dem Vorjahr kontrahiert ist. Der
Agrarmarkt, der überwiegend mit Produkten von Ålö bedient wird, war
wesentlich stabiler. Jedoch hat die Verlagerung eines Produktionswerkes von
Telford/Tennessee, nach Simpsonville/South Carolina die Kostenstruktur von
Ålö in Nordamerika beeinträchtigt und dämpfte das operative Ergebnis der
Region. Das bereinigte EBIT von JOST reduzierte sich 2020 auf 11,8 Mio. EUR
(2019: 15,5 Mio. EUR) und die bereinigte EBIT-Marge betrug 6,9 % (2019: 9,6
%). Positiv wirkte sich das Geschäft mit Ersatzteilen für den Transport- und
Agrarmarkt aus.

Profitabilität in Asien-Pazifik-Afrika stark verbessert

In Asien-Pazifik-Afrika (APA) lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2020 lediglich
-2,1 % unter dem Vorjahr und belief sich auf 139,9 Mio. EUR (2019: 142,9
Mio. EUR). Der darin enthaltene Beitrag durch die Übernahme von Ålö war mit
1,9 Mio. EUR nahezu vernachlässigbar und konnte die fehlenden Umsätze
aufgrund der pandemiebedingten Werkschließungen in China, Indien und
Südafrika nicht kompensieren. Die hohe Produktionsauslastung in China ab dem
2. Quartal 2020, ein vorteilhafter Produktmix und die eingeführten
Kostensenkungsmaßnahmen in allen Ländern der Region führten - trotz
rückläufiger Umsätze - zu einem Anstieg des bereinigten EBIT um 8,0 % auf
21,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (2019: 19,7 Mio. EUR). Die bereinigte
EBIT-Marge verbessert sich auf 15,2 % (2019: 13,8 %).

Starker Free Cashflow und konsequentes Working Capital Management
untermauern gute Finanzkraft

JOST konnte die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2020 auf 108,3 Mio. EUR
erhöhen (31.12.2019: 104,8 Mio. EUR), obwohl das Unternehmen für die
partielle Finanzierung des Erwerbs von Ålö im 1. Quartal 2020 rund 50 Mio.
EUR aus vorhandener Liquidität verwendet und im 2. Halbjahr 2020 zusätzliche
liquide Mittel in Höhe von 51,5 Mio. EUR für die Rückzahlung der aufgenommen
Kreditlinien eingesetzt hat.

Somit reduzierte sich die Nettoverschuldung um 71,1 Mio. EUR auf 207,1 Mio.
EUR gegenüber dem 1. Quartal 2020 (31.03.2020: 278,2 Mio. EUR) und die
Leverage-Ratio (Verhältnis Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA)
verbesserte sich auf 1,99x. Das Ziel, die Leverage-Ratio im Geschäftsjahr
2020 auf unter 2,5x zu senken, hat JOST deutlich damit übertroffen.

Das gute Cash-Management wurde durch einen kleineren Sondereffekt (12 Mio.
EUR) zusätzlich positiv unterstützt, in dem ein Kunde Forderungen in vor dem
vereinbarten Fälligkeitsdatum beglichen hat.

Der Free Cashflow (operativer Cashflow minus Investitionen in Sachanlagen
und immaterielle Vermögensgegenstände) stieg 2020 auf +98,1 Mio. EUR
gegenüber dem Vorjahr (2019: +59,9 Mio. EUR). Besonders positiv ist
hervorzuheben, dass JOST in allen Quartalen des Jahres trotz Corona-Pandemie
einen positiven Free Cashflow erwirtschaftet hat. Die Investitionen beliefen
sich 2020 auf 20,8 Mio. EUR (2019: 17,6 Mio. EUR) und das Verhältnis von
Investitionen zum Umsatz betrug 2,6 % (2019: 2,4 %). Der Anstieg ist vor
allem auf die Erhöhung der Investitionen in Forschung und Entwicklung
zurückzuführen.

Das Working Capital ist trotz der Erstkonsolidierung von Ålö und des zum
Jahresende gestiegenen Geschäftsvolumens mit 133,0 Mio. EUR leicht gegenüber
dem Vorjahr gesunken (31.12.2019: 133,9 Mio. EUR). Kombiniert mit dem
Umsatzwachstum führte dies zu einer deutlichen Verbesserung des
Verhältnisses von Net Working Capital zum Umsatz gegenüber dem Vorjahr. Es
sank auf 16,4 % (2019: 18,2 %). JOST konnte das angekündigte Ziel, das
Verhältnis von Working Capital zum Umsatz gegenüber dem Vorjahr stabil zu
halten, somit deutlich übertreffen.

"Wir konnten unsere Finanzposition trotz der Pandemie deutlich stärken und
die Nettoverschuldung sowie den Leverage zügig verbessern. Das ist das
Ergebnis harter Arbeit und eines sehr disziplinierten Cash- und
Working-Capital-Managements. Die gute Finanzkraft gibt uns genügend
Spielraum für die Zukunft, um unsere Strategie konsequent umzusetzen und
weitere Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen. Unsere Mitarbeiter weltweit
haben einen entscheidenden Beitrag zum hervorragenden, erreichten Ergebnis
beigetragen. Hierfür möchte ich mich herzlich bedanken", sagt Christian
Terlinde, Finanzvorstand der JOST Werke AG.

Die finalen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2020, der Dividendenvorschlag und
der Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 werden am 25. März 2021 zusammen mit
dem Geschäftsbericht 2020 veröffentlicht. In diesem Zusammenhang wird JOST
eine virtuelle Konferenz am 25. März 2021 um 10:00 Uhr anbieten.

Über JOST:

JOST ist ein weltweit führender Hersteller und Lieferant von
sicherheitsrelevanten Systemen für die Nutzfahrzeugindustrie mit den
Kernmarken JOST, ROCKINGER, TRIDEC, Edbro und Quicke. Die international
marktführende Position von JOST wird durch die starken Marken, die
langfristigen, durch das globale Vertriebsnetz bedienten Kundenbeziehungen
und durch das effiziente, wenig anlagenintensive Geschäftsmodell
untermauert. Mit Vertriebs- und Fertigungsstätten in mehr als 20 Ländern auf
fünf Kontinenten hat JOST direkten Zugang zu allen großen Herstellern von
Trucks, Trailern und landwirtschaftlichen Traktoren weltweit sowie zu allen
relevanten Endkunden in der Nutzfahrzeugindustrie. JOST beschäftigt weltweit
derzeit über 3.000 Mitarbeiter und ist seit 20. Juli 2017 an der Frankfurter
Börse notiert. Weitere Informationen über JOST finden Sie hier:
www.jost-world.com

Kontakt:

JOST Werke AG
Romy Acosta
Head of Investor Relations
T: +49 (0)6102 295-379
romy.acosta@jost-world.com

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Fax: +49 (0)6102 295-298
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