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DGAP-News: mainvestor GmbH / Eyemaxx Real Estate AG: Anpassung der Anleihebedingungen ist im Interesse der Gläubiger (deutsch)

22.04.2021 um 17:16 Uhr

mainvestor GmbH / Eyemaxx Real Estate AG: Anpassung der Anleihebedingungen ist im Interesse der Gläubiger

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DGAP-News: mainvestor GmbH / Schlagwort(e): Sonstiges
mainvestor GmbH / Eyemaxx Real Estate AG: Anpassung der Anleihebedingungen
ist im Interesse der Gläubiger

22.04.2021 / 17:16
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Eyemaxx Real Estate AG

Im Company-Talk: Eyemaxx-CEO Dr. Michael Müller

"Anpassung der Anleihebedingungen ist im Interesse der Gläubiger"

Datum: 22.4.2021

- "An Anleihegläubigerversammlung am 29. April 2021 bitte teilnehmen oder
Vollmacht erteilen"

- "Anpassung der Anleihebedingungen um nicht zum Spielball temporärer
Wertanpassungen zu werden"

- "Sind optimistisch bezüglich erfolgreicher Abstimmung"

- "Sind positiv unterwegs: Erfolgreiche Kapitalerhöhung und positive
Geschäftsentwicklung"

- "Prognose wird bestätigt - im laufenden Geschäftsjahr soll ein Gewinn
erwirtschaftet werden"

- "Exklusiv: Zinszahlung der Anleihe 2018/ 2023 ist bereits einige Tage vor
eigentlichem Termin erfolgt"

- "Der kommende Donnerstag ist ein wichtiger Termin für unser Unternehmen"

Hintergrund

Die Eyemaxx Real Estate AG ("Eyemaxx") ist ein erfolgreiches
Immobilienunternehmen mit dem Fokus auf Deutschland und Österreich. Die
Gesellschaft hat einerseits einen Bestand vorwiegend an vollvermieteten
Logistikimmobilien aufgebaut und realisiert andererseits Projekte mit
Schwerpunkt auf Wohnen und Büros. Eyemaxx ruft für die Unternehmensanleihen
2018/23, 2019/24 und 2020/25 zur Anleihegläubigerversammlung am 29. April
2021 in München auf. Hintergrund ist die Anpassung der Anleihebedingungen
bei den drei Anleihen. mainvestor Company Talk sprach mit dem CEO Dr.
Michael Müller über die Anleihegläubigerversammlung, die Anpassung der
Anleihebedingungen und warum das Mindestteilnahmequorum von 25 % so
entscheidend ist.

mainvestor: Herr Dr. Müller, Sie haben am 29. April einen Termin in München.
Mit welchen Gefühlen reisen Sie zur Anleihegläubigerversammlung?

Dr. Michael Müller: Mit einem ganzen Mix an Gefühlen. Natürlich ist so eine
AGV nicht der allerliebste Termin, den man im Kalender stehen hat. Ich bin
entsprechend gespannt, optimistisch aber auch ein kleines bisschen
aufgeregt.

mainvestor: Sie sind etwas aufgeregt? Als gestandener Manager machen Sie
sonst eigentlich nicht den Eindruck, dass irgendetwas Sie aus der Ruhe
bringen könnte.

Dr. Michael Müller: Mir ist vollkommen bewusst, dass der kommende Donnerstag
ein wichtiges Datum für unser Unternehmen ist. Wir haben im Vorfeld
entsprechend alles akribisch und bestmöglich vorbereitet, aber nun obliegt
es den Anleihegläubigern, die Weichen für eine positive Zukunft von Eyemaxx
in ruhigem Fahrwasser zu stellen. Und da darf der Puls von mir als Gründer,
Großaktionär und Vorstand sicher etwas höher sein als normal. Beschleunigter
Herzschlag und Zuversicht beschreibt es wahrscheinlich ganz gut.

mainvestor: Wenn Sie von ruhigem Fahrwasser für Eyemaxx sprechen, dann
meinen Sie die Anpassung der Anleihebedingungen von drei Anleihen bezüglich
von Covenants, die an Mindesteigenkapitalquoten geknüpft sind. Warum wird
das jetzt überhaupt notwendig?

