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Apple und Epic bringen sich f├╝r App-Store-Verfahren in Stellung

08.04.2021 um 17:37 Uhr

OAKLAND (dpa-AFX) - Apple und der "Fortnite"-Entwickler Epic Games bringen sich in Position f├╝r ihren Prozess in Kalifornien, der das App-Gesch├Ąft auf dem iPhone umkrempelt k├Ânnte. Dreieinhalb Wochen vor Beginn der Verhandlung ver├Âffentlichten die Unternehmen am Donnerstag ihre ausf├╝hrlichen Argumente auf insgesamt fast 700 Seiten. Epic will, dass Apple gezwungen wird, auf dem iPhone App Stores anderer Anbieter zuzulassen. Apple warnt vor Risiken f├╝r Nutzer.

Entscheidend in dem Verfahren k├Ânnte die Frage werden, ob man von einer Monopol-Position Apples bei der Verbreitung von Apps auf dem iPhone sprechen kann. Epic verweist darauf, dass auf dem iPhone Apps und digitale In-App-K├Ąufe nur ├╝ber Apples Plattform erworben werden k├Ânnten - und baut darauf seinen Vorwurf eines Wettbewerbsversto├čes auf, der beendet werden m├╝sse. Apple kontert, dass man stattdessen den Markt f├╝r Spiele insgesamt zusammen mit Konsolen und PCs betrachten m├╝sse. Der Fall soll von einer Richterin in Kalifornien und nicht von Geschworenen entschieden werden.

Apple verweist auch darauf, dass der Konzern dank des Wegs ├╝ber einen einzigen App Store die M├Âglichkeit habe, alle Anwendungen zu pr├╝fen, um Nutzer vor Betrug und Software-Fehlern zu sch├╝tzen. Daf├╝r seien fast 500 Mitarbeiter rund um die Welt im Einsatz. Epic entgegnet, Apple lasse auf seinen Mac-Computer seit jeher auch das Laden von Software aus anderen Quellen als dem hauseigenen App Store zu.

Der Streit entbrannte im August, nachdem sich Epic nicht mehr an die seit mehr als einem Jahrzehnt geltende Vorgabe halten wollte, dass virtuelle Artikel in seinem popul├Ąren Spiel "Fortnite" auf iPhones nur ├╝ber das System der In-App-K├Ąufe von Apple angeboten werden k├Ânnen. Dabei beh├Ąlt Apple 30 Prozent des Kaufpreises ein. Epic w├╝rde stattdessen gern einen eigenen App Store auf dem iPhone betreiben und In-App-K├Ąufe nicht ├╝ber Apples Bezahlverfahren abwickeln.

Nachdem der iPhone-Konzern Ausnahmen von den Gesch├Ąftsbedingungen ablehnte, bauten die Epic-Entwickler in der App die vertraglich verbotene M├Âglichkeit ein, digitale Artikel auch direkt bei Epic zu kaufen. Daf├╝r wurde im August eine versteckte Funktion in der Anwendung aktiviert, die Epic an Apple vorbeigeschmuggelt hatte.

Noch am selben Tag warf Apple "Fortnite" unter Verweis auf den Regelversto├č und eine Vertragsverletzung aus dem App Store. Epic zog vor Gericht. Apple verlangt in einer Gegenklage Schadenersatz. Die App kann seitdem nicht auf iPhones heruntergeladen werden - auf Ger├Ąten, wo sie schon installiert war, funktioniert sie aber weiter.

Epic f├╝hrte die eigene Bezahlmethode auch in der "Fortnite"-App f├╝r Smartphones mit dem Google -Betriebssystem Android ein. Google verbannte die App daraufhin ebenfalls aus seiner Download-Plattform Play Store. Anders als auf iPhones k├Ânnen Android-Nutzer sie aber auch aus anderen Quellen laden./so/DP/fba

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