D├╝rr AG
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ROUNDUP: Maschinen- und Anlagenbauer D├╝rr bekommt Corona deutlich zu sp├╝ren

25.02.2021 um 11:34 Uhr

BIETIGHEIM-BISSINGEN (dpa-AFX) - Nach einem schwierigen und wegen der Corona-Krise beeintr├Ąchtigten Jahr will der Maschinen- und Anlagenbauer D├╝rr wieder wachsen. So soll der Umsatz im laufenden Gesch├Ąftsjahr auf 3,45 bis 3,65 Milliarden Euro zulegen, wie der MDax -Konzern am Donnerstag in Bietigheim-Bissingen bei der Vorlage vorl├Ąufiger Zahlen mitteilte. 2020 waren die Erl├Âse um gut 15 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro gesunken.

Die Marge gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) soll im neuen Jahr zwischen 3,3 bis 4,3 Prozent liegen - und sich damit wieder deutlich verbessern. 2020 war sie um 4,7 Prozentpunkte auf nur noch 0,3 Prozent eingebrochen. Der Konzern setzt bei seiner Prognose voraus, dass sich die Weltwirtschaft nicht schw├Ącher entwickelt als bisher angenommen und die Pandemie-Beeintr├Ąchtigungen im Jahresverlauf sukzessive abnehmen.

Am Kapitalmarkt wurden die Nachrichten ├╝beraus positiv aufgenommen. Die D├╝rr-Aktie legte zwischenzeitlich um mehr als 8 Prozent zu und kletterte damit auf ein Hoch seit Mai 2019. Zuletzt lag die Aktie noch rund 5 Prozent im Plus.

Aus Sicht von UBS-Analyst Sven Weier ist momentan eher das obere Ende der Konzernziele im Auge zu behalten. Er rechnete mit positiven Signalen zum aktuellen Gesch├Ąftsverlauf bei der Telefonkonferenz am Nachmittag. Andere Analysten ├Ąu├čerten sich in ersten Kommentaren eher zur├╝ckhaltend zu den Zahlen.

Auch beim Auftragseingang musste D├╝rr 2020 herbe Einbu├čen verzeichnen, er sackte um ein F├╝nftel auf knapp 3,3 Milliarden Euro ab. Unter dem Strich stand sogar ein Verlust von rund 14 Millionen Euro, nachdem D├╝rr ein Jahr zuvor noch einen ├ťberschuss von knapp 130 Millionen Euro erwirtschaftet hatte. Hohe Sonderkosten im Zusammenhang mit dem Kapazit├Ątsabbau im europ├Ąischen Autogesch├Ąft belasteten den Konzern.

Konzernchef Ralf Dieter verwies darauf, dass das Gesch├Ąft im zweiten Halbjahr nach dem Tiefpunkt des zweiten Quartals wieder sp├╝rbar zugelegt habe. "Wir haben 2020 gut bew├Ąltigt und erwarten f├╝r 2021 Zuw├Ąchse bei Auftragseingang und Umsatz, aber noch keine R├╝ckkehr auf das Vorkrisenniveau", sagte der Manager. "Das Ergebnis werden wir ebenfalls steigern und dabei von Optimierungen profitieren, die wir 2020 eingeleitet haben", k├╝ndigte Dieter an. 2022 sei dann mit weiteren deutlichen Verbesserungen zu rechnen.

Obwohl das vergangene Jahr f├╝r D├╝rr kompliziert war, verzeichnete der Konzern auch positive Entwicklungen. So habe sich etwa das Wachstum im Gesch├Ąft mit Produktionstechnik f├╝r Elektroautos fortgesetzt, hie├č es. Zudem habe sich die Umwelttechnik "robust" entwickelt und die Nachfrage aus der M├Âbelindustrie in der zweiten Jahresh├Ąlfte stark angezogen.

Da sich die chinesische Wirtschaft nach dem herben Corona-Einbruch ├╝berraschend schnell erholte, konnte D├╝rr dort sein Bestellvolumen um 8 Prozent steigern. W├Ąhrend der Auftragseingang in Europa leicht ├╝ber Vorjahresniveau lag, sank er in Amerika dagegen deutlich.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie kann D├╝rr auf ein solides Finanzpolster blicken. Den Angaben zufolge verf├╝gt das Unternehmen ├╝ber eine Rekord-Liquidit├Ąt von rund 1 Milliarde Euro, zudem wurde der operative Cashflow um ein Viertel auf 215 Millionen Euro gesteigert.

D├╝rr ist einerseits auf Lackieranlagen f├╝r die Autoindustrie spezialisiert, hat aber auch Maschinen f├╝r die M├Âbel- und Holzbauindustrie im Programm. Aktuell besch├Ąftigt der Konzern aus Baden-W├╝rttemberg rund 17 300 Mitarbeiter.

Die endg├╝ltigen Zahlen will D├╝rr am 18. M├Ąrz vorlegen./eas/tav/fba

D├╝rr AG Chart
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