Dr. Michael Müller: Zunächst einmal - in Teilen ist dies eine
Vorsichtsmaßnahme. Und die ist aus einem einzigen Grund erforderlich:
Corona. Wir erleben gerade, dass die Wirtschaftsprüfer bei
Entwicklungsprojekten im Gewerbeimmobilienbereich ganz pauschal extrem
kritisch geworden sind. Ein halbvolles Glas ist für sie bei einem
Gewerbeprojekt nicht mehr nur halbleer, sondern sogar komplett leer.
Entsprechend diskutieren wir gerade mit den Wirtschaftsprüfern die
bilanziellen Wertansätze einiger Gewerbeprojekte von Eyemaxx zum Stichtag
31. Oktober 2020. Es gibt dazu zwar Bewertungen unabhängiger Gutachter, die
Wirtschaftsprüfer wollen aber womöglich noch weitere Abschläge vornehmen.
Das wiederum hat Auswirkungen auf unser Jahresergebnis und das wiederum auf
unser Eigenkapital. Schlussendlich könnten wir damit an die bei einer
Anleihe definierten Eigenkapitalgrenze von 20 Prozent oder eventuell auch
darunter kommen.

mainvestor: Das würde dann was bedeuten?

Dr. Michael Müller: Die Anleihegläubiger hätten dann ein Kündigungsrecht und
Eyemaxx würde zum Spielball von kurzfristigen IFRS-Wertansätzen in der
Pandemie. Denn was zum 31. Oktober 2020 abgewertet würde, muss womöglich
neun oder zwölf Monate später wieder aufgewertet werden. Ein Hin und Her,
was eine vernünftige Planung im Finanzmanagement mit Blick auf die Anleihen
kaum noch möglich macht. Wir wollen aber unser operatives Geschäft
entwickeln, das sieht inzwischen nämlich wieder positiv aus. Wir dürfen
nicht zulassen, dass Eyemaxx zwischen Wirtschaftsprüfern, Covenants und
temporären IFRS-Schwankungen aufgerieben wird. Es wäre sträflich, ein
Unternehmen, das 25 Jahre erfolgreiche Historie hat, das zahlreiche Anleihen
zuverlässig, pünktlich und reibungslos zurückgezahlt hat, dieser Gefahr
auszusetzen.

mainvestor: Deshalb planen Sie was?

Dr. Michael Müller: Wir wollen die Anleihebedingungen so anpassen, dass
einheitlich die Eigenkapitalgrenze bei 15 Prozent besteht, so wie es bei
einer der Anleihen ohnehin schon der Fall ist. Beim Unterschreiten dieser
Schwelle von 15 Prozent und keiner Wiederaufholung soll dann der Zinssatz
für die Gläubiger zusätzlich um 0,50 Prozent pro Jahr steigen und für den
unwahrscheinlichen Fall, dass die Eigenkapitalquote unter 10 Prozent sinkt,
wird zusätzlich ein sogenannter Gemeinsamer Vertreter der Anleihegläubiger
nach § 7 SchVG bestellt werden.

mainvestor: Die weiteren geplanten Änderungen wären dann.

Dr. Michael Müller: Keine. Alle weiteren Anleihebedingungen blieben so
bestehen, die Laufzeiten natürlich, weitere Covenants und die Rückzahlung zu
100 Prozent. All dies bleibt vollkommen unangetastet. Die Zinshöhe ohnehin,
nur dass der Zins sich sogar um 0,50 Prozent erhöhen könnte.

mainvestor: Das klingt bei Ihnen ganz logisch und positiv. Nun machen Sie
die Gläubigerversammlung ja, weil es vor gut zwei Wochen schon eine
Abstimmung der Gläubiger zu genau dem Thema gab und die war erfolglos. Woran
lag's?

Dr. Michael Müller: Die überwältigende Mehrheit der Gläubiger hat bei der
vorherigen Abstimmung ohne Versammlung für die Anpassung der
Anleihebedingungen gestimmt, eben weil sie logisch ist und weil kein
Gläubiger ein Interesse daran haben kann, dass wir im Finanzmanagement
plötzlich vor extreme Herausforderungen gestellt werden. Wir alle gemeinsam
wollen schließlich, dass jeder sein Geld zu 100 Prozent am Laufzeitende
zurückbekommt. Deshalb hatten wir zwar eine überwältigende Mehrheit für den
Antrag, aber die notwendige Mindestteilnehmerquote wurde für die Anleihen
nicht erreicht. Es hätten 50 Prozent der Gläubiger abstimmen müssen, die
höchste Teilnahmequote waren bei der Anleihe 2020/2025 gut 39 Prozent. Bei
den anderen beiden Bonds - 2018/2023 und 2019/2024 - lagen wir bei gut 20
Prozent beziehungsweise knapp 26 Prozent.

mainvestor: Und nun, nächster Anlauf - warum sind Sie jetzt optimistisch?

Dr. Michael Müller: Die Verfehlung des Mindestquorums bei der ersten
Abstimmung ist überhaupt keine Seltenheit. Deshalb ist regulatorisch eine
Absenkung der Mindestteilnehmerquote im zweiten Schritt vorgesehen. Das
greift jetzt bei uns. Die Versammlung kann beschließen, wenn 25 Prozent des
Nominalkapitals der Anleihe vertreten sind. Diese Schwelle hatten wir ja
schon im ersten Anlauf bei zwei Bonds überschritten und seitdem haben wir
intensiv mit dem Kapitalmarkt kommuniziert, um auf die Versammlung
hinzuweisen.

mainvestor: Das läuft doch eigentlich automatisiert über die Banken.

Dr. Michael Müller: "Eigentlich" ist das entscheidende Wort. Leider hat das
bei einigen Banken gar nicht gut geklappt. Sehr viele Gläubiger wurden nicht
rechtzeitig informiert und konnten die notwendigen Formulare für eine
Teilnahme nicht fristgerecht abschicken. Das mag daran gelegen haben, dass
wir sehr kurzfristig eingeladen haben und auch noch die Osterfeiertage
dazwischen lagen. Glücklicherweise haben wir jetzt mehr Vorlauf und ich kann
auch nur jeden Gläubiger bitten, sich gegebenenfalls auch proaktiv mit
seiner Bank in Verbindung zu setzen.

mainvestor: Am 29. April findet ja eine AGV wirklich als
Präsenzveranstaltung statt. Muss man als Gläubiger dazu tatsächlich nach
München fahren?

Dr. Michael Müller: Nein, natürlich nicht. Der Präsenzcharakter ist
regulatorisch vorgeschrieben, aber natürlich kann jeder Gläubiger auch
mittels Bevollmächtigung sein Stimmrecht ausüben. Niemand muss in München
vor Ort sein. Den Bevollmächtigten kann der Gläubiger entweder selbst
bestimmen oder er erteilt dem Stimmrechtsvertreter eine verbindliche
Weisung, sodass dieser für ihn abstimmt. Wir haben das Procedere sehr klar
und detailliert Schritt für Schritt auf unserer Website beschrieben unter
https://www.eyemaxx.com/de/investor-relations/anleihen/zweite-glaeubigerversammlung/.

mainvestor: Nun ist die Anpassung der Anleihebedingungen ja eine Sache, aber
müssen Sie nicht parallel daran arbeiten, das Eigenkapital von Eyemaxx zu
stärken?

Dr. Michael Müller: Völlig richtig. Das tun wir. Wir haben gestern erst die
erfolgreiche Platzierung einer Kapitalerhöhung vermelden können. Diese war
sogar überzeichnet und uns sind damit brutto mehr als 3,7 Millionen Euro
zugeflossen. Das hat natürlich einen signifikant positiven Effekt auch für
das Eigenkapital. Und wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr wieder
einen Gewinn bei Eyemaxx. Das stärkt unser Eigenkapital weiter.

mainvestor: Na, dann könnte man doch sagen "Thema erledigt"?

Dr. Michael Müller: Leider nicht. Denn erst müssen wir das Ergebnis der
Gläubigerversammlung abwarten. Deshalb ist dieser Termin mit den
Anleihegläubigerversammlung am 29. April für Eyemaxx ja so wichtig.

mainvestor: Sie rechnen mit einem Unternehmensgewinn für das laufende
Geschäftsjahr. Das hat Eyemaxx Anfang Februar bereits angekündigt und Sie
haben es eben wiederholt.

Dr. Michael Müller: Die Prognose hat Bestand und die Visibilität des
Geschäftsjahres ist jetzt, wo wir fast drei Monate weiter im Jahr sind, noch
besser geworden. Projekte wie die "Sonnenhöfe" in Berlin Schönefeld oder
auch "The Cubes" in Bonn werden wir demnächst pünktlich übergeben. Wir haben
neue attraktive Projekte im wohnwirtschaftlichen Bereich und eine gut
gefüllte Pipeline. Die Perspektiven für Eyemaxx sind positiv und ich rechne
mehr denn je mit einem Gewinn im laufenden Geschäftsjahr.

mainvestor: Wir sprechen immer nur über bilanzielle Eigenkapitalquoten. Wie
sieht es denn eigentlich mit der Liquidität aus?

Dr. Michael Müller: Wir haben vor sehr kurzer Frist eine Anleihe mit einem
Volumen von 20 Mio. Euro pünktlichst zurückgezahlt. Wir haben gerade eine
Kapitalerhöhung über mehr als 3,7 Millionen Euro platziert. Das dürfte
bereits zeigen, dass wir über die notwendige Liquidität absolut verfügen.
Ich darf an dieser Stelle zudem exklusiv berichten, dass wir die anstehenden
Zinsen für die Anleihe 2020/2025 bereits überwiesen haben und dass auch die
Zinsen für die Anleihe 2018/2023 jetzt bereits einige Tage vor der
eigentlichen Fälligkeit überwiesen wurden. Damit möchten wir unseren Status
als liquider und pünktlicher Zahler nochmal untermauern.

mainvestor: Dann bleibt Ihnen jetzt das Schlusswort. Was möchten Sie den
Anleihegläubigern noch mit auf den Weg geben?

Dr. Michael Müller: Ich möchte Sie bitten, an der
Anleihegläubigerversammlung teilzunehmen. Über eine Bevollmächtigung ist das
auch ohne Präsenz unkompliziert möglich. Stimmen Sie bitte für die Anpassung
der Anleihebedingungen. Tragen Sie mit Ihrer Stimme dazu bei, dass ein
Unternehmen mit positiven Perspektiven und tadellosem Track Record am
Kapitalmarkt nicht zum Spielball von temporären bilanziellen
Wertschwankungen während der Corona-Pandemie wird. Ihre Stimme zählt und ich
bin der festen Überzeugung, dass jeder Anleihegläubiger ein Interesse daran
haben muss, dass die Anpassung der Anleihebedingungen gelingt.

mainvestor: Herr Dr. Müller, wir bedanken uns herzlich für das Gespräch.

Dieses Dokument stellt weder ein Angebot noch eine Einladung zur Zeichnung
oder zum Kauf eines Wertpapiers dar, noch bilden dieses Dokument oder darin
enthaltene Informationen eine Grundlage für eine vertragliche oder
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wenden Sie sich bitte an Ihren Bankberater oder Vermögensverwalter. Die in
diesem Interview geäußerten Meinungen und Aussagen geben nicht die Meinung
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